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High Lane

Originaltitel: High Lane (Vertige)
Genre: Thriller • Horror
Regie: Abel Ferry
Hauptdarsteller: Nicolas Giraud • Justin Blanchaert
Laufzeit: ca. 83 Minuten
Label: Koch Media
FSK 16

High Lane   17.06.2010 von Panikmike

Wenn man den Spruch („Wie Cliffhanger, nur realistischer“) auf dem Cover liest, dann weiß man trotzdem immer noch nicht so richtig, wie man den Film eingliedern soll.  Ist es ein Actionfilm oder doch eher eine Kombination aus verschiedenen Genres, denn wenn man die Bilder auf der Rückseite betrachtet, dann könnt man teilweise von einem Horrorfilm ausgehen! Die Franzosen konnten sich anscheinend nicht ganz entscheiden und haben hier drei verschiedene Genres vereint. Der Film hat ein bisschen was von einem Actionfilm, doch er ist auch spannend wie ein Thriller und nebenbei hat er Anwandlungen von einem Horrorfilm. Ob das in dieser Kombination etwas taugt?

Zwei befreundete Pärchen wollen das Wochenende mal anders verbringen und suchen sich den besonderen Kick. Die Vier fahren  gemeinsam mit dem Ex-Freund von Chloé in die Berge, um eine Kletterpartie in der Wildnis zu wagen. Alle außer Loïc sind von dem Kurs hellauf begistert. Dieser hat Höhenangst und kann nicht aus seiner Haut rauskommen. So klettern zwar alle um die Wette, doch die Situation eskaliert, als Loïc schweißtreibend nicht mehr weitergehen möchte. Sie stellen fast, dass der Parcours stillgelegt worden ist, weil er Instand gesetzt werden muss. Doch die Gruppe lässt sich nicht davon abhalten und geht das Risiko ein abzustürzen. Doch nun gibt es kein Zurück mehr, denn dummerweise befindet Loic sich auf einer hohen, selbstgebastelten Hängebrücke, die extrem wackelt und instabil aussieht. So kommt es, wie es kommen muss. Die Brücke stürzt in sich zusammen, doch wie ein Wunder wurde keiner der fünf verletzt. Aber wie soll es nun weiter gehen, da der Rückweg nicht mehr möglich ist?!  Sie suchen nach einem anderen Weg, werden dabei getrennt und es wird Nacht. Da keiner eine Ahnung hat, wo sie sind, wird der Rückweg dadurch noch unmöglicher. Vier der Freunden finden eine Hütte und denken, dass dort die Rettung steckt, doch haben sie ein noch größeres Problem, als sie es jetzt schon haben…

Die Kombination aus Action, Thriller und Horror geht hier nicht ganz aus. Der Anfang des Films ist in der Tat mit Cliffhanger zu vergleichen, doch leider fehlen der Tiefgang und die Spannung. Als dann die Brücke einstürzt, wird der Film interessanter, doch so richtig zünden kann die Geschichte trotzdem nicht. Es ist nichts Neues und einige logische Filmfehler gegen Ende des Films machen das Gesamtwerk unspektakulär und stempeln den Film ab.

Das Bild der Blu-ray wurde seitens Koch Media sehr gut umgesetzt. Die Kletterszenen sehen sehr gut aus, die Landschaft wirkt sehr natürlich und farbenfroh. Der Schwarzwert ist ebenso gut, besonders in den Nachtszenen und in dem Haus sieht man dies gut. Leider gibt es immer wieder  Bildrauschen zu sehen, welches besonders in den dunklen Szenen im Haus auftaucht. Generell ist es aber nicht so schlimm, man kann nicht meckern. Alles in allem wird ein sehr gutes Bild geliefert!

Mit dem Ton ist es leider nicht so gut. Die deutsche Übersetzung ist zwar gut gelungen, doch leider fehlen dem Film fast komplett die Surroundeffekte. Der Bass hat Pause und auch die hinteren Lautsprecher werden nur in ein paar Szenen benutzt. Die Musik wird schön auf alle Boxen verteilt, warum hat man das bei den Effekten nicht auch so gemacht? Besonders beim Regen in der Mitte des Films ist es mir aufgefallen. Hier hört man zwar das Prasseln der Tropfen aus allen Boxen, doch die Lautstärke ist klar im vorderen Bereich. Das ist sehr schade, besonders weil der Film ein paar Schockmomente enthält, die bei diesem Mischverhältnis leider untergehen.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Am Anfang war ich von High Lane begeistert. Die Kletterpartien sind spannend, gefährlich und atemberaubend. Die Wendung vom dramatischen Kletterfilm zum Horrorthriller ist gut gemacht, der Regisseur verstand sein Handwerk. Die Spannung geht bis zum Schluss, leider wurde die finalen 10 Minuten in meinen Augen so versaut, dass der Film keine gute Wertung mehr erhalten kann. Der Bösewicht jagt hinter einem der Darsteller her, trifft ich mit einem Pfeil von vorne, obwohl er hinter ihm ist! Ebenso ist die finale Szene leider sehr unrealistisch. Seht selbst, ich möchte euch nicht zu viel verraten. Generell ist der Film spannend und auch gut, wenn man die letzten 10 Minuten außer Acht lässt. Für Natur- und Thriller-Fans empfehlenswert.


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