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Demon Warriors (Black Edition)
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BEWERTUNG |
07.09.2011 von TobiWie meine letzte Rezension zum Film „Fireball“ zeigt, sind Filme aus Thailand doch immer etwas sehr Spezielles. Die Geschichten sind meistens total hohl, aber dafür wird der Zuschauer mit genialen und atemberaubenden Action-Szenen verwöhnt. Laut der Beschreibung und dem Cover von dem mir vorliegenden „Demon Warriors“, scheint das hier nicht anderes zu sein. Der Film wird als die dunkle und brutale Version von „X-Men“ beschrieben und verspricht nach „Ong-Bak“ das nächste Meisterwerk aus Thailand zu sein. Lest selbst, was euch hier erwartet...
Viele Menschen fragen sich immer wieder, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Für den jungen Taesit soll diese Frage bald beantwortet werden. Er trifft eines Tages auf einen Mann namens Sadok. Dieser ist ein sogenannter Opapatika, ein Unsterblicher mit übernatürlichen Fähigkeiten. Zu diesen Fähigkeiten gelangt man nur, wenn man sich selbst umbringt, um somit auf die nächste Existenzebene zu gelangen. Sadok verlangt von Taesit Selbstmord zu begehen, um ein Opapatika zu werden. Als er dies getan hat, besteht seine Aufgabe nun darin andere seinesgleichen zu finden und zu Sadok zu bringen. Doch das klingt leichter gesagt, als getan, denn die anderen Unsterblichen besitzen die verschiedensten Fähigkeiten, um sich einer Gefangennahme zu entziehen. Es kommt zu einem unerbittlichem Kampf zwischen den Unsterblichen, bei dem es nur Verlierer geben kann.
Beim Schreiben dieser Inhaltsangabe ist mir aufgefallen, wie hohl die hier gezeigte Geschichte tatsächlich ist. Ich habe versucht es so verständlich wie möglich zu schreiben, was mir wirklich sehr schwer gefallen ist. Zu verwirrend und unlogisch sind diverse Szenen, welche den Zuschauer mit purer Langeweile schwächen. Wie aber bereits in meiner Einleitung erwähnt, soll ja hier die Action mehr im Vordergrund stehen. Das trifft auf „Demon Warriors“ auf zu 100% zu, denn die Action-Szenen geben von Anfang an Vollgas. Hier wird geschossen, gemetzelt, geschrien, gehackt und gestochen, bis es keinen Morgen mehr gibt. Der Bodycount lässt dabei keine Wünsche übrig, denn hier wird im Akkord gestorben. Das Ganze wird auch noch extrem blutig dargestellt, sodass die Gore-Hounds unter uns auf alle Fälle auf ihre Kosten kommen sollten. Anfangs dachte ich mir auch, dass es ruhig so weiter gehen kann, aber mit der Laufzeit wird das Gezeigte immer langweiliger. Die Metzeleien sind später kaum sehenswert, denn sie wiederholen sich einfach immer wieder. Dem Zuschauer wird hier einfach nichts Neues geboten, was dann leider nur noch nervt. Auch die Schauspieler sind weit von etwas wie „Talent“ entfernt und wirken wie Statisten aus einer GZSZ-Folge. Der Soundtrack bleibt ebenfalls nicht im Ohr hängen und plätschert mehr oder weniger vor sich hin. Einzig die düstere Atmosphäre und das tolle Setting können noch ein wenig des Filmes retten. Hier wurde auf jeden Fall einiges richtig gemacht. Doch leider reicht das natürlich nicht aus, um einen guten Film abzuliefern. Was übrig bleibt, ist eine durchschnittliche blutige Schlachtplatte, die man schnell wieder vergessen hat.
Kommen wir nun zur Blu-ray-Veröffentlichung innerhalb der Black Edition. Der Film soll hier angeblich in ungekürzter Form vorliegen, was ich prinzipiell bestätigen kann. Allerdings gab es am Ende eine Szene, in der einem Kämpfer der Kopf abgetrennt wurde, was man überhaupt nicht gesehen hat. Beide Kämpfer halten sich fest und in der nächsten Szene hat einer der beiden keinen Kopf mehr. Vielleicht gehört das aber so in den Film. Das Bild der Blu-ray kann leider nicht überzeugen. In dunklen Szenen rauscht es viel zu stark, was dem Filmgenuss ein wenig trübt. Es sind zwar viele Farbfilter und Effekte im Einsatz, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das so gewollt war. Auch der Ton macht keine gute Figur. Die Synchronisation ist irgendwie in Ordnung, aber stellenweise sind Bild und Ton asynchron, was total nervt. Des Weiteren kann man hier auch nicht von HD-Ton reden, weil hier keinerlei Dynamik rüber kommt. Der Schuss einer Pistole klingt wie ein sanftes Rauschen im Wind. Beim Bonusmaterial gibt es das Übliche zu bestaunen, was für den Käufer auf alle Fälle okay ist.
Das Fazit von: Tobi
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