Das unheimliche Auge

Das unheimliche Auge

Originaltitel: Le Foto di Gioia
Genre: Thriller • Erotik
Regie: Lamberto Bava
Hauptdarsteller: Serena Grandi • Daria Nicolodi
Laufzeit: Ca. 90 Minuten
Label: cmv Laservision

Das unheimliche Auge   15.03.2012 von Tobi

Lange mussten Fans des Filmes „Das unheimliche Auge“ auf eine digitale Veröffentlichung in Deutschland warten. Der Anspruch war entsprechend hoch, denn nicht nur die Qualität soll überzeugen, sondern der Film sollte natürlich auch ungekürzt sein. Niemand Geringeres als das Berliner Label CMV Laservision hat sich dem Projekt angenommen und die DVD in Deutschland veröffentlicht. Der folgende Bericht zeigt noch einmal, um was bei diesem Film geht, und ob er es wert ist, dass er in die eigene Sammlung wandert ...

 

Gloria, gespielt von der italienischen Schönheit Serena Grandi, ist ein ehemaliges Fotomodell. Durch das Sterben ihres Mannes ist sie sehr reich geworden, denn er hat ihr sein Erotik-Magazin „Pussycat“ hinterlassen. Zusammen mit ihren engsten Vertrauten und Kollegen sucht sie die Fotomodelle für die kommenden Ausgaben aus. Eines Tages aber hat es ein wahnsinniger Killer auf die Models abgesehen. Eine nach dem anderen muss das Zeitliche segnen und wird auf bestialische Art und Weise hingerichtet. Danach schickt der Mörder ein Foto seiner Tat an Gloria, um ihr zu zeigen, dass niemand mehr sicher ist. Durch diese Mordserie steigt nicht nur die Auflage des Magazins, sondern auch die Angst von Gloria. Wird sie selbst Opfer des wahnsinnigen Mörders?

 

Wenn man den Film „Das unheimliche Auge“ nicht kennt und sich vom DVD-Cover anlächeln lässt, dann denkt man schnell, dass es sich hier um eine italienische Billig-Erotik-Produktion handelt. In diesem Fall liegt man aber daneben, denn dieser Film ist alles andere als billig. Natürlich stehen auch hier nackte Frauen im Vordergrund, aber die Inszenierung und auch die Geschichte funktionieren erstaunlich gut. Allen voran ist Serena Grandi ein echter Augenschmaus. Sie ist nicht nur der absolute Traum von einer Frau, sondern sie kann auch schauspielern. Dabei geizt sie natürlich nicht mit ihren Reizen, denn sie weiß genau was der Zuschauer - vorzugsweise männlich - hier sehen will. Es gibt große Brüste, knackige Ärsche und haarige Bekenntnisse.

 

Die Erotik des Filmes kommt sehr gut rüber, da Regisseur Lamberto Bava nur selten dieses Element als Lückenfüller verwendet. Der meist passende Soundtrack sorgt für die richtige Stimmung im Wohnzimmer und zieht den Zuschauer schnell in seinen Bann. Was hier auch nicht fehlen darf, sind ein paar gute Mordszenen. Auch diese sind zeitgemäß inszeniert und passen gut zum Rest des Filmes. Natürlich gibt es auch ein paar negative Elemente zu vermerken. Bei einigen Musikstücken hat man das Gefühl, dass sich die Macher zu sehr am amerikanischen Vorbild bedienen, denn schnelle Gitarrenmusik passt hier leider nicht. Das hätte man gar nicht nötig gehabt, denn der Rest des Soundtracks ist großartig. Natürlich gibt es auch hier ein paar schwachsinnige Szenen, wo das Opfer total dumm durch die Gegend rennt und dabei zufällig ihr Oberteil und ihre Hose verliert. Wer es mag, der wird hier seinen Spaß haben.

 

 

Die deutsche DVD von CMV Laservision ist komplett ungekürzt, was die deutschen Fans besonders freuen wird. Die Bildqualität geht absolut in Ordnung und bietet für das Alter des Filmes auch ein paar stimmungsvolle Artefakte. Manchmal mag ich diese alten Bildstörungen einfach. Beide Tonspuren sind in Ordnung, wobei der englische Ton ein wenig räumlicher klingt. Die deutsche Spur hingegen wirkt etwas dumpf. Dennoch muss erwähnt werden, dass der Film nicht in englischer Sprache gedreht wurde, sondern scheinbar auf Italienisch. Dadurch sind die Lippenbewegungen bei beiden Tonspuren nicht immer passend. Als Bonusmaterial warten ein paar Trailer und der alte deutsche Abspann auf den Käufer. Dieser kann wieder zwischen zwei verschiedenen Covermotiven wählen. Ich kann wirklich sagen, dass dies eine gute Veröffentlichung eines guten Filmes ist.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Nach den letzten Trash-Perlen aus dem Hause CMV bin ich nun froh, endlich mal wieder einen guten Streifen gesehen zu haben. „Das unheimliche Auge“ richtet sich vorweg an Fans von erotischen Krimis, die dem Ganzen die nötige Ernsthaftigkeit abgewinnen können. Wem Emmanuelle immer zu langweilig war, der kann hier mal einen Blick riskieren. Natürlich sind die hier gezeigten haarigen Bekenntnisse nicht mehr zeitgemäß, aber ist es nicht genau das, was ältere Filme oft ausmacht? Lasst euch von der Atmosphäre fesseln und ich garantiere ich einen spannenden Film, der wirklich zu unterhalten weiß. Viel Spaß beim Schauen.


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