Lioncast Gaming Headset LX 16 Pro

Lioncast Gaming Headset LX 16 Pro

Publisher: Lioncast
Genre: Headsets
Erscheinungsdatum: 15.12.2014

Lioncast Gaming Headset LX 16 Pro   02.07.2015 von Beef Supreme

Lioncast, der Allrounder im Gaming-Zubehör-Segment, hat mit dem LX 16 Pro den Nachfolger des LX 16 auf den Markt gebracht. Das Headset orientiert sich preislich in der Einsteigerklasse und ist für schmales Geld zu erwerben. Lohnt sich die Anschaffung, wenn das Portemonnaie nicht so prall gefüllt ist?

 

Optik und Verpackung

 

Das Headset mit all seinen Kabeln ist in einer unscheinbaren Kombination aus Pappe und durchsichtigem Plastik verpackt und zeigt somit gleich, dass hier nicht mit einem Premiumprodukt zu rechnen ist. Neben jeder Menge Kabel, die den Anschluss an PS4, PS3, Xbox 360, Xbox One und den PC ermöglichen, liegt der Verpackung nur noch eine Bedienungsanleitung bei. Ist man mit dem Vorgänger, dem LX 16 vertraut fällt auch sofort auf, dass sich am Design nur marginal etwas getan hat. Das Headset ist hauptsächlich schwarz mit einigen wenigen blauen Akzenten und lässt sich am ehesten als schlicht bezeichnen, was aber nichts Schlechtes ist, da die Farbkombination durchaus ansprechend gewählt wurde.

 

Anschlüsse und Haptik

 

Das LX 16 Pro hat den Anspruch an fast allen derzeit gängigen Plattformen zu funktionieren, was durch eine Unmenge an Kabeln realisiert wird. Am Headset selbst befindet sich ein recht kurzes, fest montiertes Klinkenkabel, welches an den PC und an die PS4 angeschlossen werden kann. Auf diese Weise am PC angeschlossen fungiert das LX 16 Pro als reiner Kopfhörer, wird aber in den meisten Fällen problematisch, da das Kabel so kurz ist, dass die Distanz zu PCs, die unter dem Schreibtisch stehen, so nicht überbrückt werden kann, wenn man nicht unter dem Schreibtisch zocken will. Gedacht ist dieser Anschluss für die Klinkenbuchse am PS4-Controller, ohne dass noch meterweise Kabel das Spielen behindern soll. So gut die Idee an sich ist, sie wurde leider nicht zu Ende gedacht. Der Anschluss funktioniert zwar einwandfrei und am PS4-Controller angeschlossen ist auch das Mikrofon aktiv, jedoch befindet sich kein Lautstärkeregler am festverbauten Stück Kabel, sodass die Lautstärke umständlich über das PS4-Menü geregelt werden muss.

Der Lautstärkeregler zusammen mit einem Umschalter zwischen PC, Sony-Konsolen und Microsoft-Konsolen befindet sich am 4,5 Meter langen Zusatzkabel, welches in einem USB-Stecker endet. Damit lässt sich das Headset dann auch am PC als Headset nutzen, mit dem Nachteil, dass nun sehr viel Kabel herumliegt. Vorteil hierbei ist jedoch, dass über diese Verlängerung, das Headset nun auch an alle anderen Konsolen angeschlossen und die Lautstärke geregelt werden kann, in den meisten Fällen sollte die Länge auch bequem bis zum Sofa reichen. Über ein weiteres Zusatzkabel kann das Headset auch am proprietären Klinkenanschluss des Microsoft-Controllers genutzt werden.

 

Hat man das LX 16 Pro entsprechend verkabelt fallen beim Aufziehen zwei Dinge auf: Einerseits ist das Headset sehr leicht, was für einen hohen Tragekomfort spricht. Andererseits wurde, im Gegensatz zum Vorgänger, auf eine Kunstlederverkleidung der Ohrmuscheln verzichtet. Das LX 16 Pro verwendet hierfür eine Stoffummantelung über einem sehr starr wirkenden Schaumstoff. Was auf den ersten Blick recht unbequem wirkt, stellt sich auch bei längeren Sessions als erstaunlich unauffällig heraus. Das Headset ist auch nach längerem Tragen durchweg bequem.

 

Klang- und Sprachqualität

 

Der Sound des Headsets kann leider bestenfalls als Durchschnitt betrachtet werden. Wurde der Vorgänger, das LX 16, noch aufgrund zu dominanten Bässen kritisiert, fehlen diese beim Nachfolger fast völlig. Actiongames mit Dampf kommen so über dieses Headset kaum zur Geltung, und auch für Film- oder Musikgenuss ist das LX 16 Pro nur bedingt geeignet, da in den tieferen Frequenzen so gut wie kein Druck erzeugt wird. Die Sprachqualität hingegen ist durchweg gut und das auch ohne nachträgliche Konfiguration oder Treiberinstallation direkt nach dem Anschließen. Stimmen werden klar und sauber übertragen, wie auch empfangen.


Ein weiterer Nachteil ist auch die Schalldämmung. Durch die sehr leichte Bauweise liegt das Headset kaum am Ohr an, weswegen Hintergrundgeräusche so gut wie überhaupt nicht isoliert werden. Auch mit aufgezogenem Headset kann so ohne weiteres ein Gespräch von anderen Personen im Raum verfolgt werden, was für Spione vielleicht von Vorteil ist, für konzentrierte Gamer jedoch nicht.

 

Bildergalerie von Lioncast Gaming Headset LX 16 Pro (6 Bilder)

Technische Daten

 

  • Kompatibilität: PS4, PS3, XBox360, PC, Mac
  • Anschlüsse: USB & Cinch

 

Kopfhörer

  • Durchmesser: 40mm
  • Frequenzbereich: 20Hz – 18kHz
  • Sensitivität: -58db +- 3db
  • Impedanz: 32Ohm

 

Mikrofon

  • Frequenzbereich: 50Hz – 15kHz

Das Fazit von: Beef Supreme

Beef Supreme

Mir ist natürlich bewusst, dass man für diesen Preis kein Überheadset erwarten kann und das LX 16 Pro erfüllt natürlich auch seinen Zweck, aber die Soundqualität hätte durchaus druckvoller sein können. Schade ist, dass der Klinkenanschluss fest am Headset verbaut ist, ein austauschbares Kabel hätte das Headset ungemein aufgewertet. Auch die Entscheidung, die Lautstärkeregelung am langen USB-Kabel anzubringen ist nur schwer nachvollziehbar, da dadurch der Vorteil, die umständliche Lautstärkenregelung des PS4-Controllers zu umgehen, einfach verschenkt wurde. Insgesamt ist das LX 16 Pro leider nur ein durchschnittliches Headset der Einsteigerklasse, erfüllt aber durchaus seinen Zweck für Sprachchats. Der volle Musikgenuss entfaltet sich mit diesem Stück Hardware zwar nicht, dafür kann man das Teil an fast alles anschließen, das derzeit Töne produziert und ist für den Start sicher nicht die schlechteste Wahl.


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  • Klinkenkabel fest verbaut
  • Lautstärkeregler nur am langen Zusatzkabel
  • Warme Ohren nach längerem Tragen





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