Und schon wieder gibt es ein Abenteuer im Klötzchen-Universum – dieses Mal den zweiten Teil von Batman. Wird es nicht langsam langweilig, immer wieder dieselbe Spielmechanik zu verwenden? Ist denn irgendwann einmal das Ende der Lego-Ära in Sicht? Diese Fragen können wir Euch nicht beantworten, aber eines ist sicher: Lego Batman 2 hat einige Neuerungen, die wir Euch nun vorstellen …
Am Spielprinzip hat Traveler´s Tales nicht viel geändert, im Großen und Ganzen ist es immer noch ein typisches Lego-Spiel. Jedoch haben sich die Entwickler scheinbar Gedanken gemacht, wie sie den Fan mit Neuerungen unterhalten können.
Wem das Prinzip der Spiele bisher nicht klar ist, der sollte sich vorab die letzten Berichte zu Lego Fluch der Karibik oder Lego Harry Potter – Die Jahre 5-7 durchlesen.
Stein auf Stein – das Häuschen muss bald fertig sein
In Gotham City ist aber so einiges anders, dort gibt es viel zu tun. Der Spieler bekommt eine Art Open-World präsentiert, in der er Personen helfen, Bösewichte besiegen, Rennen absolvieren und Bonuslevel finden muss. Natürlich sind auch wieder die besonderen, zu sammelnden goldenen und roten Steine mit von der Partie. Wie immer kann man alle beim ersten Durchlauf sowieso nicht erwischen, auch Lego Batman 2 ist dafür ausgelegt, jeden Abschnitt mindestens zweimal zu spielen. Natürlich braucht der Spieler dazu auch verschiedene Charaktere, die er im Laufe des Spiels freikaufen kann. Superman zum Beispiel erreicht verborgene, luftige Verstecke, welche die anderen Superhelden nicht erreichen können. Ebenso wird der Einsatz der Spezialfähigkeiten der verschieden Protagonisten gefordert. Trotz des Namens Lego Batman, verstecken sich im Spiel einige DC Charaktere, wie zum Beispiel der eben erwähnte Superman oder aber auch Catwoman und Mr. Freeze. Diese bringen Abwechslung ins Spiel, auch wenn sie erst gegen Ende des Spiels auftauchen. Wie auch die anderen Lego-Spiele können zwei Fans per Splitscreen zusammen spielen, leider gibt es schon wieder keinen Onlinemodus.
Bildergalerie von Lego Batman 2: DC Super Heroes (14 Bilder)
Augenweide oder Klötzchen-Grafik?
Die Grafik der meisten Lego-Adventures ist zweckmäßig, weil der Fokus eher auf den Helden, der Spielmechanik und der Geschichte liegt. In Lego Batman 2 hingegen haben die Entwickler satte Arbeit geleistet, den Spielern etwas für die Augen präsentieren zu können. Die neue Engine kommt gut zur Geltung, das Spiel sieht im Vergleich zu den anderen Lego-Titeln verdammt gut aus. Der Spieler wird viele Details, überzeugende Texturen, tolle Effekte und viele grafische Leckerbissen erkennen. Alleine die Hintergründe sind sehr schön gezeichnet und zaubern oftmals ein „WOW“ auf die Lippen. Klar kann die Grafik trotzdem nicht mit aktuellen Titeln mithalten, aber es handelt sich hier immerhin „nur“ um ein Lego-Spiel!
Was ist neu?
Lego Batman 2 bietet einiges, was es bisher im Lego-Universum nicht gab. Es gibt Finishing-Moves, Speicherpunkte innerhalb der Missionen und neue Greif-Schwinger. Da nur 15 Missionen zu meistern sind, wurden diese dementsprechend lang gestaltet. Daher haben die Entwickler manuelle Speicherpunkte eingebaut, die man einfach nur aktivieren muss. Der Spieler kann somit auch mitten im Level aufhören und später vom Check-Point wieder weiter spielen.
Schaut man sich die Kampfaktionen genauer an, dann wird dem Fan schnell auffallen, dass man nun Finishing-Moves zur Verfügung hat. Diese bringen mehr Punkte, die man wiederrum gut für den Kauf diverser Specials oder Figuren benötigen kann. Doch auch die Standard-Spielmechanik wurde aufgebohrt. Batman und die Helden können von nun an von Greifpunkt zu Greifpunkt schwingen. Dies ist zwar keine richtige Besonderheit, bringt aber doch eine kleine Abwechslung ins Spiel.

Was natürlich nicht fehlen darf, sind die verschiedenen Anzüge, welche Batman und Robin benutzen dürfen. Manche Rätsel können nur damit gelöst werden. Mit einem kann sich der Spieler zum Beispiel unsichtbar machen, mit einem anderen auf elektrischen Oberflächen gehen oder aber auch Maschinen zum Laufen bringen. Doch fast alles ist hinfällig, wenn Superman im Laufe des Spiels auftaucht. Dieser kann neben dem Fliegen und durch Wände sehen fast alles, was man benötigt. Natürlich nur im übertragenden Sinne – Superman hat es einfach drauf!
Wer ein wenig Abwechslung sucht, der kann sich mit diversen Fahrzeugen austoben. In verschiedenen Abschnitten darf der Spieler besondere Vehikel lenken, um bestimmte Ziele abzuballern. Doch schon nach kurzer Zeit nervt das Rumfahren, besonders wenn es minutenlang dauert, bis
ein weiteres Ziel gefunden und abgeschossen werden muss.
Eine weitere Neuheit gibt es noch, diese ist aber mit zwei unterschiedlichen Augen zu betrachten. In diesem Abenteuer können die Lego-Figuren sprechen. Ja, Ihr habt richtig gelesen! Es ist das erste und hoffentlich auch das letzte Abenteuer, in dem die Klötzchen-Menschen verbal kommunizieren. Auf der einen Seite ist dies sicherlich zeitgemäß und einige Fans haben sich das gewünscht, auf der anderen Seite hingegen war das unverständliche Gebrabbel der Figuren bisher legendär. Im Endeffekt muss jeder Spieler selbst wissen, ob er das Gut heißen kann, ich für meinen Teil finde es eher negativ! Zumindest wurde der Soundtrack sehr gut umgesetzt, dieser unterstützt die düstere Atmosphäre zu jeder Zeit.
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