Minecraft: PlayStation 4 Edition

Minecraft: PlayStation 4 Edition

Publisher: Microsoft
Entwicklerstudio: Mojang
Genre: Simulation
Sub-Genre: Sandbox
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 04.09.2014
USK 6

Minecraft: PlayStation 4 Edition   06.10.2014 von Torsten

Gerechtfertigt oder nicht, es war schon eine ungeheure Schlagzeile, dieser Mega-Deal von Microsoft, mit dem der Branchenriese für stolze 2,5 Milliarden US-Dollar die Marke Minecraft übernommen hat. Was genau dies für Konzern wie Spieler bedeutet, wird die Zukunft erst zeigen. Genauere Aussagen können wir jedenfalls nur über das vorliegende Milliarden-Euro-Spiel treffen, denn Minecraft gibt es nun auch für die Heimkonsolen der sogenannten nächsten Generation ...

 

Es ist bereits die zweite Portierung, die das Spiel von PC und Tablet zunächst auf die alte (HIER geht es zum Text der Xbox 360-Version) und nun auf die neue Konsolen-Generation gebracht hat. Und wenn es um die spezifischen Änderungen gehen würde, so wäre der Test bereits mit einem Satz beendet: Die Areale, die für die Konsolen-Version im Gegensatz zum PC stark eingeschränkt wurden, sind nun bis zu 36 Mal so groß und somit ähnlich grenzenlos wie auf dem Heimcomputer. Ende! Sowohl technisch wie auch in der Bedienung bleibt nämlich alles beim Alten. Die Controller-Steuerung geht flott und komfortabel von der Hand, hier gab es keinen Grund für eine Änderung. Auch optisch bleibt alles wie es war und dabei stellte die Klötzchen-Grafik bereits 2012 keinerlei Herausforderungen an die technischen Möglichkeiten einer Konsole.

 

Worum es bei Minecraft geht, muss wohl nicht mehr erklärt werden - mittlerweile jedenfalls. Denn das Spiel gibt uns Spielern nach einem textbasierten Tutorial-Lese-Marathon kaum weitere Hilfen an die Hand. So sammeln wir Rohstoffe und versuchen bis zum Einbruch des Abends eine halbwegs brauchbare Bleibe zusammen zu zimmern, die uns Schutz vor Gefahren bietet. Denn in der Nacht mutiert das beschauliche Klötzchen-Gehämmer zum Survival-Horror, in dem uns allerhand Kreaturen nach dem Leben trachten. Und mit bloßen Händen ziehen wir da ganz schnell den Kürzeren. Also suchen und sammeln wir kontinuierlich und fleißig Rohstoffe verschiedenster Art, denn die gibt es natürlich nicht überall. Damit bauen wir Gerätschaften wie eine Werkbank oder einen Ofen, mit denen wir wiederum Werkzeuge, Waffen und später auch Rüstungen herstellen. Abends müssen wir dann wieder in eine schützende Bleibe entschwinden.

 

Bildergalerie von Minecraft: PlayStation 4 Edition (8 Bilder)

Ein Bett lässt uns den unheimlichen Part der Nacht aber auch überspringen. Es dient nebenbei noch als „Spawnpunkt“, wenn wir von Monstern übermannt oder aber uns wieder einmal beim Erkunden eines Höhlensystems selbst Schachmatt gesetzt haben. Das kann leicht passieren, wenn wir beispielsweise versehentlich einen Lavastrom untergraben haben, der sich nun aus dem herausgebrochenem Stein über uns ergießt. Wahlweise schaffen wir dies auch mit Sand in der Wüste oder Wasser unter dem Meer, wenn wir uns nicht schnell genug einen Ausweg gegraben haben. Sammeln, craften, kämpfen und erkunden, hier gibt es immer etwas zu entdecken und zu erledigen. Doch was wir beim Spiel erreichen wollen, das bleibt uns am Ende selbst überlassen, denn ein richtiges Ziel oder gar Spielende gibt es nicht. Zumindest gibt es da einen gewissen Drachen, den wir besiegen müssen, um alle Trophäen freizuschalten. So haben zumindest Konsolen-Spieler ein steckbares Ziel vor Augen. Bis dahin – und wahlweise auch danach – bleibt es allerdings dem Spieler selbst überlassen, wie er sich die Zeit in der eckigen Welt vertreibt.


Das Fazit von: Torsten

Torsten

Minecraft ist und bleibt ein Phänomen. Die einen lieben es und daran wird sich ebenso wenig ändern, wie das unverhohlene Unverständnis derjenigen, die dem Spiel absolut nichts abgewinnen können. Für Vorbesitzer der ersten Konsolen-Version gibt es für eine geringe Gebühr die Möglichkeit des Upgrades - Spielstand-Import inklusive. Ein faires Angebot, allerdings ändert sich auch sonst zu wenig, um einen erneuten Kauf zu rechtfertigen. Für PC-Spieler mit einer PS 4 oder einer Xbox One im Haushalt ist die erneute Portierung aber interessant, da sich das Spiel mit seinem doch eher gemächlichen, fast schon entspannenden Gameplay doch eher für die Couch als den Bürostuhl eignet. Und wer dazu noch eine PS Vita sein Eigen nennt, der darf das Spiel dank Remote Play sogar bequem auf den Handheld streamen. 


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positiv negativ
  • Haufenweise Crafting
  • Endloser Spielbetrieb mit Langzeitmotivation
  • Immer etwas zu entdecken
  • Steuerung geht flott von der Hand
  • Bis zu vier Spieler an einer Konsole
  • Unterschiedliche Theme-Settings
  • Auf Dauer auch recht eintönig
  • Abbauen nimmt sehr viel Zeit in Anspruch





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