Evolution - Der Einstieg

Evolution - Der Einstieg

Genre: Familienspiel
Autor: Dominic Crapuchettes
Spieleverlag: Schmidt Spiele
Empfohlenes Alter: Ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Anzahl Spieler: 2 - 5 Spieler

Evolution - Der Einstieg   18.04.2017 von MarS

Die Evolution basiert schon immer auf "Fressen und gefressen werden" sowie dem "Überleben des Stärkeren". Dieses Prinzip ist auch Grundlage für das Spiel Evolution, welches wir uns in der ein wenig abgespeckten Variante Evolution - Der Einstieg für Euch angesehen haben...

 

Spielbeschreibung

 

Friedlich versammeln sich die Tierherden um das Wasserloch, um zu fressen. Ist genügend Nahrung vorhanden, wächst auch schnell die Population. Doch wehe, wenn sich ein Fleischfresser nähert. Dann überleben vor allem die Tiere, die besonders schnell rennen oder sogar fliegen können. Es sei denn, der Fleischfresser hat sich ebenfalls weiterentwickelt … Dann helfen nur noch kräftige Hörner, an denen sich der Fleischfresser wenigstens mal die Zähne ausbeißen kann. Evolution - Der Einstieg ist gegenüber dem Großspiel stark vereinfacht und auf das Grundlegende reduziert. Das Spielprinzip ist schnell verstanden und gelernt. Weiterhin gilt es, sich mit vielfältigen Möglichkeiten dem täglichen Überlebenskampf der Urzeit zu stellen. 

 

Die Verpackung, das Material und die Vorbereitung

 

Der Umkarton von Evolution - Der Einstieg misst ca. 13 x 18 cm und ist sehr farbenfroh und ansprechend gestaltet. Innenliegend findet man zunächst die Spielanleitungen (eine Kurzspielanleitung sowie die ausführliche Anleitung), und die Nahrungsmittel-Chips, welche aus stabilem Karton gefertigt wurden und zunächst aus einem vorgestanzten Bogen gedrückt werden müssen. Darunter befinden sich die eingeschweißten Spielkarten, ein Sichtschirm in fünffacher Ausfertigung sowie eine leere Aufbewahrungstüte, in welcher später die Nahrungs-Chips Platz finden. Die Karten wirken hochwertig und sind beidseitig illustriert, wobei auf die Vorderseite lediglich als minimalistische Populationskarte dient, die ausführlicher gestaltete Rückseite hingegen als Eigenschaftskarte samt Funktionsbeschreibung fungiert. Auf den Sichtschirmen sind sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite die Abläufe jedes Spielzugs noch einmal aufgedruckt, damit die Spieler diese jederzeit im Blick haben. Dies ist vor allem in den ersten Runden von Evolution - Der Einstieg sehr hilfreich. 

 

Die Spielanleitung

 

Während die Kurzanleitung die Spielzüge zusammengefasst und stark vereinfacht präsentiert und somit als ständiger Begleiter in den Spielrunden genutzt werden kann, beschäftigt sich die ausführliche Anleitung auf ingesamt zehn Seiten mit allen Feinheiten. Auch wenn die Vielzahl an Möglichkeiten und Auswirkungen zunächst sehr umfangreich erscheint können die Spielregeln insgesamt sehr schnell auch von jüngeren Mitspielern aufgenommen werden und sind bereits nach wenigen Runden in Gänze verinnerlicht.

 

Das Spielziel

 

Ziel von Evolution - Der Einstieg ist es, durch geschicktes ausspielen der Karten in jeder Runde alle seine Tierarten mit Futter zu versorgen, um am Ende durch die meisten Nahrungs-Chips sowie Populations- bzw. Eigenschaftskarten die höchste Punktzahl zu erreichen und damit als Sieger auf der Erde zu wandeln.

 

Der Spielablauf

 

Der Aufbau vor jedem Spiel ist denkbar einfach und schnell erledigt. In die Mitte des Tisches, welcher nicht zu klein sein sollte, wird zunächst die Wasserloch-Karte platziert, daneben die Nahrungs-Chips sowie die gemischten Karten als verdeckter Nachziehstapel. Nachdem jeder Mitspieler einen Sichtschirm erhalten hat kann das Spiel beginnen.

 

Jeder Spielzug gliedert sich in vier Positionen, die der Reihe nach abgearbeitet werden müssen:

 

  • Nachschub
  • Karten ausspielen
  • Fressen
  • Werten

 

Spielzug 1: Nachschub

Zuerst werden zwei Nahrungs-Chips aus dem Vorrat auf das Wasserloch gelegt. Im Anschluss zieht der Spieler eine Karte vom Nachziehstapel, welche verdeckt vor einem abgelegt wird und damit eine neue Tierart mit einer Population von einem Tier darstellt. Nun werden noch drei weitere Karten gezogen, die der Spieler auf die Hand nimmt.

