Gods of Egypt - Der Kampf um die Ewigkeit beginnt

Gods of Egypt - Der Kampf um die Ewigkeit beginnt

Originaltitel: Gods of Egypt
Genre: Action • Fantasy
Regie: Alex Proyas
Hauptdarsteller: Gerard Butler • Nicolaj Coster-Waldau
Laufzeit: DVD (122 Min) • BD (127 Min)
Label: Concorde Home Entertainment
FSK 12

Gods of Egypt - Der Kampf um die Ewigkeit beginnt   02.09.2016 von MarS

Nachdem die griechische Mythologie schon des Öfteren für Filme herhalten musste, führt uns Regisseur Alex Proyas mit seinem neuesten Werk Gods of Egypt - Der Kampf um die Ewigkeit beginnt nun ins alte Ägypten. Was das Land der späteren Pharaonen zu bieten hat und ob der Film im Wüstensand versinkt erfahrt Ihr in unserer Kritik.

 

In einer Zeit, in der die Götter neben den Menschen auf der Erde leben und ihnen gleichzeitig Herr aber auch Beschützer und Wegbereiter ins Leben nach dem Tod sind, soll Horus (Nicolaj Coster-Waldau), Sohn des Osiris (Bryan Brown), der neue König von Ägypten werden. Während der Krönungsfeier wird Osiris allerdings von seinem Bruder Set (Gerard Butler) ermordet und dieser herrscht fortan mit eiserner Hand und stetiger Gier nach Reichtümern und Macht über das versklavte Volk. Vorher allerdings beraubt er Horus seiner Kräfte, indem er ihm das Augenlicht nimmt, und verbannt ihn ins Exil. Als in eben dieser Zeit die große Liebe des sterblichen Diebes Bek (Brenton Thwaites) getötet wird, beschließt er sich mit Horus zu verbünden und ihm zu helfen, den Thron zurück zu erobern, um sie mit dessen Kräften aus dem Totenreich befreien zu können. Doch dazu muss Bek nicht nur die Augen von Horus aus der Schatzkammer des Set stehlen, sondern auch noch weitere waghalsige Abenteuer bestehen. Aber welchem Gott kann man in dieser zerrütteten Welt überhaupt trauen?

 

Ist man anfangs noch beindruckt, oder besser gesagt geblendet von der visuellen Wucht von Gods of Egypt, so stellt sich schon recht bald Ernüchterung ein. Zwar sieht der Film mit Ausnahme von einigen wenigen etwas unschön auffallenden CGI-Effekten hervorragend aus, doch leider liefert er inhaltlich lediglich eine überschaubare, größtenteils klischeehafte Geschichte, die man so ähnlich schon in unzähligen Fantasy-Filmen gesehen hat. Dabei bedient sich Gods of Egypt auch nur beiläufig an der tatsächlichen Mythologie Ägyptens und mixt das Ganze dann mit eigenen, nicht immer stimmigen Ideen und Konzepten, wodurch das gesamte Geschehen stellenweise etwas unrund und holprig wirkt. Natürlich, der Film bedient sich durchwegs gängiger Blockbuster-Zutaten wie einem unscheinbaren Menschen, der zum Helden heranwächst, riesige Wesen und Monster, die in actionlastigen Zerstörungsorgien wüten, die ein oder andere Figur, die sich im Verlauf charakterlich wandelt sowie eine gute Prise Humor. Gerade deshalb schafft es Gods of Egypt auch trotz aller inhaltlicher Mängel, den Zuschauer zu unterhalten ohne Langeweile aufkommen zu lassen, stützt sich aber viel zu deutlich auf diese Klischees und seine visuellen Schauwerte und bringt durch seinen sprunghaften Erzählstil kaum einen Moment der Ruhe mit. Leider kann auch der durchaus hochkarätige Cast hier keinerlei Akzente setzen, denn entweder agieren die Darsteller innerhalb ihres aus anderen Filmen bekannten Rollenbilds oder bleiben gleich gänzlich blass, wie beispielsweise Geoffrey Rush als Göttervater und Sonnengott Ra. Apropos "blass": Bereits vor Kinostart löste Gods of Egypt eine Welle der Empörung aus und musste sich dem Vorwurf des "Whitewashing" stellen, also der Tatsache, dass ein vorwiegend hellhäutiger Cast afrikanische Figuren darstellt. Sowohl Regisseur Alex Projas als auch das Produktionsstudio Lionsgate entschuldigten sich im Anschluss für dieses Casting-Missgeschick. 

 

Bildergalerie von Gods of Egypt - Der Kampf um die Ewigkeit beginnt (8 Bilder)

Technisch zeigt sich die Blu-ray von Gods of Egypt von seiner besten HD-Seite. Das Bild ist sehr scharf und detailreich und die akzentuierte Farbgebung samt kräftigem Kontrast liefert eine passende Atmosphäre für das episch anmutende Geschehen. Hin und wieder neigt der Kontrast etwas dazu, die Farben übersteuern zu lassen, was aber kaum negativ ins Gewischt fällt, da sich selbst die dadurch entstehenden Farbfehler stimmig einfügen. Auch ein Blick in die 3D-Version ist bei Gods of Egypt durchaus lohnenswert, denn hier überzeugt das Bild durch eine tolle Tiefenwirkung, welche die unzähligen Landschafts- und Panoramaaufnahmen von Ägypten noch deutlicher zur Geltung kommen lässt. Lediglich die Schärfe ist in der Tiefe nicht immer ganz perfekt. Pop-Outs gibt es wieder erwarten trotz vorhandenem Potential leider ebenfalls keine zu Bestaunen. Highlight im technischen Bereich ist der Ton der Blu-ray, denn dieser liefert eine durchgehende, kräftige Surroundeinbindung und differenziert ortbare Effekte auf allen Kanälen. Die Bassbox wird ebenfalls brachial mit eingebunden und darf nahezu stetig zeigen, was in ihr steckt. 


Das Fazit von: MarS

MarS

Gods of Egypt ist ein effektlastiges Action-Spektakel ohne viel inhaltlichen Anspruch oder Tiefgang, liefert aber gerade im visuellen Bereich gute Unterhaltung. Wem die "Titanen"-Reihe (Kampf der Titanen, Zorn der Titanen) mit Sam Worthington gefallen hat, der wird auch mit diesem Film seinen Spaß haben, von einem wirklich großen, spektakulären Wurf ist er allerdings weit entfernt. Hirn aus, Film an, dann funktioniert Gods of Egypt und lässt den Zuschauer für zwei Stunden in eine kunterbunte, fiktive Welt abtauchen ohne gelangweilt zu werden. Ich persönlich hätte mir allerdings deutlich mehr von dem Film erwartet.


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