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Die Hüter des Lichts
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BEWERTUNG |
03.01.2013 von PanikmikeAm 29.11.2012 startete der neue Dreamwork-Film in den deutschen Kinos. Wie es heutzutage üblich ist, kam parallel dazu ein Videospiel heraus. Der Spieler darf mit ein paar Fantasiegestalten in eine kindliche Welt eintauchen und muss versuchen, den schwarzen Mann Pitch zu besiegen. In einem vereinfachten Spielprinzip á la Diablo dürfen bis zu vier Spieler in den Krieg ziehen …
Wir alle glauben an den Weihnachtsmann, den Osterhasen, den Sandmann oder aber auch an die Zahnfee, oder etwa nicht? Diese Helden versüßen uns jährlich diverse Feiertage und zaubern Kindern in aller Welt ein Lächeln ins Gesicht. Wäre doch schlimm, wenn es diese Sagen-Figuren auf einen Schlag nicht mehr gäbe. Genau diese Missetat müssen wir in Die Hüter des Lichts verhindern, denn der Bösewicht Pitch und seine Schattenarmee machen den Kindern Angst und bringen sie zum weinen. Zugleich verlieren diese dann den Glauben an unsere Helden, die deshalb schwächer und schwächer werden.
Die Geschichte rund um Die Hüter des Lichts
Im ersten Augenblick hört sich die Geschichte rund um die Sagen-Gestalten sehr gut an, leider ist dieser Gedanke nach kurzer Zeit verflogen. Die Story wird nach und nach mit bewegten Standbildern erzählt, was für Kinder definitiv nicht ausreicht, um in den Bann gezogen zu werden. Kinder wollen mittendrin sein und wollen was erleben. Ohne Erlebnisfaktor ist
Die Abenteuer der Helden Der Spieler übernimmt einen von fünf Charakteren, welche unterschiedliche Fähigkeiten haben. Jederzeit kann man zwischen ihnen per Tastendruck wechseln und somit seinen Lieblingscharakter spielen. Der Weihnachtsmann, der Osterhase, der Sandmann, die Zahnfee oder Jack Frost – wer darf es denn sein? Jeder von ihnen hat unterschiedliche Angriffe und auch Spezialfähigkeiten, die nach und nach freigeschalten werden. Pro Aufstieg dürfen Punkte verteilt werden, welche die Helden stärker, schneller oder zäher machen.
Das Alles hört sich stark nach Diablo für Kinder an, leider fehlt dafür aber noch viel. Der Grundsatz ist vorhanden, die Abwechslung dafür aber nicht. Der Spieler darf immer wieder dieselben Missionen absolvieren und bekommt schon nach unter einer Stunde einen Eindruck des kompletten Spiels. Mal hier eine Schatzkiste öffnen, mal hier ein Sammelobjekt finden, dort mal einen Punkt verteidigen oder mal dahinten einen Endboss besiegen. Ja Leute, das war es schon. Der Fokus des Spiels liegt auf einer noch nie dagewesenen Daumenakrobatik bzw. Fingerfitness. Wenn ich es mal übertrieben sagen darf: Die Hüter des Lichts ist der Buttonmasher des Jahrzehnts.
Spaßfaktor gleich Null? Dem ist allerdings auch nicht so. Das Spiel kann durchaus unterhalten, auch wenn sich die Missionen permanent wiederholen und auch im Gegnerdesign keine Highlights präsentiert werden. Das Spiel selbst ist sichtlich für Kinder ausgelegt, allerdings hat dann das Siegel der USK von 12 Jahren nichts zu suchen. Kinder in dem Alter haben eine gewisse Anforderung, was das Spiel nicht erfüllen kann. Jüngere Kinder haben an Die Hüter des Lichts sicherlich mehr Spaß, dürfen es jedoch eigentlich nicht spielen. Doch weg von der typischen USK-Diskussion!
Die Entwickler haben sich dennoch Gedanken gemacht, denn alleine der Vier-Spieler-Modus ist spaßig. Ist das Sofa mit Gamern gefüllt, so kann das Spiel auch über längere Zeit unterhaltsam sein, wenn man sich auf eine gewisse Eintönigkeit einstellt. An dieser Stelle sollte es aber nicht unerwähnt bleiben, dass bei vier gleichzeitigen Spielern auch ein Chaosfaktor auf dem Bildschirm herrscht. „Wer und vor allem wo bin ich?“ werden sich dann die Sofahelden öfters fragen. Wer deswegen keine Lust mehr hat, kann mittendrin aussteigen, zu jeder Zeit aber auch wieder einsteigen – funktioniert prima!
Die bunte Welt der Sagen Technisch gesehen kann Die Hüter des Lichts nicht überzeugen. Die verschiedenen Abschnitte sehen zwar nett aus und sind abwechslungsreich gestaltet, jedoch bewegt sich alles nicht annähernd in einem aktuellen Niveau. Die Animationen der Zwischensequenzen sind, wie oben schon erwähnt, ebenso nicht das Gelbe vom Ei. Die Akustik ist leider ebenso nur mittelmäßig gelungen. Die Stimmen der Protagonisten können zwar halbwegs überzeugen, dennoch klingen sie hin und wieder lustlos. Musikalisch wird Standardkost geboten, die Hintergrundbeschallung fällt zumindest nicht negativ auf. Das Fazit von: Panikmike
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