Loony Quest

Loony Quest

Genre: Brettspiel / Zeichenspiel
Autor: Laurent Escoffier, David Franck
Spieleverlag: Asmodee
Empfohlenes Alter: 8+
Spieldauer: ca. 20-30 Minuten
Anzahl Spieler: 2-5

Loony Quest   01.05.2016 von Panikmike

Willst Du der Nachfolger des legendären Königs Fedoor werden? Kannst Du gut zeichnen und hast du eine gute Koordination? Wenn Du dich angesprochen fühlst, dann lies einfach weiter, denn die Chance ist groß, nicht von bösen Monstern gefressen zu werden und die nötigen Erfahrungspunkte zu sammeln, um der große Meister zu werden…

 

Das Spielbrett, das Material und die Vorbereitung

 

Die Verpackung ist ziemlich klein und eher untypisch für ein Brettspiel. Öffnet man die Schachtel so springt einem förmlich gleich die Anleitung entgegen, die auf der ersten Seite den Inhalt präsentiert. Man glaubt an dieser Stelle gar nicht, dass alle Spielmaterialien in der Box enthalten sind, doch die Macher haben alles schön kompakt untergebracht. Das Spielbrett selbst besteht aus der Box und einem beidseitig bedrucktem Spielplan, von denen insgesamt 21 vorhanden sind (42 Level in sieben Welten inklusive zwei Bonuslevel) Das Material ist aus dickem Karton und sehr griffig. Knicke sind nur bei den Levelkarten oder aber bei der Zeichenfolie möglich, diese müssen daher mit Sorgfalt behandelt werden.

 

Zur Vorbereitung müssen nur die vorgestanzten Plättchen ausgelöst und aufgebaut werden. Jeder Spieler nimmt sich ein Charakterplättchen, einen Stift und den Wertungsstab und dann kann der Karton mit dem Level in der Mitte der Spieler aufgebaut werden. Ganz wichtig hierbei ist, dass der Abstand zu jedem Spieler gleich sein sollte, ansonsten ist es für den einen oder anderen Spieler unfair. Danach stellt man noch die Sanduhr auf, nimmt eine weiße Unterlage mitsamt der Bildschirmfolie und schon kann es losgehen.

 

Die Anleitung

 

Auf acht quadratischen Seiten wird das komplette Spiel beschrieben. Die ersten zwei Seiten beschreiben den Inhalt des Spiels und den Aufbau, effektiv werden „nur“ auf den anderen sechs Seiten das Spiel mit seinen zwei Varianten erklärt. Anfänger sollten mit dem normalen Modus beginnen, Profis können den Arcade-Modus versuchen. Dieser unterscheidet sich allerdings kaum, nur dass alle Spieler pro Level ein gemeinsames Handicap in Form einer Strafe bekommen.

 

Das Spielziel

 

Jeder Held versucht mit seinem Zeichenstift die ideale Route zu wählen, um möglichst alle Gefahren zu umgehen und viele Erfahrungspunkte zu sammeln. Am Ende jeder Welt (6 Level = 6 Runden pro Welt) siegt der Spieler mit den meisten Erfahrungspunkten.

 

Der Spielablauf

 

Eigentlich ist das Spiel sehr einfach, beziehungsweise schnell erklärt. Hat man selbst allerdings den Zeichenstift in der Hand, so ist es nicht mehr so einfach, wie es hier in unserem Test klingt. Jeder Spieler hat für sich selbst 30 Sekunden Zeit, die jeweilige Mission zu schaffen. Nach dem die Zeit abgelaufen ist, wird reihum die Leistung des Spielers gewertet und Erfahrungspunkte gemäß den Regeln verteilt. Nachdem alle sechs Runden gespielt wurden, gewinnt der Spieler mit den meisten Erfahrungspunkten. In der Praxis sieht das wie folgt aus:

 

Die Spieler sehen das zu spielende Level und schauen sich am unteren Ende der Karte das Missionsziel an. So müssen zum Beispiel Gefahren umgangen werden, in dem der Spieler von A nach B eine durchgezogene Linie zeichnet. Wird diese unterbrochen oder aber das Ziel nicht erreicht, so gibt es keine Punkte. Insgesamt gibt es vier verschiedene Missionstypen: Objekte verbinden, eine durchlaufende Linie zeichnen, ein oder mehrere Objekte mit einem Ring einschließen oder aber Objekte mit einem Punkt markieren. Dazu gibt es aber eine Vorgabe, wie oft man den Zeichenstift ansetzen darf. Hat der Spieler nach den 30 Sekunden alles richtig gemacht, so regnet es Erfahrungspunkte. Wurde die Mission aber nicht erfüllt, geht der Spieler leer aus. Ebenso gibt es die Möglichkeit einen Abzug zu bekommen, wenn zum Beispiel ein böses Monster berührt wird.

 

Zusätzlich kommen Bonus- und auch Strafplättchen zum Einsatz. Wer auf seinem Weg zum Ziel einen Blitz „angezeichnet“ hat, der bekommt am Ende der Runde ein Bonusplättchen. Damit kann er seinen Gegner in der nächsten Runde schaden oder aber sich selbst etwas Gutes tun. Malt sich der Spieler über eine Bombe, so wird er in der nächsten Runde dafür bestraft. Es gibt fünf verschiedene Bestrafungen, wie zum Beispiel der Handwechsel, welcher dem Spieler zwingt, seine Hand beim nächsten Zeichnen zu wechseln. In den höheren Stufen gibt es dann noch Laser, Schalter und Schlüssel, welche die Spieler nicht berühren dürfen bzw. aufsammelt oder betätigt werden müssen.

 

Bildergalerie von Loony Quest (11 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 21 beidseitig bedruckte Level-Spielpläne
  • 5 Bildschirme (durchsichtige Folien)
  • 5 Unterlagen
  • 5 Stifte mit Schwamm
  • 1 Spielkonsole (Schachtelboden) mit innen aufgedruckter Wertungsleiste
  • 1 Spieloberfläche
  • 1 Sanduhr
  • 5 Wertungsplättchen (Wertungsstäbe)
  • 5 Charakterplättchen
  • 28 Bonusplättchen
  • 24 Strafplättchen
  • 1 Poster mit einer Levelübersicht

Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Wahnsinn! Als ich die Verpackung gesehen habe, war ich mir bis dato nicht bewusst, dass das Spiel so unglaublich Spaß macht. Ich habe schon viele Brettspiele gespielt und muss ehrlich sagen, dass Loony Quest eines der besten und unterhaltsamsten Spiele ist, welches ich in den Jahren von meiner Kindheit bis jetzt gespielt habe. Die Idee ist super und ein jeder, egal ob ein Kind oder ein Erwachsener, kann dieses Spiel ohne lange Erklärungen spielen. Es macht immer wieder Spaß, auch wenn man die Level auswendig kennt. Wem alles zu einfach ist, kann die Regeln aber auch verschärfen wie zum Beispiel Handicaps für die ganze Gruppe ausmachen, den Abstand von den eigenen Augen zum Level erhöhen oder noch vieles mehr. Wer Bock auf was anderes hat und denkt, dass er gut mit dem Zeichenstift ist, der muss dieses Spiel versuchen – viel Glück. Übrigens hat das Spiel satte 10/10 Punkte verdient und unseren Geheimtipp-Award!


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