Maximum Conviction

Maximum Conviction

Originaltitel: Maximum Conviction
Genre: Action
Regie: Keoni Waxman
Hauptdarsteller: Steven Seagal • Steve Austin
Laufzeit: Ca. 98 Minuten
Label: Splendidfilm
FSK 20

Maximum Conviction   27.11.2012 von Tobi

Alle Jahre wieder beehrt uns der dicke Steven Seagal mit einer B-Granate der ganz besonderen Art. Wie kein anderer schafft er es sich in den Kampfszenen doubeln zu lassen, damit der brave Zuschauer denkt, dass es der gute Stevie noch so richtig drauf hat. Natürlich bleibt es dabei nicht nur bei einem Film pro Jahr, sondern da sind dann schon mehrere am Start. Sein aktueller Output läuft auf den Titel Maximum Conviction. Stevie hat sich hier Verstärkung in Form von Steve Austin, einem bekannten Wrestling-Star, geholt, damit die Werbetrommel wieder ordentlich gerührt werden kann. Denn durch diesen „Star“ kann mal wieder der Titel The Expendables ins „Marketing-Bullshit-Bingo“ geworden werden. Wir dürfen gespannt sein ...

 

Tom Steele (gespielt von Steven Seagal) ist ein ehemaliger Black-Ops-Agent, der zusammen mit seinem Partner Manning (gespielt von Steve Austin) für ganz besondere Einsätze engagiert wird. Aktuell geht es um die Stilllegung eines heruntergekommenen Gefängnisses, wo die beiden Spezialisten aus Sicherheitsaspekten helfen sollen. Während ihres Einsatzes wird auch die Ankunft von zwei ganz speziellen Insassinnen erwartet. Wie speziell die beiden sind, bekommen Steele und Manning schnell am eigenen Leib zu spüren. Kurz nach der Ankunft der holden Weiblichkeit, wird das Gefängnis von einer Söldner-Truppe um den smarten Chris Blake überrannt und eingenommen. Blake hat es auf die zwei Tussis abgesehen, die etwas bei sich tragen, was der gute Mann wohl braucht. Das können Steele und Manning nicht zulassen, denn sie sind die Beschützer der Frauenwelt. Zusammen lassen sie es krachen und erklären Blake den Krieg.

 

Was haben wir denn hier wieder für eine herrliche Story. Zwei Ex-Soldaten, die es immer noch voll drauf haben, dürfen in einem Gefängnis, wo es keine Regeln gibt, ordentlich die Sau rauslassen. Man, das klingt nach einem richtig geilen Männerabend mit jeder Menge Bier, oder? Wer jetzt denkt, dass dieser Film wieder so eine Mogelpackung ist, der täuscht sich leider. Hinter Maximum Conviction verbirgt sich tatsächlich ein richtig unterhaltsamer Actionfilm der alten Schule. Das bedeutet, dass Seagal und Austin auf „die alte Art“ jede Menge Typen verprügeln, erschießen und erwürgen dürfen. Ja, es werden auch einige Arme und Genicke gebrochen, bis man es als Zuschauer nicht mehr sehen kann. Besonders der gute Seagal ist wieder voll in seinem Element. Blöd für ihn, dass Steve Austin weitaus charismatischer rüberkommt, als er. Woran das wohl liegt???

 

Während man jeden „Schauspieler“ in den Kampfszenen deutlich erkennen kann, zeigt die Kamera bei den Seagal-Szenen eher mal den Fußboden, als dessen hübsches Gesicht. Scheinbar lässt er sich immer noch gern mal doubeln. Naja egal, denn wir sind es ja inzwischen gewohnt. Wenn man darüber hinweg sehen kann, dann erwartet Euch hier ein kleines, aber feines Spektakel, welches mit jeder Menge Gewaltspitzen bietet. Die schauspielerischen Leistungen sind gewohnt unterirdisch, die Effekte sind mies und der Soundtrack klingt wie vorprogrammierter Track aus einem 10-Euro-Keyboard. Das stört Euch nicht? Dann seid Ihr hier auf jeden Fall richtig.

 

Bildergalerie von Maximum Conviction (8 Bilder)

Bei seiner Veröffentlichung in Deutschland hatte es der Film leider nicht gerade einfach. Die FSK verweigerte die Freigabe, woraufhin Splendidfilm zur SPIO-Behörde ging, um sich dort das entsprechende Siegel zu holen. Das war die richtige Entscheidung, denn nur so können wir den Film auch unzensiert genießen. Achtet aber beim Kauf darauf, dass ihr die Black Edition erwischt, denn nur diese ist ungekürzt. Bild und Ton sind auf einem guten HD-Niveau und geben kaum Grund zu meckern. Hier kommt es ja auch eher andere Dinge an. Das Bonusmaterial kann auch vernachlässigt werden, denn das interessiert hier kaum. Toll ist, dass sich die Disc wieder in einer schwarzen Hülle befindet, die im Regal einfach nur geil aussieht. Daumen hoch!


Das Fazit von: Tobi

Tobi

In den 90ern habe ich die Seagal-Filme geliebt. Nico, Marked For Death, Under Siege und Deadly Revenge sind echte Klassiker des Actionkinos und dürfen in keiner Sammlung fehlen. Lange ist es her, dass mich ein Seagal-Film unterhalten konnte, denn mit seinen vergangenen Produktionen aus dem Ostblock hat er niemanden für sich gewinnen können. Aber Maximum Conviction sticht endlich mal wieder raus. Steve Austin ist einer toller Partner für Seagal und mit Michael Paré hat man einen charismatischen Bösewicht gewinnen können. Der steht zwar fast immer nur blöd in der Gegend rum und labert dummes Zeug, dafür darf er es sich dann am Ende so richtig schön auf die Fresse hauen lassen. Das wollen Männer sehen und das ist das, was Männer brauchen. Kernige Filme mit viel Blut und ausgefeilten Tötungssequenzen. Davon gibt es hier reichlich. Der Film schwächelt zwar ab und an auch mal, aber egal. Wer Bock auf brutale B-Action hat, der ist hier goldrichtig.


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