Predators

Predators

Originaltitel: Predators
Genre: Action • Science-Fiction
Regie: Nimród Antal
Hauptdarsteller: Adrian Brody • Topher Grace
Laufzeit: ca. 110 Minuten
Label: 20th Century Fox
FSK 18

Predators   14.07.2010 von Tobi

1987 war ein echt gutes Kinojahr, denn mit Arnold Schwarzeneggers „Predator“ kam ein echter Meilenstein des Science-Fiction-Films in die Kinos. Und dieser Film war bzw. ist auch heute noch verdammt gut. Kürzlich erschien er auf Blu-ray in der sogenannten Ultimate Hunter Edition und die Fans erfreuen sich am HD-Genuss dieses Klassikers. Kurz nach diesem Release steht nun der Kinostart der Neuauflage namens „Predators“ an. Die Erwartungen sind entsprechend hoch, da gerade die Alien vs. Predator Filme nicht wirklich überzeugen konnten. Aber lest selbst, ob es nun endlich gelungen ist, dem Kult gerecht zu werden.

 

Als Royce (gespielt von Adrian Brody) erwacht, weiß er gar nicht wie ihm geschieht. Er fällt gerade aus großer Höhe mit einem Fallschirm runter und landet sehr hart in einem dicht bewachsenen Dschungel. Schnell stellt er fest, dass er nicht der einzige ist dem dieses seltsame Ereignis wiederfährt. Mehrere Leute finden sich recht schnell in einer Gruppe zusammen und versuchen heraus zu finden, was eigentlich gerade passiert. Unter ihnen sind Soldaten, Söldner, Killer und ein Arzt. In ihrer Heimat gehören sie zur Elite ihrer Rasse.

 

Die Gruppe bemerkt recht schnell, dass sie sich auf einem fremden Planeten befinden und dass sie nicht allein sind. Sie sind Teil eines Jagd-Spiels und sie sind die Beute. Niemand geringeres als die Predators haben diese speziellen Leute ausgewählt, um sich mit ihnen auf ihrem Planeten zu messen. Natürlich stehen die Menschen einer außerirdischen Übermacht entgegen, denn die Waffen der Predators sind denen der Menschen weit überlegen. Doch die Menschen machen sich dennoch auf in den Kampf und stellen sich der Herausforderung.

 

Man, was war ich aufgeregt als ich ins Kino gegangen bin. Der original „Predator“ ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme, der auch heute nichts von seinem Charme und seiner Härte eingebüßt hat. Die vielen coolen Sprüche und die superbe Action sind genau nach meinem Geschmack. Dem entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an diese Neuauflage und ich muss sagen, dass diese leider nur stellenweise erfüllt wurden. Der Film an sich ist gut gelungen, doch leider gibt es einiges zu bemängeln. Das schlimmste ist einfach der Cast, denn niemand der Schauspieler kann den bekannten Gesichtern des Originals auch nur ansatzweise das Wasser reichen – dafür wirken sie einfach zu blass. Adrian Brody als „Arnold-Schwarzenegger-Ersatz“ zu wählen war nicht gerade weise. Er hat zwar ein paar Muckis zugelegt, aber das reicht halt nicht. Arnie ist und bleibt der Coolste.
 

Des Weiteren braucht der Film einfach viel zu lang um in die Gänge zu kommen. Da macht sich doch recht schnell mal ein wenig Langeweile breit. Erst als es dann in den eigentlichen Kampf geht wird das Gezeigte endlich interessant. Auch mit den Tötungs-Sequenzen hält man sich hier größtenteils zurück, was auch ein wenig schade ist, denn gerade die ersten beiden Teile zeigten doch die eine oder andere explizitere Darstellung. Die Geschichte der Neuauflage bietet zwar einige interessante neue Aspekte, weißt aber auch einige unnötige Details auf, die man sich hätte sparen können. Dazu kommt noch eine extrem schlecht animierte Explosion, welche einem echt den Magen rumdreht. Die miese deutsche Synchronisation will ich hier gar nicht weiter erwähnen.

 

Aber genug der harten Worte. Wie bereits im Vorfeld erwähnt ist der Film im Gesamten ganz gut gelungen. Das liegt allein daran, dass es sehr viele Anspielungen auf den Original-Film gibt, die einem dann doch mal ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Dazu kommt auch der bekannte Soundtrack, welcher bereits im Original für viel Gänsehaut gesorgt hat. Was auch positiv aufgefallen ist sind einige „Neuerungen“ im Predator-Universum, die ich hier aber nicht vorweg nehmen möchte. Die Geschichte bietet leider kaum viel Neues und von daher sollte sich jeder selbst ein Bild davon machen, damit es dann doch den einen oder anderen „Aha-Effekt“ gibt. Das Finale gestaltet sich dann auch sehr spannend und man ist gespannt zu sehen wie das Ganze ausgeht. Das erfahrt ihr dann aber doch nur im Kino…


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Ich persönlich finde es ein wenig schade, dass das Potential hier einfach nicht ausgeschöpft wurde. Der Name Robert Rodriguez spricht eigentlich für sich und dieser gab den Fans auf der ganzen Welt sehr viel Hoffnung, dass nach den vergeigten AvP-Filmen endlich wieder ein frischer Wind in der Predator-Welt weht. Leider ist halt nur ein laues Lüftchen entstanden, welches aber dennoch zu unterhalten weiß. Fans der Predators sollten auf alle Fälle ins Kino gehen und einen Blick riskieren. Spätestens, wenn die Infrarot-Aufnahmen erscheinen und der bekannte Soundtrack läuft, werden die Augen nass und man erfreut sich der Tatsache, dass man endlich wieder einen eigenständigen Predatorfilm im Kino schauen kann. Lasst die Jagd beginnen!!!


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