Ong-Bak

Ong-Bak

Originaltitel: Ong-Bak
Genre: Abenteuer • Action • Kampfsport
Regie: Prachya Pinkaew
Hauptdarsteller: Tony Jaa • Petchai Wongkamlao
Laufzeit: ca. 103 Minuten
Label: MC One / Ascot Elite
FSK 16

Ong-Bak   30.01.2011 von Tobi

Kampfsportler Tony Jaa dürfte mittlerweile den meisten Filmliebhabern bekannt sein. Der Film „Ong Bak“ verschaffte ihm den internationalen Durchbruch, denn dieser Film setzte seiner Zeit neue Maßstäbe was die Kunst des Kampfsportes angeht. Mittlerweile existieren auch zwei weitere Fortsetzungen, welche aber dem Original nicht das Wasser reichen können. Der folgende Artikel geht ein wenig mehr auf die deutsche Blu-ray-Fassung ein, welche seit einigen Wochen im Handel käuflich erworben werden kann.

 

Muay-Thai-Experte Ting ist einer von vielen Bewohnern des thailändischen Dorfes Non Pradu. Wie in jedem Dorf üblich gibt es auch hier einen Tempel, in dem eine Buddha-Statue steht. Diese Statue hört auf den Namen „Ong-Bak“. Eines Tages wird der Kopf von Ong-Bak aus dem Tempel gestohlen und die Dorfbewohner fürchten nun, dass großes Unheil über Non Pradu kommt, wenn der Kopf nicht wieder an seinen rechtmäßigen Platz zurück gebracht wird. Ting macht es sich selbst zur Aufgabe nach dem Kopf zu suchen. Eine erste Spur führt ihn nach Bangkok, wo er auf den ehemaligen Dorfbewohner George trifft. Dieser verspricht Ting ihm bei der Suche nach dem Kopf zu helfen. Doch das ist schwerer gesagt, als getan. Um sein Ziel zu erreichen muss Ting all seine Kampfkünste einsetzen, um den Kopf zu finden und das Dorf zu retten.

 

Wie ihr sicherlich beim Lesen bemerkt habt ist die Geschichte von Ong-Bak alles andere als neu. Sie dient hier wirklich nur als Mittel zum Zweck, denn Ong-Bak lebt wirklich nur vom Können Tony Jaas. Schauspielerisch gesehen agieren alle Akteure auf unterstem Mittelmaß, was man leider des Öfteren zu spüren bekommt. Die schlechte deutsche Synchronisation trägt dazu nochmals einen großen Teil bei. Aber das soll hier auch nicht im Vordergrund stehen, denn wenn man sich diesen Film anschaut, dann weiß man auch was man bekommen will. Hier geht es nämlich darum spektakuläre Kampfszenen und atemberaubende Stunts zu sehen. Und davon bietet „Ong-Bak“ eine ganze Menge.

 

In den Zeiten wo Drahtseile und ähnliches bei aktuellen Filmdrehs an der Tagesordnung stehen, hat es sich das Team von „Ong-Bak“ zur Aufgabe gemacht alles so realistisch wie möglich darzustellen. Und ich muss sagen, dass ihnen das wirklich sehr gut gelungen ist. Die Kämpfer treten sich hier wirklich ordentlich in die Schnauze, was beim Zuschauen schon mal weh tun kann. Stellenweise ist es wirklich unfassbar, was man hier zu sehen bekommt, denn das Können Tony Jaas scheint kein Ende zu kennen. Dieser Mann hebelt die Gesetze der Schwerkraft aus und definiert die Physik neu. Spektakulärer geht es kaum, denn immer wieder blieb mir beim Zuschauen wirklich die Spucke weg. Der Film wirkt dadurch auch dementsprechend hart, was die FSK:16 Freigabe durchaus rechtfertigt.

 

Die deutsche Blu-ray stammt aus dem Hause MC One im Vertrieb der Ascot Elite. Leider hat man auch dieses Mal nicht versucht die ungekürzte Thai-Fassung zu veröffentlichen. Stattdessen bekommt der Zuschauer wieder mal nur die internationale Fassung zu sehen. Diese wirkt zwar im Gegensatz zum Original ein wenig straffer, lässt aber den einen oder anderen Nebenhandlungsstrang komplett vermissen. Eine Blu-ray hätte genug Kapazität für beide Fassungen geboten. Des Weiteren ist die Bildqualität des Filmes wirklich nicht besonders gut gelungen. Das Bild ist oft sehr stark verrauscht, sehr blass und auch stellenweise extrem unscharf. Den Begriff HD hat diese Blu-ray leider nicht verdient. Immerhin sind die HD-Tonspuren recht ordentlich geworden, aber auch nicht wirklich auf sehr hohem Niveau. Positiv zu erwähnen ist vor allem das Bonusmaterial, denn hier bekommt der Käufer wirklich alles was das Herz begehrt. Das Bonusmaterial wurde sogar auf einer zweiten Blu-ray untergebracht und ist komplett deutsch untertitelt. Ein Wendecover rundet das Paket ab.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

„Ong-Bak“ ist wirklich nur ein Film für Action- und Kampfsportfans. Alle anderen Zuschauer, die doch ein bisschen schauspielerische Leistung erwarten, sollten einen weiten Bogen um den Film machen. Ihr würdet definitiv keine Freude daran haben. Die Fans unter Euch werden dann aber aus dem Staunen nicht mehr raus kommen. Es ist einfach zu geil zu sehen, wie die Bösewichte ordentlich die Fresse poliert bekommen. Sämtliche Stunts können sich sehen lassen und brauchen sich nicht hinter den Hollywood-Pendants verstecken. Von daher gibt es von mir eine Empfehlung für Fans von Kampfsportfilmen. Wer allerdings die DVD schon hat kann auf die Blu-ray getrost verzichten, die diese dem Käufer technisch und inhaltlich gesehen keinerlei Mehrwert bietet.


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