Cabin Fever 1 & 2 (Uncut)

Cabin Fever 1 & 2 (Uncut)

Originaltitel: Cabin Fever / Cabin Fever 2
Genre: Horror
Regie: Eli Roth / Ti West
Hauptdarsteller: Rider Strong / Guiseppe Andrews
Laufzeit: Ca. 89 Minuten / Ca. 87 Minuten
Label: Sunfilm Entertainment
FSK 18

Cabin Fever 1 & 2 (Uncut)   05.10.2011 von Panikmike

Sunfilm präsentiert uns hier eine Kollektion, die aus zwei Horrorfilmen besteht. Wobei man lieber Splatterfilme sagen sollte, denn hier fließt der Lebenssaft literweise und in Sachen Brutalität sind Cabin Fever 1 und 2 auch nicht ohne. Wer zwei „Hirn-aus-Horrorfilme“ sehen will, der ist hier genau richtig…

 

Cabin Fever 1

 

Was passiert, wenn fünf Freunde Urlaub in einem abgelegenen Haus machen und plötzlich ein kranker Mann zu ihnen ins Warme möchte? Wenn Ihr es wissen wollt, dann holt euch den Horrorfilm „Cabin Fever“ und teilt uns mit, ob Ihr an der Stelle der Fünf ebenso handeln würdet?

 

Was macht man am besten nach dem Abschluss der nervigen Schule? Richtig, erst mal Urlaub im Grünen mit viel Alkohol, Drogen und lauter Musik. Das dachten sich auch die fünf Freunde Paul (Rider Strong), Karen (Jordan Ladd), Bert (James DeBello), Marcy (Cerina Vincent) und Jeff (Joey Kern). Sie mieten sich eine Hütte außerhalb der normalen Zivilisation und wollen im abgelegenen Wald die Sau raus lassen. Dass dieser Ort seltsam ist, merken die partywütigen Freunde schon in dem kleinen Supermarkt vor Ort. Einer von ihnen setzt sich auf eine Bank neben einen kleinen Jungen. Als dieser dann ausflippt und ihn beißt, sind sich alle sicher, dass hier irgendwas nicht stimmt. Sie kaufen noch schnell ein paar Sachen und dann schnell weg von hier.

 

Kurz darauf sind sie in der Hütte angekommen. Von nun an gibt es Alkohol und jede Menge Party. Leider viel zu kurz, da ein unbekannter Fremder ihre Exzesse stört. Er klopft an ihre Tür und bittet um Hilfe, wird von den fünf aber abgewiesen, weil er total heruntergekommen aussieht. Als der Mann dann ihr Auto klauen will, versuchen alle ihn aufzuhalten und das geht anscheinend nur, wenn sie ihr eigenes Auto demolieren. Der Fremde verliert durch diese Tat überall Blut, es spritzt in jede Richtung. Glücklicherweise kann er fliehen und die Freunde gehen ihrer Party nach. Dummerweise stirbt der Angeschlagene in derselben Nacht und verseucht das ganze Trinkwasser in der Umgebung. Werden die fünf Freunde von diesem Wasser trinken und wenn ja, was passiert mit ihnen?

 

Cabin Fever 2
 

Cabin Fever 2 - Unsichtbarer, lautloser, tödlicher. Was bitte erwartet mich von dieser Fortsetzung? Das war mein erster Gedanke, als ich den Film eingelegt habe. Werde ich enttäuscht werden oder gar von einem Meisterwerk überrascht?

Ich greife hier einfach einmal vorweg, denn das Meisterwerk, welches ich mir insgeheim gewünscht hätte, ist es nicht geworden. Das ist auch nicht verwunderlich, wenn man den ersten Teil von "Cabin Fever" von Eli Roth gesehen hat, der ja auch nicht wirklich ein überragender, geschweige denn guter Film gewesen ist. Zu meiner Überraschung wurde ich allerdings auch nicht gänzlich enttäuscht.

Cabin Fever 2 nimmt sich selber nicht wirklich ernst und treibt jedes Ami-Vorstadt-Highschool-Klischee auf die Spitze. Hier will der Schönling die Dicke wegen einer Wette rumkriegen, da wird ein tollpatschiger Außenseiter zum Opfer und die Hauptpersonen liegt irgendwo dazwischen. Es gibt ein Seuchenkommando, Rednecks, schwule Schulrektoren und entstellte Biologielehrerinnen. Leider entwickelt keine der Figuren ein Eigenleben oder gar einen eigenen Charakter, in den man sich hineinversetzten könnte. Was sich aber bei der Story auch als recht schwierig erweist, da es nämlich keine richtige gibt. Der Film beginnt irgendwo auf einer Landstraße mit einem toten Reh und einem gestörten Sheriff, durchläuft eine wilde Metzel- und Ekelorgie auf einem Abschlussball einer Highschool und endet schließlich in einem Stripclub- Schade. Da hätte man sich wirklich was Besseres einfallen lassen können.

 

Was haben beide Teile gemeinsam?

 

Wenn man jetzt einmal von der ziemlich dünnen Story absieht, die, wie gesagt, leider wenig bis gar nicht vorhanden ist, hat dieser Film so ziemlich alles, was ein Horror-/ Splattermovie mit hohem Trash-Faktor haben muss. Es schießt literweise Blut aus allen nur denkbaren Körperöffnungen, riesige Eiterblasen und Geschwüre platzen auf, halbe Menschen kriechen durch den Raum oder speien Blutfontänen, die an den Druck eines Feuerwehrschlauches erinnern lassen. Hier werden Splatterfans auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen, zumal ich schon schlechtere Effekte dieser Art gesehen habe. Man hat sogar versucht ein paar wenige Schockmomente einzubauen, die leider so plump sind, dass man sich eher erschreckt, wenn man sich selber beim Lachen erwischt. Hier wurde wirklich auf alles verzichtet was Spannung oder gar Gruselstimmung aufkommen lassen würde.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich fand beide Filme gar nicht mal so übel, doch leider ist die Ausführung des Ansatzes nicht so gut, wie man denken mag. Vieles ist zu unsinnig und der Humor, der künstlich in den Film eingespannt wurde, versagt total. Entweder ich drehe Horrorfilme mit Flair, dann kann ich mir auch einen Spaß erlauben, doch hier ist einfach nichts witzig sondern eher lächerlich. Hätte man ein wenig mehr auf die Seriosität des Genres Horror geschaut, so wäre auch ein besseres Ergebnis rausgekommen. So sind und bleiben die Filme für eine Gruppe von fleischeslustigen Filmschauern ganz OK., alle anderen sollten sie sich erst mal aus der Videothek leihen.


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