Line Rider Freestyle

Line Rider Freestyle

Publisher: Koch Media
Genre: Geschicklichkeitsspiel
Art: Midprice Titel
Erscheinungsdatum: 31.07.2009
USK 0

Line Rider Freestyle   13.08.2009 von Panikmike

Wann wirds mal wieder richtig Sommer? Naja auf alle Fälle nicht bei dem neuesten Spiel von Koch Media/Deep Silver. Einst ein kleines Flashspielchen, kommt das Spiel nun mit neuen Features für die Wii. Ob das Spiel auf Nintendo´s Konsole ebenso gut gelungen ist wie auf dem PC, könnt ihr hier nachlesen…

Das Ziel des Spiels ist sehr schnell erklärt. Ihr müsst es schaffen, dass es euer Rodler ins Ziel schafft. Vorbei an verschiedenen Hindernissen geht es über den Parcours steil nach unten. Doch wie kann man das schaffen? Erstmal wählt ihr im Hauptmenu den Modus eurer Wahl. Es stehen euch drei verschiedene zur Verfügung. Im Storymodus müsst ihr euer Profil anlegen und dann bekommt ihr noch ein paar Tipps zum Spiel. Danach beginnt ein witziges Intro und ihr könnt loslegen. Die Levels sind in verschiedene Abschnitte geteilt, anfangs sind die Missionen sehr einfach, um mit der Steuerung und dem gesamten Spiel klarzukommen. Man kann von Anfang an nicht alle Levels spielen, manche muss man sich erarbeiten. Es gibt verschiedene Münzen, die man aufsammeln muss, um neue Abschnitte spielen zu können.

Nun aber mal zur Steuerung und zur Erklärung des Ziels. Ihr habt einen Rodler und müsst ihn einfach nach unten bringen. In gewissen Abschnitten ist keine Linie eingezeichnet. Das heißt im Klartext, das ihr hier nun eine Linie anbringen müsst. Doch mit einer einfachen Gerade oder einer Kurve ist nicht alles getan. Ihr habt Beschleunigungswerkzeug, Bremsstreifen und noch ein paar Gimmicks mehr zur Verfügung. So müsst ihr also einen Weg zeichnen, um euren Charakter sicher nach unten zu bringen. Doch Vorsicht, zittert ihr ein wenig beim Malen, so kann es schon sein, dass eine kleine Unebenheit euren Rodler ins Schwanken bringt. Also wenig Kaffe und Zigaretten, dann klappt es auch mit den geraden Linien. Im späteren Spielverlauf müsst ihr Rampen, Tempolinien und mehr bauen, um das Level zu schaffen.

Generell fordert das Spiel sehr, aber die Steuerung ist schon ein wenig krass. Ich habe alleine für den ersten Level zig Versuche gebraucht. Man malt so schnell eine Unebenheit und dann kann man von vorne anfangen. Klar gibt es auch einen Radiergummi, aber das dann so genau wegmachen, ist auch sau schwer. Ich finde die Steuerung zwar gut und innovativ, aber zu hackelig und auch zu schwer für dieses Spiel. Manchmal macht man echt eine gerade Linie und wackelt ganz leicht mit der Fernbedienung und schon ist es vorbei. Allerdings kann man dann die Kurvenfunktion nutzen. Hier klickt man auf Position eins und zwei. Dann wird zwischen beiden Punkten eine Kurve gebaut, die man dann an zwei Punkten verformen kann. Es ist zwar super, dass die Berechnung des Schlittens sehr real erscheint und physikalisch korrekt, doch ein bisschen weniger davon hätte dem Spiel gut getan. Man braucht wirklich eine ruhige Hand, viel Geschick und vor allem wahnsinnig viel Geduld.

Die Geschichte umfasst 40 Levels, die man jedoch relativ schnell durchgespielt hat. Sehr schade, denn Potential wäre viel mehr da gewesen! Aber es gibt ja noch mehr. Im Puzzle- und Freestylemodus könnt ihr eure eigenen Strecken bauen und euch individuell austoben. Allerdings gleich mal vorweg: Ein Level zu bauen kostet viel Zeit und Geduld. Der Vorteil ist, dass man die fertigen Meisterwerke dann per Internet austauschen kann. So kann man immer wieder mal das Spiel einlegen und sich die neuen Strecken von anderen Spielern ansehen!

Die Grafik ist okay, allerdings erfüllt sie mehr oder weniger nur ihren Zweck. Die Zwischensequenzen sind nett gemacht, aber eher etwas für Kinder. Dort ist die Grafik schön umgesetzt, allerdings mit wenig Details. Im Spiel selbst darf man nicht viel erwarten, aber was soll man an so einer Stelle schon viel besser machen? Der Sound ist grandios, allerdings nur für alle Elektronikfreaks. Diese werden sich an den schönen Tracks erfreuen, alle anderen werden eher den Griff zum Radioknopf wagen. Ich finde allerdings den Sound sehr passend, die Effekte sind vorhanden, gehen aber ein wenig unter! Einzig und alleine der Technojodler geht gar nicht. Hier kann ich nachvollziehen, wenn Spieler den Sound absolut grausam finden. Aber bei diesem einen Musikstück kann man immer noch ein Auge zudrücken und leiser machen!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich find das Spiel sehr nett, allerdings für einen Brüller reichen die Features und die Ideen nicht. Der Sound ist gut, die Grafik passend, aber im Spielgeschehen fehlt mir einfach etwas. Der Storymodus ist zu kurz und der Editor zu zeitaufwendig. Klar geht man hier nicht von einem Vollpreistitel aus, da das Spiel von Haus aus nur um die 30 Euro kostet. Daher werden Puzzlefans begeistert sein und es wird sich sicherlich noch eine große Fangemeinde um das simple, aber geniale Spielprinzip bilden. Hut ab vor der großartigen Idee, die man aber noch mehr ausfeilen hätte sollen!


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positiv negativ
  • Steuerung einfach...
  • Super einfaches, aber grandioses Spielprinzip
  • Nette Zwischensequenzen
  • Cooler Elektrosoundtrack
  • ...aber zu genau!
  • Storymodus zu kurz
  • Grafik zu schlicht
  • Editor sehr zeitraubend
  • Kein Mehrspielermodus





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