Born To Raise Hell

Born To Raise Hell

Originaltitel: Born To Raise Hell
Genre: Action
Regie: Lauro Chartrand
Hauptdarsteller: Steven Seagal • Dan Badarau
Laufzeit: Ca. 96 Minuten
Label: Splendidfilm
FSK 18

Born To Raise Hell   01.04.2011 von Tobi

Heute steht bei mir mal wieder ein neuer Steven Seagal Film auf dem Programm. Scheinbar hat dieser speckige B-Action-Held immer noch nicht genug und prügelt sich weiter fleißig durch das östliche Europa. Wieder einmal hat er es mit einigen fiesen Drogenhändlern zu tun, die dummerweise seinen Partner auf dem Gewissen haben. Das lässt sich der gute Steven natürlich nicht gefallen und probiert sich weiterhin erfolglos im Nahkampf. Ob er dabei sein Bein noch hoch kriegt und was der Streifen mit dem sonderbaren Titel sonst zu bieten hat, könnt ihr nun nachlesen…

 

Samuel Alex (gespielt von Steven Seagal) ist ein ziemlich harter Interpol-Agent. Sein Spezialgebiet ist die Bekämpfung des Waffen- und Drogenhandels im Balkan. Das aktuelle Einsatzgebiet ist Bukarest, wo er zusammen mit einer Spezialeinheit den Kampf gegen einen der größten Drogenhändler aufgenommen hat. Dieser fiese Banause hat seinen Partner auf dem Gewissen und Samuel schwört Rache. Zusammen mit einem neuen Partner begibt er sich auf die Suche nach den Tätern. Dabei stoßen sie auf einen neuen Gegner, der Spaß daran hat die jüngeren reichen Leute aus Bukarest zu töten und auch zu vergewaltigen. Ein gnadenloser Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn Samuel hat alle Hände voll zu tun den Abschaum zu beseitigen.

 

Ich weiß, was ihr jetzt denkt – schon wieder ein Seagal-Film. So ging es mir auch, als ich die Blu-ray in meinen Händen gehalten habe. Fairerweise muss man aber sagen, dass seine ersten Filme wirklich durchweg gute Actionfilme sind und er ist in den letzten Jahren diese miesen Ostblock-Produktion ans Tageslicht befördert hat. Dabei war zwar auch ab und an mal was Gutes dabei, aber generell ist das alles billiger Schund. Leider verhält es sich mit „Born To Raise Hell“ genauso. Der Titel hat überhaupt nichts mit der Geschichte zu tun und ist einfach nur irreführend. Dazu kommt die Tatsache, dass Steven Seagal selbst das Drehbuch geschrieben hat, was man leider in jeder Szene merkt. Es ist keine Spur von Dramaturgie oder sonstigen wichtigen Elemente, die eine gute Geschichte im Actionfilm ausmachen. Der Zuschauer bekommt nur die pure Selbstinszenierung eines fetten Seagals präsentiert, der sich immer mal wieder mit ein paar Bösewichten kloppt und nebenher in diverse Strip-Clubs geht.

 

Damit wären wir auch schon bei den Nebendarstellern. Wirklich jeder Charakter in diesem Film ist ersetzbar und bleibt einem nicht im Gedächtnis. Selbst die nackten Weiber lassen den Zuschauer kalt, was diese Szenen einfach nur nach einer gewissen Zeit nerven. Gut gelungen sind dafür diverse Actionszenen. Stevie darf ordentlich Kloppe verteilen, aber sobald er mal das Bein schwingen muss wird die Kamera nach unten geschwenkt, damit der Zuschauer nicht merkt, dass ein Body-Double zum Einsatz kommt. Das ist selbst für einen Herrn Seagal mehr als unwürdig. Dafür spritzt hier der rote Lebenssaft immer mal ganz gern durch die Gegend, aber nie so, dass man von einem brutalen Actionfilm reden kann. Dafür wird einfach zu viel gelabert und zu wenig geschossen. Mir sind beim Zuschauen fast die Augen zugefallen, denn die langweilige Geschichte verpackt in langweilige Schießereien hauen niemandem vom Hocker. Von daher kann ich hier leider nicht von mehr als durchschnittlicher Kost reden. Verdammt, und ich hatte gehofft, dass Stevie doch mal noch die Kurve kriegt.

 

Die deutsche Blu-ray ist mit ihrer Freigabe ab 18 Jahren komplett ungekürzt und bietet dem Käufer ein erstaunlich gutes und klares Bild. Es gibt kaum verrauschte Szenen und die Farben wirken sehr natürlich. Der Ton kommt in den Actionszenen auch gut zur Geltung und fordert gerade den Bass recht ordentlich was ab. Leider ist aber die deutsche Synchronisation richtig mies, so dass man hier auf jeden Fall die englische Tonspur wählen sollte. Bonusmaterial ist leider gar keins vorhanden, was ich aber nicht weiter schlimm finde. Wer will schon sehen, wie sich ein alternder Actionstar doubeln lässt? Dafür gibt es immerhin ein paar Trailer und ein Wendecover.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Nach dem recht guten Auftritt in „Machete“ ist Steven Seagal wieder einmal mehr am Tiefpunkt angelangt. Er sollte einfach schauen, dass wenigsten die Action in seinen B-Movies seine Fans zufrieden stellt. Denn mehr wollen diese doch gar nicht sehen. Des Weiteren sollte er sich mal auf ein paar andere Rollen fixieren und nicht immer nur irgendeinen Spezialagenten spielen. Das nervt langsam. Alles in allem ist der recht zähe Actionmurks wirklich nur was für echte Seagal-Fans, die mal wieder was Neues mit ihm sehen wollen oder die ihre Sammlung erweitern wollen. Alle anderen sollten einen großen Bogen um dieses Werk machen und lieber eine Runde spazieren gehen. Dann das ist definitiv unterhaltsamer, als das hier. Schade!


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