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Damned By Dawn
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BEWERTUNG |
12.02.2012 von TobiSam Raimi ließ vor vielen Jahren den Klassiker „Tanz der Teufel“ auf die Menschheit los. Dieser Streifen genießt bis heute absoluten Kultstatus, nicht zuletzt, weil er in Deutschland leider immer noch beschlagnahmt ist. Die klassische Geschichte vom Kampf Gut gegen Böse zieht halt die Leute immer wieder in ihren Bann. Der australische Film „Damned By Dawn“ schlägt in eine ähnliche Kerbe und jede Menge Gänsehaut. Bei dem einfallsreichen Titel sollte nichts schief gehen, oder?
Claire beschließt, zusammen mit ihrem Freund auf die Farm ihrer Familie zu fahren. Der Plan ist die im Sterben liegende Großmutter mal wieder zu besuchen. Diese glaubt tatsächlich, dass sie bald die irdische Welt verlassen wird. Eine geisterhafte Hexe macht sich angeblich sogar die Mühe sie abzuholen. Dabei warnt die liebe Oma die ungläubige Claire davor die Hexe dabei bloß nicht zu stören, denn das könnte fatale Folgen haben. Als die Hexe tatsächlich auftaucht, greift sich Claire ein Herz und beschließt die liebe Omi zu beschützen. Sie stört die Hexe bei ihrem Akt und ahnt nicht, dass sie damit die umliegenden Toten herauf beschwört hat. Warum auch nicht, denn die liebe Omi geht vor. Es beginnt eine Nacht des Grauens. Ob Claire ihre Tat bereut, weiß wohl nur sie…
Nach der Sichtung des Covers und der eigentlich ansprechenden Inhaltsangabe war ich sichtlich gespannt auf dieses Machwerk. Einen Vergleich mit „Tanz der Teufel“ halte ich zwar immer für sehr gewagt, aber warum denn nicht. Auch Sam Raimi hat mal klein angefangen. Dummerweise ist Regisseur Brett Anstey, der auch für die Story verantwortlich ist, nicht gerade mit großem Anfängerglück gesegnet, denn „Damned By Dawn“ geht eindeutig nach hinten los. Mag die Geschichte noch recht interessant sein, so sind die Schauspieler allesamt Kanonenfutter. Was diese Leute hier zusammenspielen, geht auf keine Kuhhaut. Die Dialoge sind stellenweise so dämlich, dass man sich nur an den Kopf langen kann. Dazu gesellt sich die beste Porno-Synchronisation seit Gina Wilds Lebenswerk. Oh man, das geht mal gar nicht.
Anfangs schaffen es die Macher tatsächlich so etwas wie Spannung aufzubauen, aber mit der Laufzeit des Filmes machen sie alles wieder kaputt. Das Set ist dermaßen mies ausgeleuchtet, dass man das Gefühl hat, die Nacht wurde hier zum Tag gemacht. Glühbirnen mit mindestens 5000 Watt kamen hier wohl zum Einsatz. Die schlechten Computereffekte wollte ich hier gar nicht erwähnen, aber sie sind einfach zu witzig. Hier ist sogar der Nebel animiert und das sieht aus, als sei der Fernseher kaputt und das Bild unscharf. Die Untoten sind wohl gerade aus dem ersten Teil von „Diablo“ auferstanden und haben sich an das Set von „Damned By Dawn“ verirrt. Warum auch nicht, damals haben sie immerhin schocken können. Die Musik des Filmes muss hier nicht weiter Erwähnung finden.
Das Fazit von: Tobi
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Die Blu-ray von I-ON New Media ist ebenfalls eine Bruchlandung. Das Bild weiß zu keiner Zeit zu überzeugen und besonders die Szenen mit Nebel, was ca. 90% des Filmes ausmacht, wirken extrem unscharf, matschig und kontrastarm. Von HD kann hier keine Rede sein. Der Ton macht was er soll und schallt ca. 80 Minuten aus den Lautsprechern. Ein wenig überflüssiges Bonusmaterial und fehlende Untertitel versüßen die Veröffentlichung auch nicht. Nur das Cover ist gelungen und macht Lust auf den Film, aber retten kann es ihn leider nicht. Die Freigabe ab 18 Jahren ist total übertrieben, da hier kaum Gekröse geboten wird. Dann doch lieber eine Folge DSDS anschauen…


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