Detektiv Conan – 21. Film: Der purpurrote Liebesbrief

Detektiv Conan – 21. Film: Der purpurrote Liebesbrief

Originaltitel: Meitantei Conan Kara Kurenai no Love Letter
Genre: Anime • Krimi
Regie: Kobun Shizuno
Laufzeit: DVD (113 Min) • BD (113 Min)
Label: Kazé Anime Studio
FSK 12

Detektiv Conan – 21. Film: Der purpurrote Liebesbrief   20.12.2018 von LorD Avenger

Der inzwischen einundzwanzigste Ableger der Detektiv Conan-Filmreihe war erst vergangenes Jahr in japanischen Kinos zu sehen und erscheint nun auf DVD und Blu-ray bei KAZÉ Deutschland. Wieder einmal entführt der kleine Detektiv uns nicht nur in die Welt der kniffligen Kriminalfälle, sondern auch in die der japanischen Kultur...

 

Inhalt

 

Conan, Kogoro, Heiji und ihre Freunde sind Gäste in einem Fernsehstudio, in dem gerade die Probeaufnahmen für ein Karuta-Turnier stattfinden. Bei Karuta handelt es sich um ein offizielles japanisches Kartenspiel, das es bereits seit Anfang des 19. Jahrhunderts gibt. Während es sich bereits großer Beliebtheit in Japan erfreut, fand 2012 auch erstmals ein internationales Turnier mit Teilnehmern aus den USA, China, u.a. statt. Karuta-Spiele bestehen aus zwei 100-Karten-starken Decks - die einen Karten zeigen die Zeichnung eines Dichters sowie ein komplettes Tanka-Gedicht und das andere Deck bezieht sich auf diese Karten, zeigt allerdings nur das Ende des jeweiligen Gedichts. Von letzteren werden zufällig 25 Stück von jedem Spieler ausgesucht, der diese anschließend in drei Reihen vor sich auslegt. Nachdem sie 15 Minuten bekommen, um die Auslage im Gedächtnis zu behalten, beginnt ein Vorleser mit dem Rezitieren eines der 100 Gedichte. Die beiden Spieler müssen nun schnellstmöglich das Gedicht erkennen und das korrespondierende Endstück auf dem gesamten Spielfeld finden - wer es zuerst berührt, darf die Karte behalten. Der Spieler, dessen Seite zuerst keine Karten mehr hat, gewinnt. Ich erkläre das hier auch nur so ausführlich, weil der Film es tatsächlich erfordert, um ihm folgen zu können - wodurch ihr, liebe Leser, nun schon mal einen großen Vorteil im Vergleich zu mir habt.

 

Besagtes Fernsehstudio wird jedenfalls Opfer eines Bombenanschlags und weil es nicht bei der einen Explosionen bleibt, liegt die Vermutung nahe, dass der Täter es auf jemanden oder etwas Bestimmtes abgesehen hat. Wie es das Schicksal so will, muss Heijis Fast-Freundin Kazuha (die beiden führen eine ähnliche Fast-Beziehung wie Ran und Shinichi) in Folge des Anschlags als Ersatzgegnerin gegen den jungen weiblichen Champion Momiji Ooka antreten, die ihr Auge ebenfalls auf Heiji geworfen hat und felsenfest behauptet, dass die beiden in Folge eines Versprechens verlobt wären. Auch Heijis Mutter hat einen Auftritt im Film als ehemaliger Karuta-Champion, während ein weiterer talentierter Spieler ermordet wird und Verbindungen zu Momiji auftauchen...

 

Bildergalerie von Detektiv Conan – 21. Film: Der purpurrote Liebesbrief (3 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Da wir inzwischen auch mit der eingedeutschten Filmreihe so gut wie in der Gegenwart angekommen sind, können wir zurecht ein hohes Niveau an technischer Umsetzung sowie Animation erwarten und werden hier auch nicht enttäuscht. Mit dem herbstlichen Japan und dem Shinto-Schrein im rotbraunen Wald hat man hier zudem ein wunderschönes Motiv gefunden, das höchstens von dem Original zu toppen ist und eine sagenhafte Atmosphäre vermittelt. Zum Bonusmaterial zählen neben ein paar Trailern wie immer auch ein Booklet mit weiterführenden und erklärenden Informationen zur Handlung.

 

©2017 GOSHO AOYAMA/DETECTIVE CONAN COMMITTEE All Rights Reserved Under License to VIZ MEDIA SWITZERLAND SA Animation produced by TMS ENTERTAINMENT CO., LTD.


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

Der purpurrote Liebesbrief ist ein optisch wunderschöner Anime-Film, der den Herbst in Kyoto genauso umwerfend einfängt wie er auch überzeugende Feuereffekte darstellt. Leider ist die Handlung dieses Mal extrem auf das japanische Publikum ausgelegt und verpasst seine Chance dem Zuschauer eine Einführung in das sehr japanische Karuta-Thema zu geben, ohne die er leider fast über die gesamte Laufzeit mit drei Fragezeichen über dem Kopf dasitzt. Auch rückt Heiji Hattori hier wieder mehr in den Vordergrund und hängt Conan damit ein wenig ab, obgleich die Vorgeschichte mit dem Kindheitsversprechen mit einem Mädchen doch sehr an den siebten Conan-Film (Die Kreuzung des Labyrinths) erinnert. Es ist immer schön die Charaktere aus Osaka länger zu sehen und besser kennenzulernen, wobei noch mehr als Heiji dieses Mal tatsächlich Kazuha im Vordergrund steht und die stets sehr schnell sehr anstrengend werden kann.


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