Guard Duty

Guard Duty

Publisher: Digital Tribe
Entwicklerstudio: Sick Chicken Studios
Genre: Adventure
Sub-Genre: Point & Click
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 02.05.2019

Guard Duty   14.05.2019 von VanTom

Eine königliche Wache hat es schon nicht leicht. Diese Erfahrung macht auch Tondbert im neuen Pixel-Adventure Guard Duty. Nachtwache VanTom hat Tondbert begleitet und berichtet im Folgenden von den spannenden Abenteuern, welche sogar 1000 Jahre in die Zukunft reichen...

 

Dabei verschlägt es den Spieler nach dem Start eines neuen Spiels in das Jahr 2074 und er wird Zeuge, wie ein Mensch mit einem Monster kämpft. Orts- und Zeitwechsel: kurz darauf findet sich der Spieler 1000 Jahre in der Vergangenheit im Königreich Wrinkewood wieder. Im Fokus liegt ein großes Tor, welches bald durch einen Wächter bewacht werden sollte. Dummerweise ist diese Wache damit beschäftigt, sich zu betrinken und komische Lieder zu singen. So trällert er fröhlich: Happy Birthday to me. Offensichtlich feiert er alleine (mit einer Ziege) auf Wache seinen Geburtstag. Da erscheint eine finstere Gestalt am Tor und begehrt Einlass. Nach einem kurzen Gespräch wird die lichtscheue Gestalt eingelassen und ein weiterer Zeitsprung erfolgt. Diesmal allerdings nur bis zum nächsten Morgen. Die Wache vom Vorabend liegt auf seinem Bett in einem Turmzimmer und schläft den Schlaf der Gerechten. Eine andere Wache haut gegen die Tür und weckt unseren Helden unsanft. In einer kurzen Einblendung erfährt der Spieler, dass dies Tondbert ist. Tondbert lässt sich über die Maus steuern. Dabei bewegt er sich durch klicken mit der linken Maustaste, während er bei einem Klick mit der rechten Maustaste bestimmte Gegenstände oder Ort untersucht. Es handelt sich bei Guard Duty also um ein klassisches Point & Click-Spiel. Todbert verfügt über einen unendlichen Beutel, welcher zumindest in diesem Spiel erklärt, wieso die Spielfigur Gegenstände in jeder Größe mit sich rumschleppen kann. Tondbert stellt mit erschrecken fest, dass er außer seiner langen „sexy“ Unterwäsche nicht viel in seinem Beutel hat. Neben einer Münze und einen Stift, findet sich nur eine „Todo“-Liste, welche die nützliche Funktion hat anzuzeigen, was Tondbert als nächstes zu tun hat.

 

Nun steht Tondbert vor dem Problem, dass er in den Thronsaal soll, keine Kleidung hat und auch noch im Turmzimmer eingeschlossen ist. Natürlich ist das nicht lange ein Problem. Bei seiner Flucht aus dem Turmzimmer landet er allerdings in einem Bienennest und kann aufgrund der Schwellung nicht mehr recht reden. Nachdem also das Problem mit dem Turmzimmer gelöst ist, muss Tondbert nun seine Kleidung wiederfinden und die Schwellung seines Gesichts bekämpfen, da ihn sonst seine Wächterkollegen nicht in das Schloss lassen. Dabei ist das Spiel in mehrere Akte unterteilt. Das Spiel eifert dabei ähnlichen Point & Click-Spielen aus den 80er und 90er-Jahren, wie beispielsweise Indiana Jones oder Monkey Island nach und nimmt sich dabei selbst nicht zu Ernst. So gibt es eine Stelle im Spiel, welche auf die Indiana Jones-Adventures anspielt. Wenn Indi erwischt wurde, konnte er antworten, dass er modische Lederjacken verkaufen würde. Agent Starborn kann dementsprechend an einer Stelle sagen, dass er feine Cyberpunk-Jacken verkaufen würde. Bei Starborn handelt es sich um den zweiten Charakter, welcher von Spieler kontrolliert werden kann. Der dritte Akt spielt im Jahr 2074 und der Spieler übernimmt die Rolle von Agent Starborn, welcher eine leicht andere Steuerung hat. Natürlich hat Starborn keinen unendlichen Beutel und er muss nicht Dinge aus dem Inventar mit anderen Dingen aus einer Szene zusammen klicken, sondern kann einfach durch Anklicken in der Szene interagieren. Natürlich erinnert die Grafik in der Zukunft nicht mehr an eine Fantasy-Welt, sondern eher an SciFi-Filme aus den 80er Jahren.

 

Bildergalerie von Guard Duty (13 Bilder)

Das Spiel ist sehr schön und nostalgisch gestaltet, die Rätsel sind nicht so schwer oder fordernd, so dass kurzes Nachdenken die Situation schnell auflösen kann. Sollte dies einmal nicht ausreichen, so gibt es immer noch die Todo-Liste, welche helfen kann. Dabei variieren die Rätsel auch, so dass Tondbert mal eine Spinne durch taktisches Zupfen der Spinnennetze ablenken muss oder sich mit einem Kompass durch eine Eishöhle klicken muss. Tondbert selbst ist der klassische Underdog, welcher dann die Prinzessin retten wollen würde und dabei die ein oder andere Katastrophe auslöst. Die Grafik ist absichtlich pixelig und scheint aus der Zeit gefallen, passt aber sehr gut zum Spiel. Die Steuerung ist sehr intuitiv. Es wird aber auf Hilfsmittel, wie die Hotspotanzeige, verzichtet. Die Musik und Voice Actors des englischen Spiels sind gut vertont und wissen zu gefallen. Auch die Texte sind auf Englisch, was bei einem Kauf zu berücksichtigen ist. Ansonsten ist das Spiel gespickt mit verrückten Typen und Charakteren, welche aber nicht zwingend im Gedächtnis bleiben. Ebenso finden sich weitere viele Anspielungen und schon die Idee mit den Bienenstichen ist zum schreihen komisch. Auch kommt das Thema DLC vor, aber auf eine ganze andere Art als man denken sollte. Die Spiellänge ist nicht besonders lang, aber alles in allem macht das Spiel Spaß und kann durchaus bekannte nostalgische Gefühle wecken. Leider wirkt der SciFi-Teil etwas kurz und unausgegoren.


Das Fazit von: VanTom

VanTom

Endlich wieder neues Point & Click-Futter im Stile eines Monkey Island, welches sich auch selbst nicht zu Ernst nimmt. Es gibt bei Guard Duty viel zu lesen und ist ausgezeichnet vertont worden. Es wird so einige Klischees bedient. Die Idee mit den zwei Zeitebenen ist auch sehr schick und würde auch gut in die 80er und 90er passen. Die Schwierigkeit der Rätsel ist nicht so hoch, so dass sie durch alte Adventurehasen ganz gut zu lösen sind. Das Spiel ist handwerklich sehr gut gemacht und man merkt den Entwicklern an, dass sie das Spiel mit Herzblut geschrieben haben. In der Art gerne mehr...


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positiv negativ
  • Klassisches Point & Click
  • Verrückte Geschichte mit Wendungen
  • Pixelart
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  • SciFi-Teil kürzer als Fantasy-Teil





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