Dragonball Super - Box 1

Dragonball Super - Box 1

Originaltitel: Dragon Ball Super
Genre: Anime • Fantasy
Regie: Kimitoshi Chioka • u.a.
Laufzeit: DVD (425 Min) • BD (425 Min)
Label: Kazé Anime Studio
FSK 12

Dragonball Super - Box 1   17.01.2019 von LorD Avenger

Mit Dragonball Super entsteht die erste neue (offizielle) Dragonball-Geschichte seit 18 Jahren. Während der Manga immer noch fortgesetzt wird, wurde die Anime-Serie vergangenes Jahr mit 131 Episoden abgeschlossen - die ersten 17 sind in dieser Box enthalten...

 

Inhalt

 

Es ist noch nicht viel Zeit vergangen, seit Goku und seine Freunde den Dämonen Boo besiegt und somit die Kultserie Dragonball Z zu Ende brachten - zumindest hinsichtlich der Handlung, denn der originale Anime war tatsächlich bereits 1996 abgeschlossen. Die Z-Krieger und ihre Angehörigen genießen das friedliche Leben auf der Erde. Von seiner Frau Chichi in die Schranken gewiesen, musste sich Goku einen Job suchen, ihr Sohn Gohan studiert weiterhin mit Videl an seiner Seite, die Tochter von Großmaul Mr. Satan, der weiterhin als Retter der Menschheit gefeiert wird. Vegeta trainiert unermüdlich, um Goku endlich übertrumpfen zu können und auch bei allen anderen hat sich nicht viel getan. Bulma, die inzwischen reichste Frau der Welt, möchte aber endlich wieder alle beisammen haben und chartert für ihren Geburtstag ein riesiges Kreuzfahrtschiff, auf dem sie feiern möchte. Ausgelassen wird gefeiert, bis es kommt wie es kommen muss im Dragonball-Universum: Ein neuer Antagonist taucht auf und droht die Erde zu zerstören.

 

Dieser Jemand nennt sich Beerus und ist der zu früh aus seinem Schlaf erwachte Gott der Zerstörung, das Gegenstück zu den Kaios, welches das Universum im Gleichgewicht hält. Nur mit einer kleinen Fingerbewegung zerstört er ganze Planeten, wenn ihm etwas nicht passt - in der Regel, wenn ihm das Essen darauf nicht schmeckt. Zusammen mit dem mysteriösen Magier Whis streift er so durchs Universum auf der Suche nach dem "Super Saiyajin Gott", einem Wesen, das ihm in seinen Träumen erschienen ist und ihm ebenbürtig sein soll. Die meisten der verbliebenen Saiyajin leben auf der Erde, weshalb ein Besuch dort unvermeidlich ist. Und Goku, der bei der Aussicht auf einen so starken Gegner völlig aus dem Häuschen ist, muss schnell lernen, dass er Beerus nicht im Entferntesten das Wasser reichen kann...

 

Nachdem Dragonball GT eher mäßige Begeisterung bei Fans des Franchises ausgelöst hat, war ich auch bei Super erst einmal vorsichtig. Allerdings legten sich die Zweifel relativ schnell als die Wiedersehensfreude mit den ganzen Kindheitshelden aufkeimte. Die ganzen üblichen Verdächtigen trauten sich wieder ins Rampenlicht, darunter sogar die Oberniete Yamcha und der dreiäugige Tenshinhan, der eigentlich früher angekündigt hatte, dass man ihn nie wiedersehen würde. Eine besondere Überraschung war allerdings die Rückkehr von Prinz Pilaf und seiner Bande, die das letzte Mal während der ursprünglichen Dragonball-Serie relevant waren, als sie nach den sieben magischen Kugeln suchten, um die Weltherrschaft an sich zu reißen.

 

Selbst Antagonist Beerus erfüllt den Zuschauer eigentlich eher mit Heiterkeit, weil sowohl er als auch sein Sidekick Whis toll geschriebene Charaktere mit lustigen Eigenarten sind und im Gegensatz zu den bisherigen Dragonball-Bösewichten ist er auch nicht einfach nur größenwahnsinnig und böse, sondern er zerstört Welten, weil es seine Rolle als Gott im Gleichgewicht ist. Interessanterweise stellten die Autoren eine Vorgeschichte zur Figur her, die im Rahmen des Franchises weit zurück reicht - so erwähnt Beerus selber, dass er Freezer damals höchstpersönlich den Auftrag erteilt hätte, Gokus Heimatplaneten anzugreifen. Auch Vegeta erinnert sich beim Aufeinandertreffen mit dem Gott der Zerstörung an eine Szene aus seiner Kindheit, in der das violette Katzenwesen seinen Vater brutal unterworfen hatte.

