Boulder Dash XL

Boulder Dash XL

Publisher: Kalypso Media GmbH
Entwicklerstudio: Catnip Games GmbH & Co.KG
Genre: Geschicklichkeitsspiel
Sub-Genre: Familie, Puzzle
Art: Lowprice Titel
Erscheinungsdatum: 13.07.2011
USK 0

Boulder Dash XL   02.09.2011 von Panikmike

Vor Jahrzehnten gab es Spiele, die mittlerweile leider oder vielleicht - Gott sei Dank - in Vergessenheit geraten sind. Viele waren damals schon schlecht, weil sie das Niveau einer Hutschnur hatten oder aber auch zu simple oder gar nervig waren. Boulder Dash hingegen war ein Spiel, welches man lange spielen konnte, ohne die Konsole auszuschalten. Ob das Remake heutzutage überzeugen kann???

Heutzutage hat man es auf dem Xbox-Marktplatz nicht einfach, ein gutes Spiel zu platzieren. Die Auswahl ist zu groß, die Liste der guten Titel allerdings zu klein. Das Spielprinzip von Boulder Dash wurde 1:1 vom Vorgänger portiert, aber ein paar neue Spielmodi und Gimmicks eingebaut. Man steuert einen Roboter (vorzugsweise auch eine Roboterin) durch diverse Höhlen und muss als Ziel eine vorgegebene Anzahl an Diamanten einsammeln, um durch den Ausgang zu kommen. Dieser öffnet sich dann automatisch und gibt und den Weg frei. Ob man dann noch weiter sammelt und mehr Punkte ergattert, oder aber auch gleich zum nächsten Level geht, ist einem selbst überlassen. Zumindest wenn es die Zeit zulässt, denn diese rennt unaufhörlich nebenbei. In manchen Leveln hat man davon sehr viel, manche sind aber zeittechnisch sehr knapp bemessen. Nebenbei muss man aber diversen Monstern und Fallen ausweichen. Wird man zum Beispiel von einem Stein zermatscht, so heißt es „Game Over“ und der Level muss von vorne begonnen werden. Im Arcademodus muss man 100 Level absolvieren und dabei vier verschiedene Welten durchqueren. Hört sich unspannend an, ist es aber nicht. Die Mixtur aus Geschicklichkeitsspiel und Rätsel hat es in sich, die Köpfe der Gamer werden ebenso beansprucht wie auch die Reaktionsgeschwindigkeit am Controller.

Die Steuerung ist generell sehr easy. Mit dem linken Stick bewegt man unseren Roboterhelden und mit einer Taste agiert man. Drückt man die obere rechte Fingertaste und bewegt den Stick, so kann man die Kamera frei bewegen und somit die Höhle erforschen. Mehr gibt es nicht zu sagen, denn mehr gibt es nicht. Die Steuerung ist gut geworden, sie ist sehr einfach und selbst für Konsolenanfänger eingängig. Dies ist aber auch gut so, da man bei manchem Level unter Zeitdruck schon mal zu weit laufen kann und dann einen Stein auf den Schädel bekommt – aua! Leider funktioniert die Steuerung in der Hektik hin und wieder nicht richtig. Man geht zu weit, biegt zu spät ab oder aber rennt gleich ins Verderben. Generell passt alles, doch durch die Hektik ist man oftmals Opfer der Technik. Dadurch schnellt der eigene Aggressionslevel auch schnell in die Höhe, man muss sich echt teilweise gut unter Kontrolle haben, dass man den Controller nicht gleich mit der Wand paart!

Doch zurück zum Remake, es hat noch mehr zu bieten, als damals im Original eingebaut wurde. Die Hauptfiguren können einen Greifarm bekommen, mit dem sie zum Beispiel Metallsteine aus dem Weg schaffen können. Ebenso gibt es Steine, die Euch beim Aufsammeln eine gewisse Zeit schneller laufen lassen und auch Stein-Diamanten-Umwandlungsmaschinen. Fällt in diese ein Diamant, so kommt ein Stein heraus. Aber es geht auch anders rum, sodass man mit vielen Steinen auch viel Punkte in Form von Edelsteinen machen kann. Neben den oben genannten Gimmicks kommen im Laufe des Spiels noch mehr hinzu. So gibt es Sprengmöglichkeiten, einen Teleporter, One-Way-Türen, Schlösser und Schlüssel und noch mehr. Die richtige Abwechslung kommt dadurch aber nicht zum Tragen. Kennt man ein Level, kennt man alle. Klar unterscheiden sie sich in Sachen Grafik und haben verschiedene Platzierungen der Gegenstände, doch im Endeffekt sind alle Level gleich.

Neu sind auch die anderen Modi, es gibt neben dem „Arcade-Modus“ vier an der Zahl. Im „Zen-Modus“ kann man die absolvierten Level ohne Zeitdruck spielen, so dass man mehr Diamanten und somit auch mehr Punkte ergattern kann. Bei „Score-Attack“ muss man, wie der Name schon sagt, viele Punkte sammeln. Die Höhlen sind größer, als die vom Arcade-Modus, doch auch hier drängt die Zeit. Beim „Retro-Modus“ kann man das ursprüngliche Spiel zocken, der Schwierigkeitsgrad ist allerdings um einiges höher als bei den restlichen Modi. Zum Schluss bleibt uns dann noch der „Rätsel-Modus“. Hier hat man zwar genügend Zeit, jedoch muss man alle Diamanten aufsammeln, ehe sich der Ausgang öffnet. Ich hab schon einige Köpfe rauchen sehen, als sie diesen Modus gespielt hatten.

Die Technik von Boulder Dash XL ist für ein Arcade-Spiel gut gelungen, ein Wunder braucht man allerdings nicht erwarten. Die Soundeffekte passen dazu und die Musik plätschert vor sich hin. Die Grafik ist nett gemacht, allerdings kann man in manchen Szenarien die Diamanten auf den ersten Blick nicht erkennen. Manchmal ist weniger einfach mehr, das hätten sich die Entwickler zu Herzen nehmen sollen. Ansonsten gibt es nichts zu meckern!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich habe das Spiel damals schon geliebt, aber auch gehasst – und es geht mir heute immer noch so. Einerseits ist das Remake echt super geworden: Es fordert, macht Spaß und das Gesamtkonzept passt. Andererseits sind manche Level unglaublich nervenaufreibend, weil sie schwer sind, man auch noch unter Zeitdruck steht und dann – getreu Murphys Gesetz – natürlich kurz vorm Ziel das Zeitliche segnet. Trotzdem sitzt man gefesselt und angespannt vor der Konsole und möchte den nächsten Level erreichen. Diese Hassliebe wird mich so lange an die Konsole fesseln, bis jeder einzelne Level durchgespielt worden ist. Die 800 Punkte sind in meinen Augen gut angelegt, Fans von Geschicklichkeitsspielen sollten zugreifen!


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