Chili Dice

Chili Dice

Genre: W├╝rfelspiel
Autor: Andy Daniel
Illustrator: Barbara Spegler
Spieleverlag: AMIGO Spiel und Freizeit GmbH
Empfohlenes Alter: 8+
Spieldauer: 30 min
Anzahl Spieler: 1-4

Chili Dice   26.09.2020 von Kristina

Dass ein Würfel, der an der Spielbrettkante landet, „brennt“, mag ja noch bekannt sein. Ist es jedoch möglich, dass Würfel auch auf eine andere Art feurig sein können? Mit Chili Dice hat sich Amigo hierzu etwas einfallen lassen. Ob das Spiel genug Würze verleiht oder doch eher laschem Haferbrei gleicht, lest ihr in unserem Review...

 

Spielmaterial und Aufbau

 

Durch einen kleinen Sehschlitz sieht man schon bei ungeöffnetem Karton die schwarzen Würfel, wodurch schon mal klar ist, dass es sich hierbei um ein Würfelspiel handelt. Beim Öffnen des Kartons spätestens tritt etwas Ernüchterung ein. Neben den sechs Würfeln ist lediglich ein Spielblock und eine Spielanleitung enthalten. Der restliche Karton ist mit einem Inlay gefüllt, sodass Würfel und Block an Ort und Stelle bleiben. Die Würfel selbst machen auf den ersten Blick doch einiges her. aufgrund der dunklen Farbe und der Marmorierung lassen sich hier zunächst hochwertige Materialien vermuten. Nimmt man diese in die Hand, wird jedoch schnell klar, dass es sich um fast gewöhnliche Würfel handelt. Der einzige Unterschied: Die Augenfarbe auf einer Seite eines jeden Würfels ist nicht weiß, sondern rot. Auf jedem Würfel ist eine andere Augenzahl rot gefärbt, sodass jede Zahl von eins bis sechs einmal in Rot vertreten ist.

 

Das Spielziel

 

Wie in den meisten Würfelspielen ist hier das Ziel, am Ende der Partie die meisten Punkte durch würfeln zu erlangen. Eine Partie geht dabei über zehn Runden, in denen jeder Spieler insgesamt dreißig Würfe zur Verfügung hat, die er nach Belieben auf die Runden verteilen kann. Eine weitere Möglichkeit, um den Wurf zu verändern, geben hier die roten Seiten der Würfel: jeder Würfel, bei dem die rote Seite oben liegt, kann auf eine andere Seite gedreht werden. Gewertet wird der Wurf, indem sich der Spieler für eine Kategorie entscheidet, in der er diesen Wurf nun werten möchte. Das Ergebnis trägt er dann in den beigelegten Block ein. Nach zehn Runden werden die erzielten Punkte addiert und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt die Partie.

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung umfasst insgesamt acht Seiten. Davon befassen sich vier Seiten tatsächlich mit der Spielanleitung. Die restlichen vier Seiten geben eine Kurzanleitung für das Spiel als auch Beispiele zur Wertung der Würfe. Das mexikanische Design ist hier auch als Umrahmung der Anleitung selbst vertreten.

 

Der Spielablauf

 

Als Startspieler wird laut Anleitung die Person erkoren, die als letzte scharf gegessen hat. Danach wird reihum gespielt. Insgesamt geht das Spiel über zehn Runden. Über diese zehn Runden stehen jedem Spieler insgesamt dreißig Würfe zur Verfügung, welche auch auf dem Wertungsblatt abgestrichen werden.

 

Der aktive Spieler beginnt, indem er alle sechs Würfel wirft. Dann muss er entscheiden, ob er mit dem Wurf, so wie er ist, zufrieden ist oder ob er einige Würfel erneut werfen möchte. Das Besondere dabei ist, dass soeben geworfen Würfel, die eine rote Seite zeigen, auf eine beliebige andere Seite gedreht werden können. Der Spieler kann beliebig oft werfen, muss dabei jedoch sein Wurf-Konto im Auge behalten. Verbraucht er anfangs zu viele Würfe, so bleiben ihm zum Schluss keine mehr übrig. Ist er mit seinem Wurf zufrieden, muss er seinen Wurf auswerten und diesen Wert in das entsprechende Feld eintragen. Es gibt dabei folgende Möglichkeiten der Wertung:

 

  • Zahlenfelder: Hier werden alle Augen zusammengezählt, die die entsprechende Zahl zeigen. Dieser Wert wird verdoppelt, sollte die entsprechende rote Seite unter den gewerteten Augen enthalten sein
  • Rot: Hier wird jeder Würfel, der eine rote Seite zeigt, mit zehn Punkten gewertet
  • Straße: Wie schon aus vielen anderen Spielen bekannt, muss hierfür jede Zahl von eins bis sechs einmal vertreten sein. Dieser Wurf gibt einundzwanzig Punkte. Sollten rote Zahlen im Wurf enthalten sein, kann dieser Wurf auch mit einundzwanzig in das entsprechende Zahlenfeld eingetragen werden
  • Pasch: Hierfür muss jeder gewürfelte Wert mindestens zweimal vorkommen. Die Summe der Augen ergibt hier das Ergebnis. Auch hier gilt: Sollte eine rote Zahl darunter sein, kann der Wert auch in das Zahlenfeld der roten Zahl gewertet werden.
  • Chance: Die Wertung hierfür ist lediglich die Summe aller Augen und rote Seiten haben keinen speziellen Effekt.

 

Zusätzlich gibt es noch die Wertung „kleiner Chili“, „großer Chili“ und „scharfer Chili“. Sollten alle Würfel dieselbe Augenzahl zeigen, So gilt dies als „kleiner“ (Zahlenwert eins bis drei) oder „großer“ (vier bis sechs) Chili. Beim „kleinen Chili“ kann in das entsprechende Zahlenfeld ein Wert von fünfzig Punkten eingetragen werden, für einen „großen Chili“ ein Wert von fünfundsiebzig. Alternativ kann auch in ein beliebiges anders Feld der Wert fünfundzwanzig bzw. fünfzig eingetragen werden. Zeigen alle Würfel die rote Seite, liegt ein „scharfer Chili“ vor. Dieser kann entweder als rot oder Straße mit hundert Punkten gewertet werden, oder auch als fünfzig Punkte in jedem anderen Feld. Nach zehn Runden endet das Spiel, alle Werte werden zusammengezählt und der mit dem höchsten Wert gewinnt.

 

Bildergalerie von Chili Dice (8 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 6 Würfel mit unterschiedlichen roten Seiten
  • 1 Wertungsblock
  • 1 Spielanleitung


Cover & Bilder © Cover: AMIGO Spiel + Freizeit GmbH / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de


Das Fazit von: Kristina

Kristina

Im Grunde ist das Spiel ein Upgrade des schon seit Generationen bekannten Spiels Kniffel. Wem dieses Spiel gefällt, macht auch mit Chili Dice nichts verkehrt. Mir persönlich fehlt hier etwas die Interaktion mit den Mitspielern. Außerdem war ich doch sehr enttäuscht, als ich die Schachtel geöffnet habe. Lediglich die sechs Würfel, die Anleitung und der eine Spielblock waren enthalten, der Rest war nur durch das Inlay ausgefüllt. Pure Platzverschwendung, besonders wenn der Spieleschrank schon gut gefüllt ist. Den übrigen Platz hätte man wenigstens mit beiliegenden Stiften noch ausnutzen können. Von mir gibt es hier robuste 5/10 Punkten.


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