Playing with Dolls: Havoc

Playing with Dolls: Havoc

Originaltitel: Playing with Dolls: Havoc
Genre: Horror • Slasher
Regie: Rene Perez
Hauptdarsteller: Nicole Stark • Stormi Maya
Laufzeit: Streaming (78 Min)

Playing with Dolls: Havoc   06.08.2017 von MarS

Regisseur Rene Perez ist inzwischen bereits ein alter Hase im amerikanischen Independent-Low-Budget-Geschäft und präsentiert nun mit Playing with Dolls: Havoc sein neuestes Werk und damit nach den bereits veröffentlichten Cinderella - Playing with Dolls und Playing with Dolls 2 - Bloodlust den dritten Teil seiner Slasher-Reihe. Wir konnten bereits jetzt die ungeschnittene Fassung in Augenschein nehmen...

 

Eigentlich sollte es für Mr. und Mrs. Curry ein romantisches Wochenende in einer Waldhütte werden. Doch die Idee ihren Ehemann vor Ort mit ihrer Anwesenheit zu überraschen, stellt sich als großer Fehler heraus, da plötzlich dessen Geliebte vor der Tür steht, bereit für das versprochene Schäferstündchen. Die wusste nicht einmal, dass Mr. Curry verheiratet ist und hatte sich eigentlich selbst auf einen Heiratsantrag eingestellt. Zündstoff ist also genug vorhanden, um das Wochenende zu einem echten Desaster werden zu lassen - noch dazu wo es nicht der erste Fehltritt von Timothy und das Verhältnis zu seiner Frau extrem angespannt ist. Allerdings ist die heimliche Affäre noch das geringste Übel, das hier draußen lauert, denn im Wald treibt sich auch ein Killer herum, dessen einziges Ziel es ist, Menschen auf brutalste Art und Weise zu ermorden und sich dabei die ein oder andere Trophäe zu sichern...

 

Ähnlich wie auch bei seinen Vorgängern ist auch bei Playing with Dolls: Havoc der Low-Budget-Faktor stets spürbar, hält sich jedoch dank der optischen und auch inszenatorisch merklich gestiegenen Qualität in überschaubaren Grenzen. Natürlich ist der Film ein Slasher, wie man ihn bereits kennt, einfallsreiche Kills und reichlich vergossener Lebenssaft entschädigen dafür aber mühelos und sorgen für ein breites Grinsen bei Gorehounds und Genre-Fans. Die Handlung selbst ist ein wenig zu überladen, denn die Eingangssequenz und das dementsprechend konsequente, aber irgendwie unpassend wirkende Finale wollen sich nicht so recht in das übrige Geschehen einfügen. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen, denn der Mittelteil, in dem sich die eigentliche Haupthandlung abspielt, ist sehr atmosphärisch und merklich stimmiger als der ganze Film im Gesamtbild. Weniger ist mehr ist auch ein gutes Stichwort in Bezug auf den Score des Films, denn dieser präsentiert sich nicht nur immer wieder sehr aufdringlich, sondern verpasst es dank gefühltem Dauereinsatz auch, der Atmosphäre zuträglich zu sein. Schade, denn Teile des Scores sind wirklich hervorragend. Und um bei Weniger ist mehr zu bleiben, gilt dies auch für den Killer, denn dieser ist für eine Slasher-Figur viel zu oft und auch viel zu deutlich im Bild zu sehen, als dass er trotz toller Maske und bedrohlicher Statur wirklich für echten Schrecken sorgen könnte. Durch die stetige deutliche Einbindung ins Geschehen verliert das tödliche Monster viel von seiner Ausstrahlung und kann dadurch auch nicht sein volles Potential entfalten, welches bei etwas mysteriöserem und dezenterem Einsatz ganz klar gegeben wäre. 

 

Auf Grund des hohen Splattergehalts und der Veröffentlichungspolitik der ersten beiden Teile dürfte es wohl auch Playing with Dolls: Havoc mit einer ungeschnittenen Disc in Deutschland schwer haben - Drücken wir trotzdem die Daumen, denn nur so entfaltet der oldschoolige Slasher seinen vollen Unterhaltungswert.

 

Bildergalerie von Playing with Dolls: Havoc (9 Bilder)

Bild- und Tonqualität bleiben auf Grund des vorliegenden Streams ohne Bewertung. 


Das Fazit von: MarS

MarS

Weniger ist mehr - das scheint tatsächlich eine Prämisse zu sein, der Playing with Dolls: Havoc hätte folgen sollen. Dennoch handelt es sich hier um einen astreinen und extrem blutigen Slasher, der Genre-Fans sicherlich zufrieden stellen wird, denn der atmosphärische Mittelteil und die einfallsreichen, vorwiegend handgemachten Gore-Szenen entschädigen leichtfüßig für die etwas unrunde Inszenierung und den unpassenden Handlungsteil zu Beginn und im Finale. Wäre Regisseur Rene Perez etwas zurückhaltender mit seiner Killerfigur umgegangen, dann hätte sich hier in der Zwischenzeit ein echter Wiedererkennungswert einstellen können, so jedoch wirkt diese trotz hohem Potential leider nur wie der kleine, deutlich weniger bedrohliche aber durchaus einfallsreiche Bruder von Leatherface.


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