Detektiv Conan: Das 14. Ziel

Detektiv Conan: Das 14. Ziel

Originaltitel: Meitantei Conan: 14 banme no target
Genre: Anime • Krimi
Regie: Kenji Kodama
Laufzeit: BD (100 Min)
Label: Kazé Anime Studio
FSK 6

Detektiv Conan: Das 14. Ziel   28.04.2018 von LorD Avenger

Ein Serienmörder hat es auf Familie und Freunde von Detektiv Kogoro Mori abgesehen und attackiert sie nach den Zahlen eines Kartenspiels...

 

Der zweite Kinofilm des Detektiv Conan-Franchises erschien 1998 in Japan und nachdem Conan selber namentlich von Sir Arthur Conan Doyle inspiriert wurde, haben wir den Plot dieser Geschichte eher Agatha Christie zu verdanken. Die Morde des Herrn ABC mit einem Serienmörder, der seine Opfer nach dem Alphabeth aussucht, um die Ermittler zu verwirren, ähnelt dem Konzept im Film stark, wo der Mörder systematisch klassische Spielkarten durchgeht und seine Opfer nach den Zahlenwerten in ihren Namen auswählt. Der spätere Teil der Geschichte hingegen basiert zeitgleich eher auf Christies Roman Und dann gab's keines mehr, in dem einige Leute auf eine abgelegene Insel eingeladen und anschließend der Reihe um gekillt werden. Als Hommage erwähnt Conan im Film sogar Christies Romandetektiv Hercule Poirot.

 

Faszination Serienmörder

 

Serienkiller üben in Krimis ohnehin immer eine besondere Faszination auf mich aus, aber diejenigen mit System und Visitenkarte stehen ganz besonders hoch im Kurs. Das Konzept, die Spielkartenwerte mit den Personen in Verbindung zu bringen funktioniert wie im Film natürlich nur in einer Sprache mit so komplexen Schriftzeichen wie dem Japanischen, die unterschiedlich gedeutet, gelesen oder aus verschiedenen Elementen bestehen können. Da das in Detektiv Conan aber immer sehr schön visualisiert wird, erscheint es auch einem Japanisch-Analphabeten weitestgehend plausibel und für das Aufdecken des Mörders ist es ohnehin nicht von Relevanz. Dieser hat, wie auch schon der Bombenleger im ersten Film, ein ziemlich kreatives und ausgefallenes Motiv für sein Handeln.

 

Vom eigentlichen Fall abgesehen ähnelt auch Das 14. Ziel seinem Vorgänger in sämtlichen positiven Punkten. Die dieses Mal sehr zahlreichen Charaktere kommen allesamt nicht zu kurz, altbekannte Protagonisten bekommen zusätzliche, aus der Serie bisher nicht bekannte Hintergrundinformationen (wie den Trennungsgrund von Kogoro und Rans Mutter) und nicht zu pompöse, übertriebene Actionelemente lassen alles wirken, wie ein besonders lange und spannende Serienepisode. Tatsächlich hat alles so gut zusammengespielt, dass ich Der dunkelste Albtraum fast in seiner Position als meinem Lieblings-Conan-Film bedroht sehe.

 

Bildergalerie von Detektiv Conan: Das 14. Ziel (7 Bilder)

Details zur Blu-ray

 

Bild und Ton wirken trotz ihrem Alter absolut zeitgemäß und sind natürlich der ursprünglichen Präsentation auf der Leinwand geschuldet. Als erfreuliches i-Tüpfelchen gibt es bei der neuen Blu-ray-Veröffentlichung neben einem Wendecover auch ein umfangreiches, hochwertiges Booklet mitgeliefert, dass Konzeptzeichnungen und Hintergrundinformationen mitliefert. Warum ausgerechnet der Film mit einem Serienkiller FSK-technisch aus dem Rahmen fällt und mit 6 Jahren empfohlen wird, kann ich allerdings nicht nachvollziehen...

 

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Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

Das 14. Ziel macht schon wie der Vorgänger so ziemlich alles richtig und sogar noch einen kleinen Hauch besser, so dass der zweite Detektiv Conan-Film beinahe die Spitze meines persönlichen Treppchens erstürmt. Die erhaltene, bodenständige Stimmung aus der Serie mit viel Fokus auf die alten Haupt- und die neuen Nebencharaktere bindet den Zuschauer und macht die ohnehin schon sehr spannende Serienkiller-Handlung noch aufregender. Ein absoluter Volltreffer, der sich zurecht von Agatha Christie inspirieren lassen darf.


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