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Dracula im Schloß des Schreckens
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BEWERTUNG |
27.01.2012 von TobiVom guten alten Dracula gibt es wirklich etliche Verfilmungen. Diese hier zu benennen und aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Natürlich gibt es dabei einige gute, aber auch viel zu viele miese Filme. Man hat halt schon immer versucht, aus einem bekannten Thema so viel Geld wie möglich herauszuholen. Der mir heute vorliegende „Dracula im Schloss des Schreckens“ war mir bisher nicht bekannt. Mit Klaus Kinski in einer der Hauptrollen sieht dieser Film aber sehr vielversprechend aus. Es handelt sich hierbei um eine italienische Produktion aus den 70er Jahren...
Edgar Allan Poe (gespielt von Klaus Kinski) ist ein bekannter Autor für gruselige Geschichten. Er behauptet felsenfest, dass alles, was er schreibt, der Wahrheit entspricht und er es auch selbst erlebt hat. Der amerikanische Journalist Alan Foster (gespielt von Anthony Franciosa) will der Sache genauer auf den Grund gehen und arrangiert ein Interview mit ihm. Ihrem Zusammentreffen wohnt der dubiose Lord Blackwood bei, der Alan eine Wette anbietet. Er bietet ihm zehn Pfund Sterling Silber an, sollte er eine Nacht in seinem Schloss Providence überleben. Alan lässt sich trotz vieler Warnungen auf die Wette ein und betritt mit einer Schusswaffe versehen, das Schloss. Seine anfängliche Begeisterung für das alte Gebäude wird durch die Anwesenheit der schönen Elisabeth (gespielt von Michelle Mercier) noch verstärkt. Doch schnell bemerkt er, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugehen kann, denn Elisabeth und alle weiteren auftauchenden Personen sollten eigentlich tot sein.
Einige der Geschichten von Edgar Allan Poe sollten uns aus der Schulzeit noch bekannt sein. Umso interessanter ist es zu sehen, wie er scheinbar an den Stoff für seine Geschichten gekommen ist. Dabei geht Klaus Kinski in seiner Rolle wieder einmal total auf und schafft es, den verrückten Schriftsteller mehr als authentisch zu verkörpern. Er war halt einfach einer der genialsten Schauspieler überhaupt. Die Geschichte, die sich nun rund um den Journalisten Alan Foster entwickelt, ist wirklich super. Man kann das Ganze eigentlich in zwei Teile spalten. Der erste Teil ist ein sehr klassischer Horrorfilm, in dem bekannte Elemente, wie das Heulen des Windes, das Knarren der Türen und das Heulen der Wölfe zum Tragen kommen. Die Schlosskulisse wirkt dabei total beängstigend und die passenden Geräusche und Klänge sorgen für Gänsehaut pur. Lange konnte ich mich nicht mehr so gruseln, wie hier.
Nach dem das Ganze dann auf eine Geistergeschichte hinaus läuft, schlägt der Film in eine andere Richtung. Die Gruselelemente werden reduziert und das Gezeigte konzentriert sich nun auf die Schicksale der Personen, die eigentlich tot sein sollten. Dem Zuschauer wird hier genau gezeigt, was einst in dem Schloss passiert ist und warum es noch niemand lebend herausgeschafft hat. Das ist natürlich für die Geschichte sehr interessant, aber leider verliert der Film hier deutlich an Spannung. Das fand ich persönlich ein wenig schade, denn ich konnte kaum glauben, dass mich ein so alter und für mich unbekannter Film so gut unterhalten kann. Dennoch wird der Film jetzt keineswegs schlecht. Insgesamt ist „Dracula im Schloss des Schreckens“ ein guter altmodischer Horrorfilm im klassischen Stil, der allerdings fast gar nichts mit Dracula zu tun hat. Das könnt Ihr Euch dann aber selbst ansehen.
Die DVD aus dem Hause CMV Laservision ist mit einer Freigabe ab 16 Jahren versehen, was für das gezeigte Bildmaterial total in Ordnung ist. Ich weiß leider nicht, ob der Film ungekürzt ist, denn einige Schnitte, besonders am Ende, kamen mir doch ein wenig merkwürdig vor. Die Bildqualität ist natürlich nicht besonders gut, da sie mit Artefakten und Störungen aufwartet. Aber genau das passt perfekt zu diesem Film und unterstreicht den altmodischen Look. Dadurch wirkt alles noch gruseliger und gespenstischer. Das Gleiche gilt natürlich auch für den Ton. Als Bonusmaterial bekommt der Käufer ein wenig Material aus der alten italienischen Fassung und einen Trailer spendiert. Ein Wendecover ist natürlich auch mit an Bord. Das Fazit von: Tobi
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