Haunt - Das Böse erwacht

Haunt - Das Böse erwacht

Originaltitel: Haunt
Genre: Horror
Regie: Mac Carter
Hauptdarsteller: Harrison Gilbertson
Laufzeit: DVD (85 Min) • BD (85 Min)
Label: Universum Film
FSK 16

Haunt - Das Böse erwacht   22.07.2014 von GloansBunny

Manchmal sind Umzüge nicht gerade lohnenswert, vor allem nicht, wenn es sich um ein verfluchtes Haus handelt. Ist der Gruselfilm Haunt - Das Böse erwacht das ultimative Super-Erbe oder doch eher lästig wie die Erbschaftssteuer? GloansBunny sieht sich das Schauspiel einmal genauer an ...

 

Großfamilien brauchen Platz, und was ist besser geeignet als ein schönes, freistehendes Einfamilienhaus? Teenie Evan Asher (Harrison Gilbertson) packt mit samt seinen Eltern Alan (Brian Wimmer) und Emily (Ione Sky) und den beiden Schwestern Sara (Danielle Chuchran) und Anita (Ella Harris) seine sieben Sachen, um in ein abgeschiedenes Anwesen einzuziehen. Dass auf dem Haus ein Fluch liegt und dort erst vor kurzem die Familie Morello (u.a. Jacki Weaver) auf mysteriöse Art und Weise ums Leben gekommen ist, erfährt Evan von dem hübschen Nachbarsmädchen Sam (Liane Liberato), in die er sich prompt verliebt. Fasziniert von der Geschichte machen sich die beiden Jugendlichen zu einer Erkundungstour auf, welche durch die knarzenden Zimmer des Hauses führt. Als sie schließlich auf eine unheimliche, alte Box stoßen, mit der man angeblich Kontakt zur Geisterwelt aufnehmen kann, siegt die innere Neugier. Kann die Kiste wirklich Frequenzen aus einer anderen Welt empfangen oder sind das alles nur Gruselmärchen? Nichtsahnend, was sie anrichten könnten, aktivieren Evan und Sam die mysteriöse Maschine. Doch dass, was das Gerät den Hausbewohnern offenbart, ist weitaus gefährlicher mordlustiger, als die Gerüchte behaupten ...

 

Der Debüt-Film Haunt - Das Böse erwacht von Regisseur Mac Carter verdient wirklich großes Lob. Die stimmungsvolle, düstere Atmosphäre und die authentischen, unverbrauchten Darsteller (allen voran Harrison Gilbertson und Liane Liberato) harmonieren perfekt und werden durch eine zwar nicht neue, aber unheimlich spannende und atemlose Story samt kleiner, etwas genreuntypischer Liebesgeschichte gekonnt in Szene gesetzt. Kleinere Innovationen wie etwa in zwei Zeitebenen erzählte Geschichten oder das abrupte, nicht unbedingt vorhersehbare Ende lassen Haunt - Das Böse erwacht aus dem herkömmlichen Verfluchtes-Haus-Einheitsbrei hervorstechen. Die sinnigen, gut synchronisierten Dialoge und die subtilen, blutarmen Effekte runden das düstere Old-School-Horrorflair gekonnt ab. Herrlich gruselige Kulissen, perfekt gesetzte Schockmomente und ein passendes Soundkonstrukt sorgen immer wieder für Gänsehaut und in den Adern gefrierendes Blut. Mac Carter gelingt es dank Unterstützung des Paranormal Activity-Produktionsteams, Haunt - Das Böse erwacht zu einem abendfüllenden, atmosphärischen und unterhaltsamen Filmerlebnis zu befördern.

 

Bildergalerie von Haunt - Das Böse erwacht (12 Bilder)

Auch technisch kann Haunt - Das Böse erwacht überzeugen. Die matten, sehr dunkel gehaltenen Farben unterstreichen die gestochen scharfen Szenen gekonnt und tragen erheblich zur Gruselatmosphäre bei. Die Schwarzwerte sind kräftig, wenngleich die Kontrastzeichnung auch das ein oder andere Kulissendetail in den optischen Hintergrund rücken lässt. Der cineastische Sound ertönt glasklar und dank der DTS-HD MA 5.1 Spur immer aus den richtigen Boxen und verschluckt den Zuschauer regelrecht mit seinem düsteren Ambiente. Lediglich beim Thema Extras bemerkt man das geringe B-Movie-Budget von Haunt - Das Böse erwacht. Neben dem obligatorischen Wendecover befinden sich lediglich eine Trailershow und der original Kinotrailer auf der Disk.


Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

"Aha, mal wieder ein verfluchtes Haus ... Gähn ...". Das waren meine ersten Gedanken, als ich Haunt - Das Böse erwacht in meinen Händen hielt. Doch ich wurde positiv überrascht, extrem positiv sogar! Obwohl die Story nicht neu ist und die nebenbei erzählte Liebesgeschichte der Teenager etwas genreuntypisch ist, liefert Regisseur Mac Carter mit diesem Gruselfilm ein bombastisches Debüt ab. Garniert mit kleineren Innovationen, klasse Darstellern, tollen Kulissen und einer grandiosen Atmosphäre hat es Haunt - Das Böse erwacht tatsächlich geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen! Perfekt getimte, subtile Schockmomente, eine stimmige Story und authentische Dialoge und die sehenswerte technische Qualität und einem konstant aufrecht erhaltenem Story-Spannungsbogen sorgen für einen fesselnden Filmabend. Neben Sinister ist Haunt - Das Böse erwacht für mich eine DER Überraschungen im Horror-Segment und für Genrefans und Freunde von klassischem Old-School-Grusel absolut empfehlenswert!


Die letzten Artikel der Redakteurin:




Kommentar verfassen

Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.

Noch 1000 Zeichen übrig

Meine Eingaben merken?

Ich akzeptiere die AGBs


Kommentare[X]

[X] schließen