Flock

Flock

Publisher: Capcom
Genre: Geschicklichkeit
Art: Downloadtitel
Erscheinungsdatum: 08.04.2009
USK 0

Flock   17.05.2009 von Panikmike

Hier steuert man ein kleines, niedliches Raumschiff über den Bildschirm, mit dem eigentlichen Zweck, Schafe zu stehlen. Das Geschicklichkeitsspiel bringt neuen Wind in das PS Network und den Xbox Live Marktplatz und zeichnet sich vor allem durch seine netten Ideen aus. Ob es auf Dauer fesselt könnt ihr hier erfahren…

Jeder kennt diverse Klischees aus Film und Fernsehen. Eines davon wird hier aufgegriffen nämlich der Sinn und Zweck einer außerirdischen Rasse auf unserem Planeten. Wer behauptet, sie wollen immer nur die Menschheit auslöschen und unseren Planeten besiedeln, der sollte sich Flock mal in Ruhe ansehen. Hier wird in verschiedenen Levels gezeigt, dass die Aliens in Wirklichkeit nur all unsere Schafe wollen. Was sie damit vorhaben, woher soll ich das denn wissen? Fakt ist jedenfalls, dass sie es wollen und auch durchführen.

Doch in Wirklichkeit sitzt ihr hinterm Steuer und könnt euch mit einem kleinen Raumschiff der Außerirdischen bewegen. Ziel ist es, wie schon gesagt, Schafe einzutreiben und somit die Aliens glücklich zu machen. Man kennt ja aus verschiedensten Filmen, dass es auch andere Intentionen gibt, wie zum Beispiel menschliche Analsonden einzupflanzen. Ich bin aber froh, dass es hier die Schafe der Auslöser des Besuchs sind, so kann man mit ruhigem Gewissen auch jüngere Spieler an die Konsole lassen.

Wie gesagt, ihr steuert ein kleines Raumschiff mit eurem Analogstick. Am Anfang eines Levels befindet ihr euch immer beim Mutterschiff, dem sogenannten Mother Flocker. Ziel ist es, die Schafe in der Umgebung in dieses Mutterschiff zu locken. Da ihr keinen Tracktorstrahl zur Verfügung habt, müsst ihr einfach in Richtung der Schafe fliegen, um sie zu vertrieben. Der Vorteil ist, dass sie Angst vor dem fliegenden Etwas haben und somit in die entgegengesetzte Richtung des Raumschiffs flüchten. Doch wir sind ja nicht doof und fliegen natürlich erst hinter sie, um sie dann alle in Richtung des Mother Flocker zu treiben. Dort angekommen, hört man dann nur noch ein Sauggeräusch und alles ist erledigt. Doch so einfach ist es auch nicht, denn wenn man nicht ganz gerade fliegt, so brechen die Schafe mal nach links oder rechts aus. Somit hat man eine Herde geteilt oder gar ein Schaf hinter sich gelassen. Da man pro Level nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung hat, sollte man peinlichst darauf achten, die Schafe zusammen zu treiben und als Herde in das Mutterschiff zu befördern.

Insgesamt muss man 60 Levels absolvieren, die sich grafisch zwar kaum ändern, jedoch kommen immer mal wieder neue Dinge ins Spiel. Zu einem späteren Zeitpunkt kommen andere, nützliche Tiere ins Spiel. Neben Bullen, die uns den Weg frei räumen, sind auch noch Hühner und Schweine anwesend. Jedes hat eine taktische Komponente, die man einhalten muss, um das Spiel zu schaffen. Ebenso nett sind die Wasserfontänen, die Schafe in die Luft schleudern und sie nass machen können. Ein nasses Schaf schrumpft für kurze Zeit und passt nur so durch kleine, enge Zwischenräume. Wartet man zu lange, so ploppen sie wieder auf und passen nicht mehr durch. In so einem Fall heißt es, wieder zur Fontäne und sein Glück von vorne versuchen. Wenn man ein Schaf auf dem Weg zum Mother Flocker mal verliert, so sollte man sich nur an der Antenne des Raumschiffs orientieren, denn sie zeigt immer die Richtung des naheliegensten Schafes an.

Das Zeitlimit ist von Level zu Level unterschiedlich, manchmal ist es wirklich sehr knapp, um den Abschnitt zu absolvieren. Jede Mission wird am Ende mit Gold, Silber oder Bronze belohnt, wobei der Spieler im Vorfeld schon die Zeiten sieht, die er jeweils schaffen muss. Hier kommt auch leider ein wenig Frust auf, denn die Steuerung ist ein wenig träge und nicht unbedingt genau. Oftmals wird die Herde geteilt und durch irgendein Hindernis kommen dann nicht alle ans Ziel. So ist zum Teil eine Menge Frust angesagt. Generell ist es sehr wichtig, das Level zu kennen, gar auswendig zu lernen, denn sonst kommt man in den späteren Levels nicht mehr ans Ziel.

Wem die 60 Levels zu langweilig sind, der kann auch auf den Editor zurückgreifen. Relativ schnell und einfach kann man dort ein Geschehen zusammenbauen und dann auch noch online stellen. Andere Spieler können diese auf dem Marktplatz runterladen und selbst spielen. So etwas kennt man bereits aus Little Big Planet und funktioniert ebenso wie dort sehr gut. Die Grafik ist stilvoll übernommen worden, man sieht keine einfachen Wiesen, sondern sie besteht aus zusammengenähten Flecken und Stofffetzen. Die Schafe sind sehr drollig und liebevoll animiert. Der Sound ist im 50er Jahre Stil gehalten und passt ideal zum Klischee bzw. Kult der Zeit. Damals wurden sehr viele Alienfilme gedreht und mit dieser Musik untermalt.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Man muss Schafe nicht liebhaben, um hier eine gute Bewertung zu geben. Das Spiel spielt sich generell sehr gut, auch wenn man durch die Steuerung manchmal leichten Frust unterdrücken muss. Der Schwierigkeitsgrad ist fair und die Levelabwechslung ist vorhanden. Einzig der Druck des Zeitlimits ist ein wenig nervig, denn man kann das Spiel selbst nicht in Ruhe genießen, der Stress des Tickens ist immer vorhanden. Alles in Allem ein gelungenes Spiel, das durch seine Kombination aus Niedlichkeit, Spielerei und Innovation punkten kann.


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Sehr niedlich dargestellt
  • Gutes Leveldesign
  • Gut bedienbarer Leveleditor
  • 60 Levels
  • Zeitlimit meistens zu hart
  • Steuerung etwas nervend





Kommentare[X]

[X] schließen