Kidnapping Freddy Heineken

Kidnapping Freddy Heineken

Originaltitel: Kidnapping Mr. Heineken
Genre: Thriller
Regie: Daniel Alfredson
Hauptdarsteller: Anthony Hopkins
Laufzeit: DVD (91 Min) • BD (95 Min)
Label: Splendidfilm
FSK 16

Kidnapping Freddy Heineken   15.05.2015 von Panikmike

So gut wie jeder Erwachsene hat schon einmal den Namen Heineken gehört. Die meisten verbinden damit eine Biermarke aus Amsterdam, welche immer noch erfolgreich geführt wird. 1983 wurde der Unternehmer Alfred Henry (Freddy) Heineken entführt, was der Film Kidnapping Freddy Heineken mit Sam Worthington und Anthony Hopkins detailreich aufzeigt …

 

Alfred Henry (Freddy) Heineken wurde 1923 in Amsterdam geboren und stieg 1942 in das Brauereigeschäft seines Urgroßvaters und seines Vaters ein. Im Laufe der Zeit durchlief er verschiedene Abteilungen, blieb dann aber im Marketing hängen. 1971 wurde er dann zum Vorstandschef, was ihm sehr viel Geld einbrachte. Das ist auch der Grund, warum die Kleinkriminellen Cor Van Hout (Jim Sturgess) und Willem Holleeder (Sam Worthington) zusammen mit Freunden den Biermogul Freddy Heineken (Anthony Hopkins) und dessen Chauffeur entführen. Nachdem sie beide in ihr sicheres Versteck gebracht haben, fordern sie ein Lösegeld von 35 Millionen Gulden (= ca. 15 Millionen Euro). Anfangs möchte die Familie nicht zahlen, doch als die Polizei selbst nach drei Wochen Ermittlungsarbeit noch keine wirklichen Fortschritte aufweisen kann, muss das Geld doch übergeben werden …

 

2011 gab es über diese Entführung schon einmal einen Film mit Rutger Hauer in der Hauptrolle. Die Neuverfilmung basiert auf einem Buch, was wiederum auf der wahren Entführung von Heineken basiert. Das Verbrechen ging damals durch alle Medien, und obwohl die Verbrecherbande überführt und eingesperrt wurde, hat man ca. die Hälfte des Lösegeldes nie gefunden.

 

Da die Geschichte nicht an den Haaren herbei gezogen wurde und wirklich passiert ist, ist es umso wichtiger, dass der Zuschauer von den Darstellern überzeugt ist. Leider liegt da auch das Problem, denn nicht alle Schauspieler brillieren in ihren Rollen. Anthony Hopkins zum Beispiel sieht eher gelangweilt als schockiert aus, und auch seinem Chauffeur sieht man die Angst nicht wirklich an. Die Verfilmung selbst ist einigermaßen gelungen, doch die Geschichte braucht eine Zeit lang, um in Fahrt zu kommen. Danach sind die meisten Momente spannend und gut gemacht, was definitiv den Schauspielern wie Sam Worthington, Jim Sturgess und Ryan Kwanten zu verdanken ist. Wer allerdings denkt, er wird einen rasanten Thriller mit viel Action sehen, der irrt. Die meiste Zeit ist der Film ruhig und nur gelegentlich geht für eine kurze Zeit die Post ab.

 

Bildergalerie von Kidnapping Freddy Heineken (8 Bilder)

Die Qualität der Blu-ray ist in Ordnung, doch auch hier hat man schon Besseres gesehen. Die etwas düstere und dunkle Art des Bildes ist wahrscheinlich absichtlich aufgrund der Geschichte so gemacht worden, was durchaus auch passt. Nur hin und wieder ist das Bild zu dunkel und man kann kaum Details erkennen. Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Wie schon erwähnt ist der Film sehr ruhig, daher kann er auch kaum Highlights aufweisen. Bei den Actioneinlagen macht der Bass allerdings mit und auch die Effekte dürfen aus den hinteren Boxen schallen. Extras gibt es leider nur wenige, was ich an dieser Stelle sehr schade finde. Neben der B-Roll und einigen Interviews gibt es nur den Trailer zu sichten. Dafür hat der Filmfan die Möglichkeit, ein limitiertes Steelbook zu kaufen. Das Cover weicht vom normalen Blu-ray-Cover hierbei komplett ab.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Die Schauspieler und auch der Fakt, dass diese Entführung in Wirklichkeit in den 80ern passiert ist, waren für mich zwei Gründe, Kidnapping Freddy Heineken anzusehen. Leider habe ich mir mehr erwartet, als ich dann letztendlich bekommen habe. Die Geschichte selbst wurde relativ gut inszeniert, allerdings gibt es einige Längen, die nicht hätten sein müssen. Zudem merkt man einigen Schauspielern an, dass sie entweder keine große Lust, oder aber der Regisseur und die Produzenten sie sehr an der kurzen Leine hatten. Wer sich für Filme dieser Art interessiert, kann beruhigt einen Blick darauf werfen. Einen hochkarätigen Thriller darf man sich aber nicht erwarten. So bleiben zum Schluss 6 von 10 Punkten übrig.


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