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Crazy Machines VR
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BEWERTUNG |
26.10.2018 von LorD Avenger
Auf der Jagd nach den sich versteckenden Clumsycorns-Wesen, gilt es diese mithilfe ausgefuchster Kettenreaktionen aus ihren Verstecken zu locken...
Wie auch in früheren Ablegern der seit 2004 veröffentlichten Crazy Machines-Reihe geht es im VR-Ableger ebenfalls darum, mithilfe von Physik zum Ziel zu kommen. Jedes Level beginnt mit einem unvollständigen Parcours aus Brettern, Lasern, Ventilatoren, Toastern, Dominosteinen, Sprungfeder-Boxhandschuhen, Kugeln und allerlei anderem Krams, der letztlich eine Kettenreaktion auslösen soll, wie man sie nicht zuletzt aus Doc Browns Haus in Zurück in die Zukunft kennt. Ganz so einfach ist es aber selbstverständlich nicht, denn obgleich die Konstruktion bereits sehr eindrucksvoll und komplex aussieht, fehlen noch einige Teile, die zum Ziel führen. Diese werden in einem Koffer bereitgestellt und können an dafür vorgesehene Positionen in vorbestimmter Richtung geheftet werden. Kann der Dominostein den Ball zum Rollen bringen? Bringt es mich weiter, wenn der Boxhandschuh das Brett kippt? Wenn durch die Glühbirne die Blume zu wachsen beginnt, kann sie dann den Korb über sich verschieben? Landet der verbrannte Toast auf dem Schalter? Kann der Laser den Wasserkocher erhitzen? Logisches Denken wechselt sich hier gleichermaßen mit wildem Herumprobieren ab.
Ist man zuversichtlich in sein Konstrukt, kann man die Kettenreaktion mithilfe eines simplen Knopfdrucks in die Wege leiten und sie entweder bis zum Ende beobachten oder doch bis zu einer Stelle, an der es hakt. Für letzteren Fall steht eine aus einer Kartoffel bestehende Zeitmaschine bereit, die die Reaktion für einen zweiten Versuch wieder zurücksetzt. Sollte man mit seinem Latein völlig am Ende sein, steht auch ein cleverer Computer bereit, der ein vorgezeigtes Teil scannt und die dafür vorgesehene Position anzeigt - allerdings muss man sich als Gegenleistung einen gemeinen, wenn auch meist recht witzigen Spruch anhören.
Das VR-Erlebnis & die Grafik
Egal ob man im Labor, in der weiten Wüste davor oder auch auf schwebenden Inseln über den Wolken werkelt, die Umgebung sieht stets sehr schön aus - auch wenn sie tot und regungslos ist und Wolken sich beispielsweise nicht bewegen. Der Spieler konzentriert sich ohnehin in erster Linie auf die Teile und das daraus bestehende Konstrukt und dessen Komponenten wurden mit einiger Liebe zum Detail entworfen. Auch, wenn man sich mit seiner VR-Brille tief über den Tisch beugt und das losfahrende Spielzeugauto aus nächster Nähe betrachtet, wirkt es beinahe echt. Anders sieht es da leider schon beim Tisch selber aus, über den es fährt - die Oberflächentexturen wirken schon aus der Entfernung unsauber und erschrecken einen in der Nahbetrachtung buchstäblich mit ihrer geringen Auflösung.
Steuerungstechnisch fällt sehr schnell auf, dass das Spiel wohl eher für die HTC Vive entworfen wurde, da sich die großartigen Oculus Rift-Controller nicht in der Bewegung der recht starren Hände wiederfinden. Während andere Spiele fast 1:1 das wiedergeben, was man selbst mit der Hand und sogar den einzelnen Fingern macht, stimmt in Crazy Machines VR nicht einmal die Ausrichtung der virtuellen Extremitäten mit den realen überein, was aufgrund der simplen Steuerung nicht wirklich zu Problemen führt, doch aber sehr unnatürlich und durchgängig störend wirkt. Davon abgesehen sind die Bewegungen sehr flüssig und das Bild kommt auch gut mit, wenn man den Kopf dreht und den Blick schweifen lässt. Das Fazit von: LorD Avenger
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Gameplay



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