Cubic Ninja

Cubic Ninja

Publisher: Ubisoft
Entwicklerstudio: AQ Interactive
Genre: Geschicklichkeit
Sub-Genre: Puzzlespiel
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 22.06.2011
USK 0

Cubic Ninja  11.07.2011 von Panikmike

Wenn man das Wort „Ninja“ hört, dann denkt man eigentlich immer an einen FSK 18 Film, in dem massenweise Blut spritzt, um Herrschaften gekämpft wird oder an einen quasi unsichtbaren Helden, der als Ein-Mann-Armee sein Unwesen treibt. Ausnahmsweise gibt es einen guten Ninja, der ohne Gewalt eine Prinzessin befreien möchte …

Es ist wieder einmal so weit, eine Entführung muss aufgedeckt und die Leidtragende gerettet werden. Seit Jahren gibt es immer wieder dumme Prinzessinnen, die einfach nicht aufpassen können. Nur durch die Nachsicht einer Göre müssen wir uns nun auf den Weg machen, um sie zu befreien und somit das Spiel durchzuspielen. Durch sage und schreibe 100 Level müssen wir uns als viereckiger Ninja durchschlagen, um das Game Over zu sehen. Dummerweise ist unser Protagonist ein Roboter, der weder schlagen noch kämpfen kann. Auweh, das kann ja heiter werden – wie soll das denn funktionieren?

Das Spiel ähnelt dem alten Brettspiel „Kugel-Labyrinth“, in dem man durch Neigen und Kippen eine Kugel ans Ziel bringen musste. Vorbei an gefährlichen Löchern, musste der Spieler sehr viel Geduld und Zeit mit sich bringen. Das Spielprinzip wurde hier verwendet, auch wenn es natürlich ein bisschen mehr zu erzählen gibt. In fünf Arealen muss man Stacheln ausweichen, Schalter drücken, Abrissbirnen aktivieren, Flammenwerfern aus dem Weg gehen und immer zum Ausgang kommen. Sammelt man unterwegs Schriftrollen ein, so kann man vier verschiedene Extras einsetzen. Ob man sich nun für eine kurze Zeit verkleinert, Wurfsterne schmeißt, ein Schutzschild aktiviert oder alle Schalter im Raum gleichzeitig betätigt, muss man für sich selbst entscheiden. Wichtig ist, dass man durch geschicktes Einsetzen der Extras das Level einfacher schaffen kann. Geht man des Öfteren drauf, so bietet einem das Spiel sogar einen schönen Bonus. Stirbt ein Spieler einige Male, so kann man die Extras auch ohne Einsammeln der Schriftrollen betätigen.

Die Steuerung des Spiels ist denkbar einfach. Man hat zwei Möglichkeiten: Entweder man neigt und kippt den kompletten 3DS oder aber man bewegt die Umgebung mit dem Schiebe-Pad. Letzteres ist einfacher und hat den Vorteil, die Grafik in 3D genießen zu können. Leider kann man aber nicht von Genuss sprechen, da der 3D-Effekt für die Katz ist. Ich kann nicht verstehen, warum die Entwickler das Spiel unbedingt auf dem 3DS programmieren mussten. Die technische Seite hätte der normale DS locker geschafft, außer natürlich das Dreidimensionale, welches in dem Spiel eh so gut wie nicht vorhanden ist. Sehr schade, anscheinend wollte man auch hier auf den 3D-Zug springen, was jedoch eher eine Farce ist. Die musikalische Untermalung erwähne ich hier nur nebenbei, da diese schon nach sehr kurzer Zeit auf die Nerven geht.

Die Menge von 100 Level hört sich eigentlich schon toll an, auf dem zweiten Blick merkt man aber, dass kaum eine Abwechslung geboten wird. Das gesamte Spektrum der Fallen ist sehr überschaubar, die Endgegner sind nett aber nicht mehr und die unterschiedlichen Level sind auch nicht wirklich abwechslungsreich. Im Laufe des Spiels befreit man verschiedene Roboter, die wiederum unterschiedliche Fähigkeiten haben. BUM-P zum Beispiel ist nicht aus Metall, sondern aus Gummi. Wie ein Ball prallt er von den Wänden ab und erhält einen Rückstoß. Auch wenn die Idee der verschiedenen Charaktere nett ist, so bringt es dem Spiel keine bessere Wertung ein, dafür ist der Unterschied zu klein. Strengt man sich an, dann kann man das gesamte Spiel an einem Nachmittag durchspielen. Einen hohen Wiederspielwert gibt es nur, wenn man selbst seine eigenen Zeiten verbessern möchte. Sehr interessant hingegen ist der Editor, in dem man sich eigene Level bauen kann. Diese kann man dann mit Freunden tauschen, sofern man welche hat, die sich das Spiel ebenfalls gekauft haben. Eine Onlinemöglichkeit gibt es leider keine. Daher ist der Editor zwar nett, aber auch nicht mehr.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Die Idee ist nichts Neues, die Umsetzung eher schon. Das Kugellabyrinth-Spiel gibt es seit Jahrzehnten, Grund genug, es mit der aktuellen Technik umzusetzen. Das wurde auch richtig gemacht, doch die mangelnde Abwechslung macht dem Spiel einen Strich durch die Rechnung. Alleine der fast nicht vorhandene 3D-Effekt ist eine Zumutung, da man es als 3DS Titel anbietet. Auch wenn der Titel eine kurze Zeit durchaus unterhaltsam ist, weil es unterschiedliche Charaktere, vier Fähigkeiten und einen Editor gibt, so legt man es trotzdem nach einer nicht allzu langen Zeit ins Eck und lässt es da verstauben. Wäre ein Mehrspielermodus, eine Online-Tauschbörse und mehr Level im Spiel, dann wäre es der Knaller geworden. So dümpelt es leider vor sich hin und ist daher nur bedingt empfehlenswert. Ich würde es an Eurer Stelle mal für 10 Euro auf dem Krabbeltisch kaufen, mehr ist es in meinen Augen nicht wert.


positiv negativ
  • Coole Idee...
  • Einfacher Level-Editor
  • Zwei Steuerungsarten
  • Kreatives Leveldesign
  • ...die jedoch ein wenig untergeht
  • Nervige Musik
  • Spiel zu einfach
  • Schlichte Grafik
  • Zu kurz trotz der 100 Level
  • 3D Effekt kaum bemerkbar
  • Keine Online-Tausch-Möglichkeit
  • Kein Mehrspielermodus





Kommentar verfassen

Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.

Noch 1000 Zeichen übrig

Meine Eingaben merken?

Ich akzeptiere die AGBs


Kommentare[X]

[X] schließen