Point Of Fear

Point Of Fear

Originaltitel: Point Of Fear
Genre: Thriller • Drama
Regie: Brooks Benjamin
Hauptdarsteller: Austin Musick • Jason Benjamin
Laufzeit: Ca. 96 Minuten
Label: cmv Laservision

Point Of Fear   08.07.2012 von Tobi

Wer von euch hat nicht Angst vor bestimmten Dingen? Ich denke niemand. Jeder fürchtet sich vor etwas und nur selten will man zugeben, was es ist. Der heutige Film Point Of Fear beschäftigt sich mit dem Thema der Angst und zeigt einen Psychologen, der jede Art von Angst behandeln kann. Dumm nur, wenn der gute Mann selbst ein Schräubchen locker hat, oder? Regisseur Brooks Benjamin versucht in seinem Independent-Streifen, hinter die Fassade eines solchen Mannes zu blicken. Ob ihm mit seinem geringen Budget hier der große Wurf gelungen ist, zeigt der folgende Bericht.

 

Wie sollte es auch anders sein. Vier Teenager beschließen, mal wieder die Ferien in einer abgelegenen Hütte zu verbringen. Zufälligerweise liegt diese Hütte in der Nähe eines Ortes, der gerade von grauenhaften Morden überschattet wird. Niemand weiß, wer der Täter ist und wann er wieder zuschlägt. Melissa, eine der vier Teenager, leidet seit vielen Jahren unter ihrer Höhenangst und beschließt den örtlichen Psychologen aufzusuchen, der scheinbar ein Spezialist auf dem Gebiet der Angstüberwindung ist. Der gute Mann hat selbst vor einiger Zeit seine Frau und sein Kind verloren und seitdem ist er irgendwie verwirrt. Nun glaubt er in Melissa seine verstorbene Frau wiederzuerkennen, was fatale Folgen hat. Hat die Vergangenheit des Mannes etwas mit den aktuellen Morden zu tun? Die Teenager und der Sheriff gehen der Sache nach und machen eine grauenhafte Entdeckung.

 

Als ich auf dem Cover gelesen habe, dass es sich hierbei um einen Independent-Film handelt, war meine Freude auf den Streifen etwas gedämpft. Ich mag zwar dieses spezielle Genre, nur konnte ich mir nicht vorstellen, dass dieser Film außerordentlich gut ist. Und dem war auch so. Schon allein die ersten paar Minuten gehen auf keine Kuhhaut. Man sieht, wie eine dumme Frau von jemandem in einen Keller geführt wird. Da will doch jeder mitgehen, oder? Warum auch nicht, denn immerhin spricht er mit der gleichen verzerrten Stimme, wie der aktuelle Batman. Hier wird dann auch gleich das Ausmaß der sehr schlechten deutschen Synchronisation deutlich. Diese würde passen, wenn der Film lustig wäre, aber leider ist er bierernst und versucht, auf „Thriller-Niveau“ zu agieren. Leider verfehlt er dabei sein Ziel.


Bildergalerie von Point Of Fear (6 Bilder)

Natürlich sind in diesem Zusammenhang auch die Schauspieler allesamt ersetzbar. Man wird zwar mit dem Psychologen warm, aber auch er hat nur einen Gesichtsausdruck drauf. Immerhin ist er kein „Null-Mime“. Die Mordszenen sind auch nicht weiter der Rede wert. Wie immer hat man versucht mit ein paar merkwürdigen Schnitten, unpassender Heavy-Metal-Mucke und ein paar matschigen Sounds so etwas wie Atmosphäre aufzubauen. Aber auch hier haben die Macher es einfach nicht geschafft, den Funken überspringen zu lassen. Man merkt auch nicht, dass hier Filmliebhaber am Werk waren und wieder mal habe ich etwas meiner kostbaren Zeit verschwendet. Die DVD ist in Ordnung und immerhin unzensiert. Bild und Ton passen sich dem Niveau des Filmes an und ein wenig Bonusmaterial komplettiert die Veröffentlichung.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Der aktuelle Output aus dem Hause CMV Laservision wird durch Point Of Fear nicht wirklich bereichert. Der Film weiß zu keiner Zeit, wie man den Zuschauer unterhält, geschweige denn, wie man Spannung aufbaut. Es ist wirklich schwer hier etwas Positives zu finden und nicht zu abwertend zu klingen, aber es geht leider nicht anders. Dieser Film ist einfach nur langweilig, unlustig, unblutig und laienhaft inszeniert. Ich weiß selbst, dass es schwer ist, einen Film zu realisieren, wenn man kein Budget hat, doch andere Regisseure haben bereits bewiesen, dass es besser geht. Das nächste Mal sollte der gute Herr Benjamin einfach mal mehr Blut und ein wenig mehr Witz ins Spiel bringen. DANN würde das Ganze sicherlich auch bestimmt funktionieren. Und ein paar Brüste wären natürlich auch nicht zu verachten. Dann stünde dem Bierabend mit den Kumpels nichts mehr im Wege.


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