Slither - Voll auf den Schleim gegangen

Slither - Voll auf den Schleim gegangen

Originaltitel: Slither
Genre: Horror-Komödie
Regie: James Gunn
Hauptdarsteller: Nathan Fillion
Laufzeit: DVD (91 Min) • BD (95 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 16

Slither - Voll auf den Schleim gegangen   28.07.2014 von GloansBunny

Wenn ein gut gelaunter Grusel-Regisseur eine Hommage an die Horrorfilme der 1980er Jahre dreht, kann daraus ein Film wie Slither - Voll auf den Schleim gegangen entstehen. Ist der Film ein gelungener Liebesbeweis oder eher gammelige 08/15-Kost? GloansBunny riskiert einen Blick ...

 

Das Leben in der amerikanischen Kleinstadt Wheelsy ist beschaulich überschaubar. Die Straßen sind sauber, die Vorgärten akkurat gepflegt, die Hunde wohl erzogen und die Kinder benutzen brav den Zebrastreifen, der von fleißigen Schulweghelfern eisern bewacht wird. Kurzum: das Leben in diesem Kaff ist stink langweilig. Während Lehrerin Starla Grant (Elizabeth Grant) ihren Schülern als gedanklich nackte Malvorlage dient, jagen Sheriff Bill Pardy (Nathan Fillion) und seine unterbeschäftigten Polizisten mit der Radarpistole heimische Vögel statt Temposünder. Als eines Abends jedoch Starlas Mann Grant Grant (Michael Rooker) auf Grund ehelicher Dispute sturzbetrunken mit der willigen Brenda Gutierrez (Brenda James) im Wald auf einen mysteriösen, schleimigen Meteoriten stößt, gerät die dörfliche Idylle ins wanken. Ein außerirdischer Parasit beschließt, Grant als Wirt zu benutzen und verwandelt den braven Ehemann in einen glitschigen, mit Tentakeln und Geschwülsten verzierten Monster-Mutanten mit gewaltigem Kohldampf auf Fleisch. Um diesen zu stillen, machen sich unzählige Ekelwürmer auf die Jagd nach Wild- und Haustieren, nur um ganz nebenbei noch die Bürger Wheelsys zu verspeisen und in hirnlose Zombies zu verwandeln. Die einzige Chance, die Ausbreitung des Parasiten zu verhindern, sind Starla und Bill, wenn da nicht ein kleines Problem wäre: der tentakelige Mega-Kraken-Grant will sich paaren- und zwar mit keiner Geringeren als Starla selbst ...

 

Mit Slither - Voll auf den Schleim gegangen liefert Regisseur James Gunn (Guardians of the Galaxy) eine liebevoll umgesetzte, nicht ganz ernst gemeinte Hommage an die Horror- und SciFi-Filme der 1980er Jahre. Mit viel Charme, Gedärm und Ekeltentakeln gelingt es Gunn, eine witzige, unterhaltsame und effektreiche Story zu kreieren. Garniert mit einem ordentlichen Schuss Gags und Situationskomik ist Slither - Voll auf den Schleim gegangen nicht zuletzt dank der frischen Schauspieler wie etwa Nathan Fillion (Percy Jackson - Im Bann des Zyklopen) oder Michael Rooker (The Walking Dead) ein Spektakel für Genrefans. Anspielungen auf Star Wars, Alien und viele weitere große und kleine Filme der 1980er zaubern ein Lächeln auf das Gesicht der B-Movie-Freunde. Die Mischung aus von Puppenspielern gesteuerten Monstern, schauriger Maskenbildnerarbeit und gut gelungenen, etwas überzeichneten CGI-Effekten tut ihr Übriges, um auch Splatter-Fans auf ihre Kosten kommen zu lassen. James Gunns Sinn für Humor und Liebe zum Detail spiegeln sich in jeder Szene wieder, so dass Slither - Voll auf den Schleim gegangen zu einer niemals langweiligen, durchaus sehenswerten und wirklich humorvollen Sci-Fi-Action-Splatter-Komödie mutiert. Und wer ganz genau hinsieht, wird selbst den ein oder anderen Logikfehler als liebenswertes Gimmick empfinden ...

 

Bildergalerie von Slither - Voll auf den Schleim gegangen (22 Bilder)

Technisch bewegt sich die Blu-ray-Fassung auf unebenem Terrain. Während Soundabmischung und deutsche Synchronspur sehr gelungen und mit bekannten Sprechern besetzt sind, präsentiert sich die Bildqualität der Blu-ray-Fassung in hellen Szenen gestochen scharf und in voller Farbpracht, nur um in den vielen dunklen Szenen mit unterirdisch schlechten Schwarzwerten und körnigen Unschärfen zu erschrecken. Auch gelegentliche Bildruckler lassen sich leider nicht verbergen. Die Extras dagegen sind wirklich feinstes Entertainment. Neben dem obligatorischen Wendecover warten einige Trailer, ein Audiokommentar, Outtakes und entfallene Szenen darauf, gesehen zu werden. Besonders interessant und unterhaltsam aber sind die vielen Einblicke hinter die Kulissen. Besonders die Entstehung der Monster (18 Minuten), das Tagebuch von Lloyd Kaufmann (9 Minuten) und die Entstehung der visuellen Effekte (5 Minuten) sind extrem lohnenswert. Zudem sind noch etliche weitere Extras auf der Disk vorhanden, die insgesamt über 80 Minuten Laufzeit umfassen. Respekt, so viel Bonusmaterial wie Slither - Voll auf den Schleim gegangen liefern moderne Filme nur noch selten mit!


Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

Slither - Voll auf den Schleim gegangen ist eine liebenswerte, unterhaltsame und extrem witzige Hommage an große Filme der 1980er Jahre. Mit vielen Effekten, zahlreichen Wortwitzen und amüsanter Situationskomik gelingt es Regisseur James Gunn, ein wahres Fest für B-Movie-Fans auf den Bildschirm zu zaubern. Dass der Film sich zu keiner Zeit selbst ernst nimmt und nicht mit Ekel und Gedärm geizt beweist nur, dass die 80er noch lange nicht tot sind. Die Vielzahl an informativen und lustigen Extras würden das super gelungene Gesamtbild von Slither - Voll auf den Schleim gegangen eigentlich abrunden, wenn da nicht die teilweise schlechte Bildqualität der Blu-ray-Fassung wäre. Der furchtbare Schwarzwert der dunklen Szenen, das stellenweise sehr grobkörnige Bild und die Ruckler kosten dieser tollen Splatter-Komödie leider einen Wertungspunkt. Meine letzten Worte zu dieser Hommage: FLEISCH!!!


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