 

Zugegeben, die Kämpfe sind nicht allzu spannend, aber wo ich nun erst kürzlich mit Dragonball Z Kai meine Erinnerungen auffrischen konnte und festgestellt habe, dass sie damals auch nicht gerade der Knaller waren, schockierte mich das nicht sonderlich. Seit Goku erwachsen ist besteht jeder Kampf in erster Linie nur noch aus dem Hin- und Herschießen von Energiebällen in variierender Größe. In den ersten Super-Episoden dieser Box kam leider noch ein leidiges Merkmal hinzu, für das Dragonball Z schon früher berüchtigt war: Das Hinziehen innerhalb eines Kampfes. Die Kämfper schweben minutenlang in der Luft, brüllen angestrengt und sammeln ihre Kräfte, während der Zuschauer darauf wartet, dass endlich etwas passiert. Wenn dann aber mal was passiert - wie das Auftauchen des Super Saiyajin Gottes - denkt man sich doch, dass das jetzt irgendwie eine ziemlich alberne Entstehungsgeschichte war, dass die nächste Saiyajin-Frisur mindestens eine zu viel ist inzwischen und das die ewige Kraftsteigerung irgendwann auch mal vorbei sein muss. Schließlich droht die gesamte Existenz im Universum ausgelöscht zu werden, nur von den Druckwellen, die beim Aufeinanderprallen der Schläge des Gottes und Beerus ausgesandt werden...

 

Bildergalerie von Dragonball Super - Box 1 (8 Bilder)

Details der Blu-rays

 

Die beiden Discs mit den ersten 17 Episoden präsentieren ein Dragonball, dass man sich optisch bereits bei Dragonball Z Kai gewünscht hatte. Intensive Farben, schöne Zeichnungen und kräftige Konturen - in manchen Nahaufnahmen sogar sehr kräftig, was ein äußerst interessantes Stilelement bildet. Viele der deutschen Stimmen sind dem Original entsprechend gleich geblieben - der Erzähler beispielsweise - allerdings wurden auch einige ausgetauscht, darunter ausgerechnet Goku selbst, was sehr gewöhnungsbedürftig ist. Am Ton selbst ist allerdings nichts auszusetzen und er ist den Actionszenen sehr zuträglich. Die Serie wurde ebenfalls mit einem neuen Intro samt mitreißendem neuen Titelsong ausgestattet.

 

Episodenguide:


  • Folge 01 - Die Belohnung für den Frieden. Wer erhält die 100 Millionen Zeni?
  • Folge 02 - Auf in den Ferienort! Vegeta macht einen Familienausflug?
  • Folge 03 - Wie geht der Traum weiter? Finde den Super Saiyajin Gott!
  • Folge 04 - Hol dir die Dragonballs! Pilaf und seine Bande haben einen Plan!
  • Folge 05 - Entscheidungskampf auf Meister Kaios Planet! Goku gegen Beerus!
  • Folge 06 - Verärgere nicht den Gott der Zerstörung! Eine aufregende Geburtstagsparty!
  • Folge 07 - Finger weg von meiner Bulma! Führt Vegetas Zorn zur Transformation?
  • Folge 08 - Goku trifft ein! Meister Beerus gewährt eine letzte Chance?
  • Folge 09 - Danke fürs Warten, Beerus! Ein Super Saiyajin Gott wird geboren!
  • Folge 10 - Zeig sie uns, Goku! Die Kraft des Super Saiyajin Gottes!
  • Folge 11 - Er geht weiter! Der Kampf Gott gegen Gott!
  • Folge 12 - Das Universum zerfällt in Stücke! Beim Kampf der Götter knallt es gewaltig!
  • Folge 13 - Los, Goku! Übertriff den Super Saiyajin Gott!
  • Folge 14 - Das hier ist meine gesamte Kraft! Der Kampf der Götter wird endlich entschieden!
  • Folge 15 - Unser Held, Mr. Satan! Die Herausforderung aus dem Weltall!
  • Folge 16 - Vegeta wird Schüler? Bezwinge Whis!
  • Folge 17 - Pans Geburt! Goku macht eine Trainingsreise!

 

 

©Bird Studio/Shueisha, Toei Animation Film©2015 Toei Animation Co., Ltd.


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

In den letzten Episoden von Dragonball Z gab es ja bereits einen Ausblick 10 Jahre in die Zukunft, weshalb man sich bei Super erst einmal zeitlich einordnen muss, da es lediglich 4 Jahre nach dem Kampf gegen Boo spielt. Einige Charaktere - speziell im Nachwuchs - die man also bereits gesehen hat, gibt es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Mr. Satan hat auch noch keine Halbglatze und Vegeta keinen merkwürdigen Schnurrbart. Eine von Grundauf neue Geschichte also... zumindest fast, denn die ersten beiden Arcs sind ausführlichere Erzählungen der beiden Filme Battle of Gods und Resurrection "F". Trotz intensiver Zweifel, ob es tatsächlich dazu kommen würde, habe ich den Auftakt der Serie aber genossen - die ausgelassene Stimmung durch alle 17 Episoden und die amüsanten, gut geschriebenen neuen Antagonisten Beerus und Whis machen genauso Spaß, wie einen unterwürfigen Vegeta zu sehen. Auf die Kämpfe hätte ich tatsächlich verzichten können, weil die einfach nie mehr so spannend und clever sein werden wie in den ursprünglichen Dragonball-Folgen mit einem kindlichen Goku, aber letztlich gehören sie natürlich dazu. In diesem Fall ein akzeptables "Übel".


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