Falcon Rising

Falcon Rising

Originaltitel: Falcon Rising
Genre: Actionfilm
Regie: Ernie Barbarash
Hauptdarsteller: Michael Jai White
Laufzeit: DVD (98 Min) • BD (101 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 18

Falcon Rising   09.01.2015 von Assimilator

Mit Falcon Rising veröffentlichte Koch Media im Jahr 2014 einen Actionfilm, in dem Michael Jai White zeigen kann was in ihm steckt. Wir haben uns den Film für Euch angeschaut und eine Kritik geschrieben.
 
John "Falcon" Chapman (Michael Jai White) ist ein Ex-Marine. Die Vergangenheit beim Militär hat ihm schwer zugesetzt, er leidet sehr unter dem Erlebten. Ein kleiner Lichtblick am Horizont kommt auf, als seine Schwester in besuchen kommt. Sie muss jedoch bereits am darauf folgenden Tag wieder nach Rio de Janeiro fliegen, weil sie dort in den Fawelas arbeitet. Wenig später erhält Chapman die Nachricht, dass seine Schwester dort brutal zusammengeschlagen wurde. Sie liegt aktuell im Koma und ringt um ihr Leben. Chapman fliegt daher nach Rio und versucht herauszufinden, was mit seiner Schwester passiert ist. Vor Ort erhält er Unterstützung von Officer Katarina Da' Silva. Sie ist der Gewalt in den Slums von Rio leid und versucht das Vertrauen der Bevölkerung mit Freundlichkeit zu gewinnen. Leider denken ihre Kollegen, allen voran die Detectives Bororo und Santo, anders. Sie versuchen vor allem mit Gewalt, die Kriminalität in den Fawelas zu bekämpfen ...
 
Kann John "Falcon" Chapman die Verantwortlichen finden und zur Strecke bringen? Wird seine Schwester überleben?
 
Falcon Rising ist ein Film, welcher einen sehr starken Fokus auf Kampfkunst legt. So macht es Spaß, Michael Jai White zuzuschauen, wie er diverse Gegner verdrischt. Leider scheint es jedoch so, dass die Macher des Films aufgrund der Kampfkunst vergessen haben, eine Story für den Film zu stricken. So prügelt sich White durch diverse Horden von brasilianischen Straßengangstern und später Japanern. All dies jedoch scheint nicht so recht in Gang zu kommen. Wenn man die Action und Kampfkunst von Falcon Rising zum Beispiel mit The Raid 2 vergleicht, ist dies immer noch ein Unterschied wie Tag und Nacht. Hinzu kommt, dass White es nicht schafft, mit mehr als nur seinen Armmuskeln zu überzeugen. Seine Fähigkeiten als Schauspieler sind nicht sehr stark ausgeprägt. Dieses Problem scheint jedoch bei vielen Schauspielern des Films zu herrschen. Dieser Grund zusammen mit der schwachen Story lassen den Film kaum das Niveau eines B-Movies verlassen, was sehr schade ist. Potenzial ist definitiv da, es wird nur nicht genutzt. Nichts desto trotz schafft es die Kamera, die Kämpfe wunderbar einzufangen. Generell sehen die gezeigten Bilder gut aus, sind entsprechend der Szenen mal schnell geschnitten und mal etwas lang gezogener. So sind neben den Kämpfen auch einige sehr schöne Szenen von Brasilien zu sehen.

Bildergalerie von Falcon Rising (14 Bilder)

Besitzer der Blu-ray können den Film in Deutsch und Englisch schauen, wobei die englische Version von vielen portugiesischen Stellen geprägt ist, welche alle nicht untertitelt werden. Generell kommt die Blu-ray ohne irgendwelche Untertitel daher, was das Genießen im Original ohne entsprechende Kenntnisse der portugiesischen Sprache unmöglich macht. Die deutsche Version hat mit den üblichen Problemen einer Synchronisation zu kämpfen, sodass trotz einer passablen Übersetzung einiges an Atmosphäre verloren geht. Schaut man zu den Extras und startet die entfallenen Szenen, wundert man sich, warum der Regisseur diese weggelassen hat. Zwei dieser entfallenen Szenen erklären den Charakter Chapman weitaus besser, als es der Film tatsächlich tut. Die Bilder der Blu-ray sind scharf, die Schwarzwerte passen und die Kämpfe sind sauber anzuschauen. Leider ist beim Sound kaum ein Unterschied zwischen Dolby DTS 5.1 und 2.0 rauszuhören. Generell ist der Sound sehr frontlastig, die Dolby-Digital-Anlage wird fast gar nicht gebraucht. 

Das Fazit von: Assimilator

Assimilator

Falcon Rising lässt sich schwierig einordnen. Auf der einen Seite sind da toll choreografierte Kämpfe (Stichwort Aktenkoffer), auf der anderen Seite eine Story, welche sehr aufgesetzt wirkt. So hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass die Schreiber bewusst nicht irgendwelche “bösen Gangster in den Fawela”-Klischees bedienen wollten und daher mit der Yakuza-Idee um die Ecke kamen. Diese macht den Film jedoch noch fragwürdiger. Hinzu kommt, dass Michael Jai White jeden Muskel seines Körpers trainiert hat, mit Ausnahme des Gesichts. Dieses bleibt durch den ganzen Film hinweg ähnlich anteilslos. Alles in allem beantworte ich die Frage, ob der Film anschaubar ist, mit einem JA!. Für mehr als 6 Punkte reichte es jedoch trotzdem nicht.


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