Max Steel

Max Steel

Originaltitel: Max Steel: The Movie
Genre: Action • Science Fiction
Regie: Stewart Hendler
Hauptdarsteller: Ben Winchell • Ana Villafañe
Laufzeit: DVD (90 Min) • BD (93 Min)
Label: Universum Film
FSK 12

Max Steel   05.03.2017 von MarS

In den Jahren 2000 bis 2001 wurde die actionreiche und humorvolle Animationsserie Max Steel produziert, welche aus 35 Folgen in drei Staffeln bestand, basierend auf Actionfiguren des Spielwarenherstellers Mattel. Diese erlebte im Jahr 2013 eine Wiedergeburt in 55 Folgen, welche ebenfalls auf drei Staffeln aufgeteilt wurden. Nun erschien die gleichnamige Realverfilmung für die Heimkinos und wir sagen Euch, ob sich das Abenteuer gelohnt hat...

 

Max zieht mit seiner Mutter zurück in die Stadt Copper Canyon, wo sein Vater als Wissenschaftler gearbeitet hat, bevor er bei einem mysteriösen Unfall ums Leben gekommen ist. Kaum angekommen entwickelt Max plötzlich einzigartige Kräfte, die sich jedoch nicht nur auf seine Umwelt, sondern auch auf ihn selbst auswirken. Hilfe findet er bei der außerirdischen Lebensform "Steel", die ihn dabei unterstützt, die neuen Kräfte zu kontrollieren. Keinen Moment zu früh, denn es sind bereits andere hinter diesen Kräften her, geheimnisvolle Wesen genannt "Ultralinks", um sie für ihre Zwecke zu nutzen...


Welches Geheimnis steckt hinter dem Tod von Max´ Vater? Was haben der undurchsichtige Dr. Miles Edwards und seine Firma N-Tek mit dem Ganzen zu tun? Woher kommen die Kräfte plötzlich? Kann Max zusammen mit "Steel" sich selbst retten und die fremdartigen Gegner aufhalten?

 

Max Steel ist eine durchaus unterhaltsame Realverfilmung einer animierten Actionserie, versucht dabei aber weder großartig originell oder einfallsreich zu sein, sondern stützt sich ganz solide und ohne viel Anstrengung auf bekannte Abläufe und Klischees. Jeder Charakter und jegliche Storyanteile sind absolut austauschbar und dem geneigten Genre-Fan hinlänglich bekannt, aber dennoch schafft es der Film irgendwie, nicht langweilig zu werden. Vermutlich liegt dies zum einen daran, dass die gewählte Rezeptur einfach funktioniert, auch wenn man das Ganze eben schon aus unzähligen anderen Filmen kennt, zum anderen aber auch an der sauberen wenn auch schnörkellosen Inszenierung, die sich vor allem im visuellen und technischen Bereich durchaus sehen lassen kann. Im Gegensatz dazu wirken die Darsteller teils lustlos, teils sogar fehlbesetzt. Vor allem Hauptdarsteller Ben Winchell bleibt einem nicht wirklich im Kopf und glänzt mehr durch seine nicht vorhandene Ausdrucksstärke und Präsenz als durch sein schauspielerisches Auftreten. Größtes Manko von Max Steel ist aber wohl letztendlich die Vorhersehbarkeit der Ereignisse, welche in einem Finale gipfelt, das viel zu unspektakulär ausgefallen ist und wie eine etwas lächerliche Symbiose aus der alten Power Rangers TV-Serie und einem beliebigen Kampfsportfilm wirkt. Dank dem Sidekick "Steel", der mit seinem ständigen Geplapper und Dialogwitz das Geschehen über weite Strecken im Alleingang vorantreibt und wie eine Roboter-Variante von E.T. wirkt, dürfte der Film letztendlich vor allem bei jüngeren Zuschauern Anklang finden, was bedeutet dass die FSK-Freigabe nicht nur dank einiger rasanter Actionmomente angemessen ist, sondern gleichzeitig auch die Zielgruppe definiert. 

 

Bildergalerie von Max Steel (6 Bilder)

Das Bild der Blu-ray weiß dank hervorragenden, messerscharfen Bildern mit hohem Detailreichtum zu überzeugen. Lediglich im Finale ist das Bild etwas weicher und farblich stark nuanciert, dies wurde jedoch als Stilmittel eingesetzt und fällt nicht negativ ins Gewicht. Der Kontrast ist stimmig und der Schwarzwert liefert ebenfalls sehr gute Werte. Die Tonspur zeigt sich sehr kräftig und dynamisch. Stetiger, gezielter Surroundeinsatz und eine atmosphärisch bebende Bassbox runden das technisch hochwertige Gesamtpaket zusätzlich ab. Der schöne Soundtrack fügt sich dabei insgesamt sehr gut ins Geschehen ein und unterstützt atmosphärisch die Ereignisse. 


Das Fazit von: MarS

MarS

Max Steel ist eine anspruchslose Realverfilmung und versucht erst gar nicht, großartig originell oder einfallsreich zu sein. Der Film stützt sich lieber auf seine visuellen Effekte, seine rasante Inszenierung und den witzigen Sidekick, als viel Anstrengung auf eine fesselnde Geschichte oder Einfallsreichtum zu verbrauchen. Dies funktioniert auch unerwartet gut, wodurch Max Steel niemals Langeweile aufkommen lässt, und das, obwohl das Geschehen sowie die Figuren absolut vorhersehbar und austauschbar sind. Am Ende bleibt ein Film, der zwar nicht wirklich gut ist, aber auch viel schlechter hätte werden können - und die Zielgruppe von Teenagern dürfte durchaus ihren Spaß haben.


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