Blades Of Blood

Blades Of Blood

Originaltitel: Goo-reu-meul beo-eo-nan dal-cheo-reom
Genre: Action • Drama • Historienfilm
Regie: Lee Joon-ik
Hauptdarsteller: Hwang Jung-min • Cha Seung-won
Laufzeit: Ca. 109 Minuten
Label: Splendidfilm
FSK 16

Blades Of Blood   16.02.2011 von Tobi

Comicverfilmungen sind heutzutage beliebter denn je. Wer hätte gedacht, dass dieses Genre mal so groß werden würde, wie es derzeit ist. Die meisten Filme kommen natürlich aus Hollywood, doch auch asiatische Filmemacher versuchen sich immer mal wieder an ähnlichen Stoffen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Film „Blades Of Blood“, welcher mir zu Rezensionszwecken als deutsche Blu-ray vorliegt. Beworben als mitreißender Schwertkampffilm scheut er auch nicht einen Vergleich zu „Zatoichi – Der blinde Samurai“…

 

Die Geschichte von „Blades Of Blood“ ist recht schnell erzählt. Sie spielt in Korea im 16. Jahrhundert wo das Chaos im Land regiert. Obwohl ein Angriff der Japaner kurz bevor steht kriselt es in den eigenen Reihen. Das Kabinett des Kaisers liefert sich kleine Machtspielchen und der Schwertkämpfer Lee Mong-hak will dieses korrupte Regime stürzen. Sein Ziel ist es selbst an die Macht zu kommen. Ihm stellt sich der blinde Schwertkämpfer Hwang Jung-hak in den Weg, der einst Lees Freund war und viel Unterstützung beim Volk findet. Im Palast des Kaisers kommt es zum finalen Kampf zwischen den beiden Kämpfern und den Japanern.

 

Wir ihr seht bietet die Geschichte in der Tat nicht sehr viel, was man dem Film leider bereits von Anfang an anmerkt. Sie schafft es leider nicht den Zuschauer zu fesseln und in ihren Bann zu ziehen. Das hat zur Folge, dass man dem Geschehen nicht immer folgt und andere Dinge nebenbei macht. Das ist sehr schade, denn die Geschichte basiert auf den berühmten Manhwa-Comics, welche einiges an Potential bieten. Die Schauspieler, welche den Asia-Fans unter uns bekannt sein dürften, machen ihre Sache recht ordentlich, aber leider schaffen auch sie es nicht die gesamte Laufzeit über zu unterhalten. Bei mir kam leider immer mal wieder Langeweile auf.

 

Wer jetzt denkt, dass wenigstens die Schwertkampfszenen für ordentliche Furore sorgen, der irrt leider. Diese sind zwar sehr gut in Szene gesetzt, aber es gibt leider zu wenige. Dem Streifen fehlt es deutlich an Action, um die Schwächen der Story wieder auszubügeln. Erst gegen Ende geht es mal ein wenig mehr ab. Überzeugend hingegen sind das Setting und auch die Kostüme. Da haben die Asiaten einfach einen Faible für. Der Soundtrack  ist hier aber mal ein kleines Highlight. Er geht direkt ins Ohr, passt super in den Film und kann daher als sehr gut befunden werden. Ich kann leider nicht mehr zu diesem Film sagen, da ich doch ein wenig enttäuscht bin. Ich hatte mir gerade aus Korea ein wenig mehr erhofft. Leider wurde ich nur mit Durchschnittsware bedient.

 

Die deutsche Blu-ray von Splendidfilm hingegen ist mal wieder ihr Geld wert. Das Bild ist gestochen scharf und auch die Farben und der Kontrast wissen zu überzeugen. Das Rauschen wurde auf ein Minimum reduziert, wodurch das Gesamtbild in sich stimmig wirkt. Der Ton macht auch alles richtig und belastet alle Boxen der Heimkinoanlage gleichermaßen. Nur die deutsche Synchronisation ist mal wieder nicht das Gelbe vom Ei. Ein wenig Bonusmaterial und ein Wendecover gibt es oben drauf. Wer einen Kauf in Erwägung zieht kann mit dieser Blu-ray absolut nichts falsch machen.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Ach Menno, endlich hatte ich mal wieder Vorfreude auf einen unterhaltsamen Schwertkampffilm aus Korea und heraus kam nur diese Gurke. Innerhalb kürzester Zeit war mir bereits langweilig und das Gezeigte war mehr oder weniger egal. Einzig die Kampfszenen haben dann doch noch ein wenig Aufmerksamkeit meinerseits erhalten. Mehr ging aber leider echt nicht, von daher ist es auch schwer den Film zu empfehlen. Wer sich wirklich als Fan asiatischer Filme bezeichnet oder vielleicht seine Amasia-Reihe von Splendidfilm vervollständigen will, der kann hier mal einen Blick riskieren. Versprecht euch aber nicht allzu viel davon, denn sonst werdet ihr nur enttäuscht. Alle anderen sollten sich lieber einmal mehr „Bichunmoo“ anschauen. Der ist immer wieder gut.


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