Virtua Tennis 4 - World Tour Edition

Virtua Tennis 4 - World Tour Edition

Publisher: Sega
Entwicklerstudio: Sega
Genre: Sportspiel
Sub-Genre: Tennissimulation
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 22.02.2012
USK 0

Virtua Tennis 4 - World Tour Edition   28.02.2012 von CricketTomcat

Neben exklusiven Titeln für die neue PlayStation Vita bietet das bereits erhältliche Spielerepertoire auch Games, welche wir bereits von der heimischen Konsole kennen: unter anderem auch Segas Virtua Tennis 4. Was sich verändert hat oder gleich geblieben ist, erfahrt Ihr hier …

Kurz gesagt wurde Virtua Tennis eins zu eins von der Konsole übernommen und nicht viel verändert. Deswegen gehe ich hier speziell auf die Vita spezifischen Veränderungen ein. Einen ausführlichen Test zu Virtua Tennis 4 könnt Ihr Euch hier noch einmal durchlesen. Bemerkenswert ist, dass alle Modi auf den Handheld übertragen wurden. Somit bestreiten wir die World Tour in einer Art Brettspiel, können Showmatches spielen, den Arcade-Modus ausprobieren oder die Trainingsspiele als Minispiele erleben und neue Highscores aufstellen. Neu ist lediglich, dass wir unseren eigenen Spieler - Dank der integrierten Kamera – nach unserem Abbild erschaffen können. Dies funktioniert auch wirklich gut und schaut annähernd real aus. Im Arcade-Modus können wir uns echte Tennisprofis wie Tommy Haas, Roger Federer oder Legenden wie Boris Becker und Patrick Rafter aussuchen. Einzig und allein die Möglichkeit der Bewegungssteuerung wurde aus der Konsolenversion nicht übernommen. Dazu gibt es aber die neuen Steuerungsmöglichkeiten der PlayStation Vita. Spielen lässt es sich ganz traditionell mit den Buttons oder per Touchscreen. Hierzu bewegen wir uns entweder per Analogstick über den Tenniscourt oder bestimmen die Laufrichtung unseres Spielers per Druck auf das Feld. Je nach Art der Fingerbewegung führen wir die verschiedenen Schläge wie Topspin, Slice oder Lop aus. In den Optionen lässt sich auch noch das Rückseiten-Touchpad einschalten und die Bewegungen über dieses steuern. All das funktioniert einwandfrei und ist einsteigerfreundlich. Sollten wir einmal zu spät reagieren, führt der Spieler den Schlag automatisch aus, was sich aber auch ausschalten lässt. Diese neue Möglichkeit der Steuerung lässt sich in allen Modi optional anwenden.

Ein neuer Modus ist dann doch hinzugefügt worden: die sogenannten VT-Apps. Im VR-Match spielen wir ein Spiel in der Ego-Perspektive und verändern die Sicht durch Bewegung der Vita. Im Touch-VS-Modus dürfen wir zu zweit vor dem Handheld sitzen und uns ein Match aus der Vogel-Perspektive leisten. Jedem Spieler steht die Hälfte des Tennisfelds zur Verfügung und steuert den Charakter per Touch. Modus Nummer drei verwendet die Kamera der PlayStation Vita und erlaubt es Euch, in Eurer Umgebung Fotos von den Tennisspielern zu machen. Zur Verfügung stehen Euch diverse Kameraeinstellungen und Gesten der Profis. Die letzte neue Spielvariante ist das Schaukelschiff. Hierzu müsst Ihr mehrere Ziele treffen, die auf einem Schiff platziert sind. Dieses bewegt Ihr mit den Six-Axis-Bewegungssensoren.

Das Gameplay ist zudem unverändert geblieben. Arcadelastig wie eh und je führen wir die Ballwechsel aus und können bei aufgefüllter Ausdauer-Anzeige Superschläge ausführen. Simulationsfans werden hier nicht so richtig auf Ihre Kosten kommen. Die Ballwechsel laufen meist gleich ab und bieten sehr viele Zufälle. Taktik wird hier nicht groß geschrieben. Fehlen darf natürlich auch ein Online- und Ad-Hoc-Modus nicht. Die Spielersuche gestaltet sich wiederum als nicht einfach und kann einige Zeit dauern. Während wir auf einen Spieler warten, werden wir in den Arcade-Modus katapultiert und können uns dort austoben. Ist endlich ein Gegner in unserem Spiel gelandet, hängt der Spielablauf sehr von der Internetverbindung ab. Von kleinen Rucklern bis zu gravierenden Lags ist alles vertreten. Oftmals klappt alles wunderbar, aber auch unspielbare Matches gehören leider zur Tagesordnung.

Die Grafik kann sich wirklich sehen lassen, vor allem die Wiederholungen und Charaktermodelle können überzeugen. Jedoch fehlen hier die Details, so sieht ein Sandplatz nach dem Match noch recht unbenutzt aus und zeigt wenige Abnutzungsspuren. Der Sound ist gut und kommt klar über die zwei Stereolautsprecher. Das Publikum sorgt für Atmosphäre und die Effekte passen sehr gut ins Spielgeschehen.


Das Fazit von: CricketTomcat

CricketTomcat

Virtua Tennis 4 wurde mit ein paar Ausnahmen komplett von der Konsolen-Version übernommen. Hinzugekommen sind diverse Minispiele, welche die neuen Steuerungsmöglichkeiten der PlayStation Vita ausschöpfen, aber nur für kurzweiligen Spielspaß sorgen. Das Gameplay ist unverändert und wird bei Simulationsfans keine Freunde finden. Leider sind die meisten Ballwechsel gleich, bieten kaum Abwechslung und basieren oft auf Zufall. Die Steuerung per Touchscreen und Rückseiten-Touchpad funktioniert einwandfrei, jedoch würde ich die klassische Steuerung per Buttons empfehlen. Der Online-Modus wurde leider nicht sehr gut portiert und sorgt des Öfteren für Ärger. Ich hoffe, die Entwickler beheben dieses Problem mit einem Patch. Ansonsten ist Virtua Tennis 4 ein solides Arcade-Tennis-Erlebnis.


positiv negativ
  • Gute Grafik und Atmosphäre
  • Einsteigerfreundliche (optionale) Touch-Steuerung
  • Schöner Karriere-Modus
  • Diverse Modi
  • Charakter-Erstellung via Kamera
  • Keine gravierenden Neuerungen
  • Wenig taktische Möglichkeiten
  • Schlechte Onlineverbindung
  • Mit der Zeit eintönig





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