Game of Thrones - Der eiserne Thron

Game of Thrones - Der eiserne Thron

Genre: Kartenspiel
Autor: Eric M. Lange, Nate French
Spieleverlag: Heidelberger
Empfohlenes Alter: 14+
Spieldauer: 1-2 Stunden
Anzahl Spieler: 2-4

Game of Thrones - Der eiserne Thron   23.04.2016 von Dante

Intrigen, Verrat und epische Schlachten - all das verspricht das Spiel Game Of Thrones – Der Eiserne Thron (2nd edition). Ob es diesem Versprechen gerecht wird, hat Dante für Euch in diesem Artikel zusammengefasst…

 

Material und Vorbereitung

 

Das Kartenspiel kommt in einem quadratischen Karton und ist mit Figuren aus Game of Thrones bedruckt. Auf der Rückseite befindet sich eine kurze Einleitung, in der das Spiel sowie die Abbildung eines Matches und einiger Karten in Nahaufnahme zu sehen sind. Dem Spiel liegen eine Spielanweisung sowie ein Referenzhandbuch bei. Die Spielkarten sind in kleinen Plastiktütchen verpackt und die Marker befinden sich in ihrer Stanzpappe. Sowohl Karten als auch Marker fühlen sich hochwertig an. Die Karten sind aufwendig illustriert und mit Zitaten aus Game of Thrones versehen. Interessant ist auch, dass die Karten durchnummeriert sind, was das Zusammenstellen von Decks wesentlich erleichtert.  

 

Die Anleitung

 

Die Spielanweisung ist 16 Seiten lang. In ihr befindet sich die Beschreibung, wie die Karten zu lesen beziehungsweise zu verstehen sind. Des Weiteren befinden sich in ihr sowohl die Spielregeln für zwei, als auch für drei bis vier Spieler. In den Spielregeln wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man das Referenzhandbuch nur bei Streitigkeiten hinzuziehen soll, da sonst das ganze Spiel zu komplex werden würde. Auch soll man mit der zwei-Spieler-Version beginnen um die komplexen Abläufe des Spiels zu verstehen, bevor man das Ganze mit der Mehrspieler-Variante noch komplexer gestaltet.

 

Spielziel

 

Ziel des Spiels ist es 15 Machtpunkte zu erhalten. Das Ganze klingt zwar einfach, allerdings kann bis zum Erreichen dieser Punktzahl die eine oder andere Stunde vergangen sein. Gerade wenn man noch mit den Regeln unvertraut ist, können sich die Runden etwas in die Länge ziehen.

 

Spielablauf

 

Aufgrund des Umfangs einer einzelnen Runde gibt es hier nur eine kurze grobe Umschreibung. Zuerst stellt sich jeder Spieler ein Spieldeck zusammen. Für das erste Spiel sind einfache Starterdecks vorgegeben. Angemerkt sei noch, dass dieses Spiel ein „living cardgame“ ist, was bedeutet, es wird Erweiterungen geben, die alle die gleichen Karten beinhalten. Das Spiel ist darauf ausgelegt, auf offiziellen Turnieren gespielt zu werden. Zum allgemeinen Spielablauf sei gesagt, dass es 1+7 Phasen gibt.

 

Die Aufbauphase wird nur einmal zu Beginn des Spiels ausgeführt. In ihr zieht jeder Spieler sieben Karten von seinem Deck. Anschließend dürfen Karten bis zu einem Wert von acht Gold verdeckt gelegt werden. Der Goldwert jeder Karte ist dabei auf dieser vermerkt. Diese Karten müssen allerdings den allgemeinen Regeln entsprechen, so darf eine Verstärkungskarte nur an eine passende Charakterkarte angelegt werden. Haben alle Spieler ihre Karten gelegt wird zeitgleich aufgedeckt.

 

Die anderen Phasen finden immer abwechselnd statt. In der ersten Phase entscheidet sich, wer für diese Runde der Startspieler wird und wieviel Gold man zum Ausgeben erhält. In der zweiten Phase werden zwei Karten nachgezogen und in der Dritten dann Karten aufgespielt. Die vierte Phase ist die Kampfphase. Hierbei darf der erste Spieler wählen, ob er angreifen möchte oder nicht. Hat er sich entschieden, wählt er aus mit welchen Einheiten er angreifen möchte und welche Art des Angriffes ausgeführt werden soll.

 

Es gibt drei Varianten des Angriffs: Militär, Intrigen und Macht. Der zu verteidigende Spieler wählt Einheiten aus, die der Angriffsart entsprechen. Da nicht jede Karte alle Angriffsarten beherrscht, muss man sich vorher überlegen, welche Karte man wann benutzt. So gibt es Karten, die nur Intrigen ausführen können oder Militär- und Machtangriffe. Eine Karte, die an einem Angriff teilgenommen hat, kann beim Zug des Gegenspielers in der Regel nicht bei der Verteidigung helfen, da sie ihre Aktion verbraucht hat. So benutzte Karten werden um 90 Grad gedreht.

 

Anschließend wird die Stärke der Karten zusammengezählt, diese entspricht der Angriffsstärke, welche auf einem kleinen Schild links unter dem Kartenbild angegeben wird. Eine Verteidigung ist nur erfolgreich, wenn die Verteidiger eine höhere Stärke in Summe haben. Dazu können Ereignisse oder Hinterhalte zusätzlich vom Verteidiger und vom Angreifer gespielt werden. Verteidigt werden kann nur mit Karten, die zur jeweiligen Angriffsart passen. Dadurch kann ein klarer Sieg schnell zur Niederlage werden, wenn Hinterhalte gespielt werden.  

 

Je nach Art des Angriffes werden unterschiedliche Aktionen ausgeführt, wie Einheiten töten, Karten ablegen oder Macht stehlen, falls der Angriff nicht erfolgreich verteidigt wurde. In den letzten drei Phasen werden die Punkte zusammengezählt, Karten reaktiviert und Abgaben geleistet. Es werden so viele Runden gespielt, bis ein Spieler keine Karten mehr und somit verloren hat, oder aber ein Spieler 15 Macht angesammelt hat. 

 

Bildergalerie von Game of Thrones - Der eiserne Thron (9 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 8 Fraktionskarten
  • 28 Strategiekarten
  • 192 Spielkarten
  • 6 Titelkarten
  • 30 Goldmarker
  • 10 Einflussmarker
  • 30 Machtmarker
  • 1 Startspielermarker
  • 1 Referenzhandbuch
  • 1 Spielregel

Das Fazit von: Dante

Dante

Ich muss gestehen, das erste Spiel war der Horror. Es hat ewig gedauert und man musste gefühlt alle 30 Sekunden in der Spielanleitung nachschlagen, was wann wie als nächstes kommt. Das nimmt einem leider die Motivation weiterzuspielen. Wenn man allerdings erstmal den Dreh raus hat, macht das Spiel gerade Strategiefans einen großen Spaß. Die Anzahl an taktischen Möglichkeiten ist schier endlos und man muss den Plan des Gegenspielers voraussehen, um weiterzukommen. Was mich begeistert hat war die Liebe zum Detail, allerdings finde ich es schade, dass auch die Namen ins Deutsche übersetzt wurden - wie eben bei der Serie auch. Ich persönlich hätte John Snow besser gefunden als John Schnee. Auch einige kleine Unstimmigkeiten in den Karten sind mir negativ aufgefallen, allerdings sind das eher Kleinigkeiten. Für mich hat das Spiel satte 8 Punkte verdient und man darf gespannt sein, wann man die ersten Turniere zu Gesicht bekommt.


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