Death of Superman

Death of Superman

Originaltitel: The Death of Superman
Genre: Action • Zeichentrick
Regie: Jake Castorena • Sam Liu
Laufzeit: DVD (81 Min) • BD (81 Min)
Label: Warner Home Video
FSK 16

Death of Superman   23.08.2018 von LorD Avenger

In einer Zeit des Friedens schlägt ein Meteor auf der Erde ein und befreit ein darin gefangenes Monster, das nur die Ziele Kämpfen, Zerstören und Töten kennt. Selbst die vereinte Justice League ist ihm nicht gewachsen...

 

Inhalt

 

Alles ist ruhig. Die Menschen der Erde gehen ihren gewohnten Gängen nach und selbst die Justice League hat Zeit, um Batman zum Elternabend seines Sohnes und Flash auf Dates gehen zu lassen. Superman ist das große unangefochtene Symbol des Friedens und viele Menschen sind die Unbekümmertheit in Person, allein weil sie auf den Man in blau und rot setzen und Vertrauen haben, dass er immer da ist und alles richten wird. Genau zu dieser Zeit schlägt ein Meteor in den Atlantik ein und lässt das Monster Doomsday auf die Menschheit los. Der Koloss tötet und zerstört ohne jeden Gedanken und dass mit einer Kraft, die Superman ebenbürtig ist. So kommt es auch, dass selbst die vereinte Justice League mit Green Lantern und Wonder Woman innerhalb von Minuten besiegt ist. Die einzige Hoffnung lastet also erneut auf den Schultern von Superman, doch auch der hat kein leichtes Spiel...

 

Da absolut nichts zu Doomsday, seiner Entstehung oder seiner Herkunft im Film erklärt wird, möchte ich kurz einen Crashkurs zur Comic-Historie geben: Doomsday, ursprünglich "The Ultimate" getauft, lebte bereits lange vor den humanoiden Kryptoniern auf Supermans Heimatplaneten Krypton. Ein Wissenschaftler namens Bertron nutzte die lebensfeindlichen Bedingungen auf dem Planeten, um eine beschleunigte Evolution voranzutreiben mit dem Ziel, das perfekte Lebewesen zu erschaffen. Er setzte ein Baby auf dem Planeten aus, das innerhalb kürzester Zeit starb. Die Überreste wurden aufgesammelt, das Baby geklont und der Prozess mehrfach wiederholt. Die unvorstellbaren Schmerzen dieser nicht enden wollenden Kette von Toden verankerte sich in den Genen der Kreatur, die sie alles Leben hassen ließ. Als er schließlich stark genug war Krypton zu überleben, tötete er seinen Erschaffer und begann die Zerstörungsreise durch das Universum. Er tötete die Bevölkerungen ganzer Planeten und tausende Green Lanterns, bevor die Königsfamilie des Planeten Calaton es vollbrachte ihn umzubringen. Da er einer Beerdigung unwürdig war, verbannte man ihn in seinem Sarg ins All, worin er schließlich auch auf der Erde landete.

 

Die Macher des Films beschreiben im Bonusmaterial sehr schön und anschaulich in Bezug auf den gleichnamigen Comic aus den frühen 90er-Jahren, welche Stimmung sie etablieren wollten. Es ging darum, die Wichtigkeit von Superman zu unterstreichen, zu zeigen, dass er nicht nur ein Superheld ist, sondern ein globales Symbol für Frieden und Sicherheit. Man baute bewusst viele Nebencharaktere ein, die dem Zuschauer dieses Gefühl äußerst glaubhaft vermittelten. Besonders als die stolzen Kämpfer der Justice League, inklusive Batman, Green Lantern, Aquaman, Cyborg, Flash und Wonder Woman innerhalb kürzester Zeit dahingerafft werden und auch auf Superman bauen wird klar, dass die Welt ihn braucht - und das bei Comic-Erscheinung wohlgemerkt in einer Zeit, in der kaum noch jemand Superman lesen wollte.

 

Bildergalerie von Death of Superman (7 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Der Film, in deutscher und englischer Sprache abspielbar, überzeugt von Beginn an mit schönen Zeichnungen im typischen DC-Universe-Stil (siehe auch Gotham by Gaslight), gepaart mit kräftigen Farben, die besonders auf einem großen Bildschirm wunderbar zur Geltung kommen. Der Sound ist gerade in den zahlreichen Action-Szenen super und auch wenn die deutsche Synchronarbeit gut gelungen ist, finde ich doch besonders das Staraufgebot unter den Originalsprechern beeindruckend (u.a. Nathan Fillion (Firefly) als Green Lantern). Auch das Bonusmaterial hat mich begeistert mit einer Vorschau und etwas Hintergrund für die für 2019 geplante Fortsetzung Reign of Superman sowie umfassendes Hintergrundwissen zur Geschichte Death of Superman an sich mit vielen Bezügen zur Comicvorlage.


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

Obwohl - oder gerade weil - ich Superman als Superhelden überhaupt nicht zu schätzen weiß und langweilig finde, ist dieser Film emotional ziemlich eingeschlagen. Das Etablieren der globalen Stimmung hinsichtlich Superman als Symbol, bevor mit Doomsday dann die nahezu aussichtslose Apokalypse hereinbricht. Batman v. Superman - der zumindest zum Ende hin ebenfalls diese berühmte Geschichte aufgreift - hätte sich eine gehörige Portion hiervon abschneiden können, denn während die Realverfilmung so schrecklich war, dass ich sogar komplett vergessen hatte, dass Superman am Ende stirbt, wird mir Death of Superman noch lange in Erinnerung bleiben als ein Film, der mir die Augen leicht bewässert hat. Ich mag den glatten, etwas kantigen Zeichenstil, auch wenn er ab und zu ein paar mehr Details vertragen könnte. Genauso hatte ich oft den Eindruck, dass an den Animationen etwas gespart wurde und man auf nicht wenige der sogenannten In-Betweens verzichtet hat, also gezeichneten Bewegungs-Frames zwischen zwei Positionen, die die Bewegung flüssiger erscheinen lassen. Als Ausgleich gibt es dafür tolles Bonusmaterial für Interessierte an der Comic-Buch-Historie und nette Eastereggs im Film, wie aus dem Superman-Film von 1978 übernommene Dialoge zwischen Clark und Lois, einem Star Lab, das verblüffende Ähnlichkeit mit dem Gebäude aus der Flash-Serie aufweist.


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