Fingerprints

Fingerprints

Originaltitel: Fingerprints
Genre: Horror • Mystery • Thriller
Regie: Harry Basil
Hauptdarsteller: Leah Pipes • Kristin Cavallari
Laufzeit: Ca. 91 Minuten
Label: Epix Media AG
FSK 16

Fingerprints   03.04.2011 von Tobi

Die Geschichte des Slasher-Filmes liest sich wie eine ewige Berg- und Talfahrt. Er ist groß geworden durch Charaktere wie Michael Myers, Jason Vorhees und Freddy Krueger. Die Geschichten ähneln sich wie ein Ei dem anderen, denn es geht immer einer jugendlichen Gruppe an den Kragen. Nach einigen Flops gönnte sich der Slasher-Film anschließend eine längere Auszeit. Wes Cravens „Scream“ schaffte dann im Jahre 1996 eine echte Wiederbelebung dieses Genres, doch derzeit kocht alles wieder sehr auf Sparflamme. Der mir hier vorliegende Film „Fingerprints“ aus dem Jahre 2006 scheint in die gleiche Kerbe zu schlagen…

 

Melanie ist ein jugendliches Mädchen mit einer bewegten Vergangenheit. Nach einigen intensiven Drogen-Exzessen zieht sie es zusammen mit ihrer Familie in die kleine Stadt Emerald. Ihr Leben verläuft dadurch nicht gerade ideal, da auch das Verhältnis ihrer Eltern ziemlich kaputt ist. Das triste Vorstadtleben verbessert ihre Lage nicht gerade. Als wenn das nicht schon genug wäre wird sie mit einer düsteren Legende konfrontiert. Dabei geht es um ein Busunglück bei dem mehrere Kinder ums Leben gekommen sind. Diese Kinder sollen noch heute ihr Unwesen in Emerald treiben. Melanie wird nun von unheimlichen Vision geplagt. Zusammen mit ihrer Schwester Crystal versucht sie der alten Geschichte auf die Spur zu kommen, doch ein Serienkiller stellt sich ihnen in den Weg.

 

Bitte steinigt mich nicht, aber ich kann leider nichts dafür, dass die Geschichten dieser Filme fast immer gleich sind. Ich kann es auch nicht mehr lesen und finde es mehr als schade, dass es einfach keine neuen Ideen gibt. Der Film bietet genau das, was man hier erwartet, denn mehr als ein durchschnittlicher Schlitzer-Murks ist hier nicht entstanden. Man hat alles schon so oft gesehen, dass beim Zuschauen schnell Langeweile aufkommt. Auch die Schauspieler sind mal wieder alle ersetzbar. Wo in früheren Tagen noch eine Jamie Lee Curtis oder eine Neve Campbell rumschreiben durfte, wird dem Zuschauer heute nur austauschbare Ware präsentiert. Dazu gesellen sich einige dumme Dialoge und die typischen Fehler, die ein Opfer in einer Gefahrensituationen machen kann.

 

Ich hatte nun wenigsten erwartet, dass der Film vielleicht ordentlich Gemetzel bietet, aber auch hier ist Fehlanzeige angesagt. Die Effekte sind zwar recht brutal, aber viel zu schlecht gemacht, als das sie schocken können. Alles wirkt irgendwie billig und der B-Movie-Geschmack will einfach nicht verschwinden. Dazu kommt noch, dass es auch nicht wirklich viele dieser Szenen gibt. Es wird gelabert, geschrien und sich dumm verhalten. Der einzige Lichtblick am Horizont ist der Auftritt von Lou Diamond Phillips, der diesen Film vor dem Totalabsturz bewahrt. Schade, dass er momentan nichts Besseres zu Tage fördert, als diesen Einheitsbrei. Leider kann ich hier wirklich nichts Positives mehr erwähnen. Der Film ist und bleibt unterer Durchschnitt und konnte mich absolut nicht überzeugen. Schade eigentlich, denn ich mag dieses Genre sehr.

 

Die DVD-Veröffentlichung aus dem Hause Epix Media AG ist dagegen in Ordnung. Die Bildqualität ist zwar nicht auf einem hohen DVD-Niveau, aber immerhin ist das Bild auch nicht zu sehr verrauscht. Auch hier kann man von Durchschnittsware sprechen. Die Tonspuren sind beide recht gleichwertig, wobei die deutsche Synchronisation mal wieder auf dem Niveau einer GZSZ-Folge ist. Ich mag es nicht mehr schreiben, aber auch hier sollte man die englische Tonspur wählen. Leider können dabei aber keine Untertitel eingeblendet werden. Bonusfans erfreuen sich an einem Audiokommentar, einem Making-Of und diversen Interviews. Dazu gibt es ein Wendecover. Fertig!


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Vielleicht klingt meine Rezension dieses Mal zu hart, aber ich kann sie leider nicht anders schreiben. Der Film „Fingerprints“ bietet absolut nichts Neues. Die Schauspieler sind schlecht, die Effekte sind mies und auch der Rest weiß einfach nicht zu gefallen. Ich kann den Film nur Leuten empfehlen, die wirklich jeden Slasher-Film dieser Welt einmal gesehen haben müssen. Alle anderen sollten sich noch ein wenig auf den kommenden „Scream 4“ freuen. Hoffentlich schafft es Wes Craven auch dieses Mal mit neuen Ideen diesem angestaubtem Genre zu neuem Leben zu verhelfen.


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