Crush 3D

Crush 3D

Publisher: Sega
Entwicklerstudio: Zoë Mode
Genre: Geschicklichkeit
Sub-Genre: Puzzlespiel
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 13.01.2012
USK 0

Crush 3D   02.03.2012 von Benji

Auch wenn Sony derzeit mit der Playstation Vita auftrumpft, hatte Nintendo bisher immer ein wenig mehr Erfolg mit den portablen Spielkonsolen. Dies ist auch der Grund, warum mit Crush ein Spiel auf der PSP trotz ziemlich cooler Spielidee im Hintergrund blieb. Nun versucht Sega diesem Manko offensiv entgegen zu wirken und präsentiert mit Crush 3D auf dem Nintendo 3DS ein Remake des multidimensionalen Puzzlers. Kann die Stereoskopie dem Spiel eine neue Dynamik verleihen?

 

Eigentlich hatte Danny nichts Schlimmes erwartet, als ihn Dr. Doccerson zum Test seiner neuen Erfindung eingeladen hat. Dabei hat C.R.U.S.H. das Ziel, die psychischen Probleme seines Nutzers aufzulösen. Das funktioniert, indem das Subjekt in der virtuellen Welt von C.R.U.S.H. Kugeln sammelt. Mit jeder Kugel, die er aufnimmt, sollen sich die Probleme lösen, bis die Gedanken frei sind und das Tor zur nächsten Ebene geöffnet wird. Danny war bewusst skeptisch, als er vor der Maschine stand, aber Dr. Doccerson hat ihm leider nicht wirklich eine Wahl gelassen. Schließlich kommt es noch in der Kalibrierung zum Super-GAU. C.R.U.S.H. wähnt ungelöste Probleme im Geiste von Danny und will ihn nicht mehr aus seiner virtuellen Welt lassen. Danny muss jetzt also seine gesamten Probleme lösen, bis er wieder von Dr. Doccerson befreit werden kann, und das bringt dem Spieler nebenbei ein paar echt knifflige Rätsel ein.

 

Crush gehört ohne Zweifel zu den interessantesten Puzzle-Spielen der Neuzeit. Denn während man in den einzelnen Abschnitten auf der Jagd nach den Kugeln und zwei Extra-Items ist, muss man sich geschickt durch alle drei Dimensionen manövrieren. Jedes Gebiet startet im „entcrushten“ Zustand. Das bedeutet, Ihr könnt euch über die diversen Plattformen in dreidimensionaler Form bewegen. Die Kamera wird dabei mit dem Steuerkreuz bedient. Dass man in diesem Zustand nicht alle Kugeln wird einsammeln können, ist schnell klar. Einige Plattformen liegen extrem weit entfernt und um diese zu erreichen, muss der Spieler „crushen“. Das bedeutet, die Spielwelt wird um eine Dimension beraubt und der Spieler kann nun über die Plattformen in 2D springen. Je nach zuvor gewählter Kameraeinstellung hat dies einen anderen Effekt.

 

Denn Crush macht nichts anderes, als die Tiefe aus der aktuellen Kameraeinstellung rauszunehmen. Plattformen, die zuvor noch weit entfernt lagen, werden damit erreichbar, sodass der Spieler nun die Kugeln einsammeln kann. Was sich jetzt vielleicht noch simpel anhört, wird dank einem genialen Level-Design sehr schnell kompliziert. Damit er alle Kugeln einsammeln und das Gebiet verlassen kann, muss der Spieler gezwungenermaßen in den verschiedensten Kameraeinstellungen crushen. Dabei liegt die eigentliche Schwierigkeit darin, seine alte Sichtweise auf dreidimensionale Räume abzulegen. Was tut man z. B., wenn vor einem eine unerreichbare Anhöhe steht. Der klassische Jump ’n' Run Spieler würde wohl nach einem Objekt suchen, dass er als Treppenhilfe vor die Anhöhe schieben kann. Ein richtiger „Crusher“ dreht die Kamera über den Kopf und „crusht“ jeglichen Höhenunterschied weg.

 

Grafisch hat „Crush“ einen netten Comic-Look zu bieten, der passenderweise sowohl in 3D als auch in 2D einen guten Eindruck hinterlässt. Tatsächlich scheint man im Vergleich zur PSP-Vorlage die Grafik komplett überarbeitet zu haben. Entweder aufgrund technischer Notwendigkeit oder aber um der neuen Zielgruppe gerecht zu werden. Was die 3D-Effekte angeht, hat man sich in erster Linie auf gute eine gute Tiefendarstellung konzentriert. Überraschende Popout-Effekte sollte man daher nicht erwarten.

 

Wer aus C.R.U.S.H. entkommen will, muss sich durch vier Settings durchpuzzeln, die ihrerseits eine ganze Reihe knifflige Areale in aufsteigendem Schwierigkeitsgrad liefern. Damit es dabei nicht langweilig wird, werden beim Voranschreiten in der Kampagne regelmäßig neue Spielelemente wie Schalter oder bewegliche Kugeln hinzugefügt. Abgesehen davon bietet das Spiel den klassischen Anreiz durch Bestenlisten, deren Daten auch über SpotPass ausgetauscht werden können. Es dürfte mit Crush 3D also nicht allzu schnell langweilig werden.


Das Fazit von: Benji

Benji

Mein Kopf dröhnt immer noch. Selten hat mich ein Puzzler auf eine dermaßen interessante Art und Weise herausgefordert. Obwohl das räumliche Denkvermögen von allen 3D-Spielen trainiert wird, besitzt wohl keines in dieser Hinsicht eine derartige Intensität. Der steigende Schwierigkeitsgrad ist intelligent aufgebaut, sodass man nie das Gefühl hat, unterfordert zu werden und der geniale Level-Aufbau bringt dem Spiel die nötige Herausforderung. Wer sich also in der U-Bahn dem etwas anderen Gehirnjogging stellen möchte, der kann bei Crush 3D wenig falsch machen.


positiv negativ
  • Knifflige Rätselstruktur
  • Geniales Leveldesign
  • Lustige Hintergrundgeschichte
  • Knuffige Comic-Grafik
  • Trainiert das räumliche Denken massiv
  • Freischaltbare Elemente eher mager
  • Rätsel am Anfang zu einfach





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