Cobbler - Der Schuhmagier

Cobbler - Der Schuhmagier

Originaltitel: The Cobbler
Genre: Tragödie • Drama
Regie: Thomas McCarthy
Hauptdarsteller: Adam Sandler
Laufzeit: DVD (90 Min) • BD (94 Min)
Label: Ascot Elite
FSK 12

Cobbler - Der Schuhmagier   18.05.2015 von Panikmike

Schauspieler und Comedian Adam Sandler hat in vielen Filmen als Ulknudel mitgewirkt. Das Niveau ging dabei leider immer mehr den Bach runter, so richtig überzeugen konnte keines seiner letzten Werke. Wenn Sandler aber keine Komödie, sondern in einem actionreichen Drama mit kleinen Lachern mitspielt, dann könnte das – wie damals auch in Klick – was werden. Mal sehen, wie sich Cobbler – Der Schuhmagier schlägt …

 

Max Simkin (Adam Sandler) ist ein Schuhmacher der alten Schule. Sein Dad Abraham (Dustin Hoffman) ist spurlos verschwunden, seine Mutter (Lynn Cohen) ist krank und bettlägerig. Sein Alltag ist eher langweilig, er bedient Kunden und repariert Schuhe. Eine Freundin oder gar Frau hat er nicht, er muss sich schließlich um seine Kunden und seine Mutter kümmern.

 

Eines Tages kommt Ludlow (Method Man) in seinen Laden und gibt Max einen Reparaturauftrag. Als seine Maschine während des Flickens kaputt geht, erinnert er sich an ein altes Erbstück im Keller, mit dem er die Lederschuhe reparieren könnte. Als er rein aus Neugierde die Schuhe von Ludlow nach der Reparatur anprobiert kann er seinen Augen nicht trauen: Er sieht im Spiegel nicht sich selbst, sondern Ludlow.

 

Als sich der Schock gelegt hat und Max kapiert hat, dass er nun jede beliebige Identität annehmen kann, macht er sich einen Spaß daraus und geht in der Gestalt seiner Kunden in der Stadt herum. Um seiner Mutter eine Freude zu machen, zieht er sogar einmal die Schuhe seines Vaters an, um mit ihr zu Abend zu essen. Nach und nach merkt Max, dass es ein Privileg ist, jemand anderer zu sein. Doch wenn man die Person nicht kennt, dann kann der Schuss schnell einmal nach hinten losgehen …

 

Ich glaube ein jeder wollte sich schon einmal in einen anderen Menschen hineinversetzen, so auch Max, der quasi die Schuhe der anderen trägt. Hauptdarsteller Adam Sandler schlägt hier sehr ernste Töne ein, was aber auch gut so ist. Als Komödie würde der Film nicht funktionieren. Die Wahl, eine Kombination aus Drama, Gangsterfilm, Action und Komödie zu machen, war eine gute Entscheidung. Der Satz: Aus Spaß wurde Ernst ist an dieser Stelle auch sehr passend, denn anfangs nutzt Max die Schuhe seiner Kunden noch als Freizeitbeschäftigung, was aber schnell in Stress und Probleme ausartet. Doch nicht nur Adam Sandler spielt seine Rolle hervorragend, auch Steve Buscemi als der Frisör nebenan und Dustin Hoffman als Vater können brillieren. Die Geschichte selbst beginnt sehr ruhig, wird dann actionreicher und endet mit einem vorhersehbaren Twist wieder ruhig und dramatisch.

 

Bildergalerie von Cobbler - Der Schuhmagier (10 Bilder)

Zur Qualität gibt es nur Positives zu berichten. Das Bild ist gestochen scharf, der Kontrast ist sehr gut ausgefallen und auch die Farben sind sehr natürlich. Ein Bildrauschen gibt es nicht, die Umsetzung ist mehr als nur gelungen. Tontechnisch passiert nicht viel, was bei einem Drama aber auch nicht verwunderlich ist. Die deutsche Synchronisation ist sehr gut geworden, Fans können den Film aber auch mit dem Originalton ansehen. Die Extras sind ein wenig spärlich, neben dem Behind The Scenes-Video befinden sich nur Trailer auf der Disk.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Adam Sandler fand ich früher eigentlich sehr cool, mittlerweile macht er aber in unglaublich vielen Schrottfilmen mit. Das ist auch der Grund, warum ich anfangs ein wenig abgeneigt war, als ich den Cast des Films gelesen hatte. Doch bei Cobbler – Der Schuhmagier habe ich mich wirklich getäuscht. Adam Sandler spielt eine solide Rolle, die zwar teilweise ein wenig komisch ist, ihren Ursprung aber in sehr ernsten Wurzeln hat. Zusammen mit Method Man, Steve Buscemi und Dustin Hoffman bekommt der Zuschauer einen sehr herzlichen und sehenswerten Film der zwar ernste Töne anschlägt, aber auch ein wenig Action und Humor beinhaltet. 


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