 

Spielzug 2: Karten ausspielen

Jedem Mitspieler ist selbst überlassen, wie viele seiner Handkarten er in jeder Runde ausspielt. Durch das Ablegen einer verdeckten Karte lassen sich Populationen von bereits vorhandenen Tierarten vergrößern oder neue Tierarten erschaffen. Mit Hilfe von offen ausgespielten Karten können diverse Eigenschaften für die jeweilige Tierart festgelegt werden, welche unterschiedliche Auswirkungen auf die eigene Population, aber auch auf die Mitspieler haben können. Dabei gilt es zu beachten, dass jede Tierart maximal drei Eigenschaften besitzen darf, welche jedoch im weiteren Verlauf immer wieder auch geändert werden dürfen.

 

Spielzug 3: Fressen

Jedes Tier benötigt Futter, deshalb gilt es in diesem Zug alle Karten jeder Tierart mit Nahrung zu versorgen. Dazu können sowohl die vorhandenen Nahrungs-Chips aus dem Wasserloch als auch ggf. durch Eigenschaftskarten erlangte Chips genutzt werden. Fleischfresser hingegen müssen andere Tiere angreifen, egal ob die eines Mitspielers oder die eigenen. Hier gilt die einfache Regel, dass die Schutzeigenschaften der Opfer mit denen des Fleischfressers übereinstimmen müssen, d.h. um beispielsweise eine fliegende, nachtaktive Beute angreifen zu können, benötigt der Carnivore ebenfalls die Eigenschaftskarten "Fliegen" und "Nachtaktiv". Alle Tiere der eigenen Arten, welche im Verlauf eines Spielzugs nicht gefüttert werden können, verhungern und deren Karten werden aus dem Spiel genommen. Wurde die letzte Karte einer Population entfernt, ist diese Tierart ausgestorben - etwaige Eigenschaftskarten werden ebenfalls aus dem Spiel genommen, der Spieler erhält im Gegenzug jedoch die gleiche Anzahl neuer Karten vom Nachziehstapel auf die Hand. Ausnahme: Wurde die Population durch einen Fleischfresser ausgerottet, dürfen die Karten nicht ersetzt werden. 

 

Spielzug 4: Werten

Zum Abschluss werden nun alle Nahrungs-Chips der eigenen Population eingesammelt und hinter dem Sichtschirm gelagert. Diese zählen später als jeweils ein Siegpunkt.

 

Wurde der Nachziehstapel aufgebraucht, endet das Spiel. Nun zählt jeder Spieler seine ergatterten Nahrungs-Chips sowie alle Populations- und Eigenschaftskarten als jeweils einen Siegpunkt. Auch die übrigen Handkarten werden mitgezählt. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt das Spiel.

 

Bildergalerie von Evolution - Der Einstieg (7 Bilder)

Abschließend der Lieferumfang von Evolution - Der Einstieg:

 

  • 88 Eigenschaftskarten
  • 1 Wasserloch-Karte
  • 125 Nahrungs-Chips
  • 8 10er Nahrungs-Chips
  • 5 Sichtschirme
  • 2 Spielanleitungen

Das Fazit von: MarS

MarS

Auf den ersten Blick etwas verzwickt und umfangreich entpuppt sich Evolution - Der Einstieg schnell als einfach zu verstehendes Familienspiel mit hoher taktischer Komponente, das unglaublich Spaß macht und dabei sowohl Aufmerksamkeit als auch Geschick fordert. Hier gilt es sowohl taktische als auch evolutionäre Entscheidungen zu treffen, was sich immer wieder als echte Herausforderung erweist. Doch selbst die jüngsten Mitspieler finden hier schnell den richtigen Weg, um sich gegen die Erwachsenen zu behaupten und diese durch geschickte Spielzüge in den Evolutions-Wahnsinn zu treiben, was aus Evolution - Der Einstieg zwar ein anspruchsvolles, jedoch für die ganze Familie geeignetes Spiel macht. Wer beim Spielen sein Hirn benutzen und auch mal schwierige Probleme lösen will und unbequeme Entscheidungen nicht scheut, der ist bei Evolution - Der Einstieg genau richtig. Und dank dem hohen taktischen Anteil sind auch die Langzeitmotivation sowie anhaltender Spielspaß und Abwechslung garantiert.


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