District 9

District 9

Originaltitel: District 9
Genre: Action • Science-Fiction
Regie: Neill Blomkamp
Hauptdarsteller: Sharlto Copley • Jason Cope • Nathalie Boltt
Laufzeit: ca. 108 Minuten
Label: Sony Pictures Home Entertainment
FSK 16

District 9    17.04.2010 von Panikmike

Seit Jahren versuchen Werbestrategen, sich etwas Neues einfallen zu lassen, um die Kinogänger bzw. den Leuten zuhause vor dem Bildschirmen neugierig zu machen. Blairwitch Projekt war eines der Clous in den vergangenen Jahren. Danach kam der Geniestreich Cloverfield. Hier wurden immer nur kleine Ausschnitte aus dem Film im Internet verstreut. Man muss sich heutzutage schon was einfallen lassen, um bei der Fangemeinde zu punkten. Das dachte sich auch "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson, der auch hier eine etwas andere Werbekampagne eingeleitet hat. Einige Zeit bevor der Film in die Kinos kam, stellte er in verschiedenen Städten in Amerika Warnschilder „Nur für Menschen“ auf. Sollte man eine andere Spezies entdecken, so soll man diese bitte melden. Untermalt war das Ganze nur per Minivideos im Internet, doch die ganze Kampagne ging auf. Der Film selbst ist klasse und auch die Fans waren begeistert. In den ersten Tagen spielte der Film über 35 Mio. Dollar ein. Doch nun zur Geschichte…

Vor rund 20 Jahren tauchte in Johannesburg ein riesiges Raumschiff auf. Damals wussten die Menschen nicht, warum die Aliens gelandet sind. Heute wissen sie, es war purer Zufall – sie strandeten quasi auf unserem Planeten. Die Menschen reagierten schnell, sie bauten unter dem Raumschiff ein Lager mit dem Namen „District 9“. Dieses beherbergte fast zwei Millionen Außerirdische, die aber unter erbärmlichen Verhältnissen leben mussten. Doch wie es auch bei den Menschen sichtbar ist, schlich sich hier Gewalt und Aggression ein. Die Organisation MNU (Multi-National-United) erhoffte sich Einiges von den Aliens. Sie wollten ihre Waffentechnologie erforschen, doch sie stellten relativ schnell fest, dass diese an die DNA der Fremden gebunden ist. Da alles immer schlimmer wird und auch die Menschen immer mehr Hass aufbauen, beschließt die MNU, das Lager zu verlegen. Wikus Van De Merwe (Sharlto Copley) ist Leiter dieser Operation. Er muss sicherstellen, dass alles geregelt abläuft und jedes Alien unbeschadet im neuen Quartier ankommt. So macht er sich auf den Weg ins Lager und möchte von jedem Außerirdischen eine Unterschrift, so dass er sicher gehen kann, dass er selbst alle informiert hat. Er will, dass alles friedlich abläuft. Doch so einfach ist das mit einer anderen Spezies nicht, er wird während seines Auftrags verwundet. Relativ schnell merkt er, dass der Kontakt zu der Flüssigkeit der Aliens nicht gut für ihn war. Langsam mutiert er und die MNU versucht, ihn unter Verschluss zu halten. Ihm bleibt nur eine Chance, die Flucht in „District 9“

District 9 wirkt sehr realistisch, die Produzenten schufen ein Werk, das es in sich hat. Die Geschehnisse sind sehr real, auch wenn es natürlich nicht der Konflikt zwischen Außerirdischen und den Menschen ist. Parallelen zum Rassenhass und dessen Folgen sind klar und deutlich zu erkennen. Die Aliens selbst sind fast komplett mit dem Computer animiert worden, was man aber nicht merkt. Sie passen unglaublich gut in den Film, man merkt ihre Herkunft eigentlich nicht. Die Action kommt hier auch nicht zu kurz, alles wirkt nicht so aufgesetzt wie bei anderen Science-Fiction Produktionen. Die Kombination aus Drama, Unterhaltung und Action ist sehr gut gelungen, jedoch muss man auch erwähnen, dass District 9 kein Mainstream Film ist. Er schwebt ein wenig zwischen Film und Dokumentation, wobei der Doku-Part gering ausfällt.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich fand den Film schon im Kino klasse und hab ihn auf DVD ebenso genossen. Er ist gute Unterhaltung, die von einem Standardfilm abweicht. Die Bild- und Tonqualität kann auf DVD überzeugen, wobei ich mit einem HD-Fernseher eher zur Blu-ray greifen würde. Wer Cloverfield gut fand, der wird District 9 lieben. Der politische Inhalt wurde schön umgesetzt, aber trotzdem nicht extrem offensichtlich dargestellt. Doch für genügend Zündstoff sorgt er allemal. Alles in Allem sieht der Film gut aus, er unterhält und bringt individuellen Stoff ins Genre. Wir wollen mehr davon oder gleich Teil 2!


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