Prof. Layton und die verlorene Zukunft

Prof. Layton und die verlorene Zukunft

Publisher: Nintendo
Entwicklerstudio: Level5
Genre: Puzzle
Sub-Genre: Adventure-Puzzle
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 26.10.2010
USK 6

Prof. Layton und die verlorene Zukunft   08.04.2011 von derstefan

Aller guten Dinge sind drei. Gut, in Japan gibt es schon mehr vom guten Professor zu spielen, aber auf schöne Dinge wartet man doch gerne. Nach dem Einführungstitel „Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf“, in dem wir uns den Weg durch Saint-Mystère gerätselt haben und in Teil zwei namens „Professor Layton und die Schatulle der Pandora“ uns durch einen Zug geknobelt haben, geht es jetzt um die Zukunft und die Gegenwart. Aber Moment, in der Zukunft ist die Gegenwart doch Vergangenheit. Ihr seid jetzt verwirrt? Lasst euch nicht irritieren, in den knackigen Rätseln ist das „um die Ecke denken“ schon mehr als genug angesagt...

 

Das Rätselraten geht weiter
In レイトン教授と最後の時間旅行 (für alle, deren Japanisch eingerostet ist: „Professor Layton und die verlorene Zukunft“) brechen der gute Herr Layton und sein junger Padawan namens Luke zu Abenteuerreise Nummer drei auf, die storytechnisch ein klitzekleines bisschen mehr zu bieten hat als der Vorgänger. The story so far: Alles dreht sich um eine sehr geheimnisvolle Zeitmaschine. Diese soll auf einer Feier vorgestellt werden, bei der sich sehr illustre Gäste befinden. Freunde der Serie erkennen den grimmigen Polizisten Chelmey bestimmt gleich wieder, auch ein wichtiger Politiker befindet sich unter den Eingeladenen. Es kommt zum Super-GAU: Die Maschine gerät während der Präsentation außer Kontrolle. Nach einer Explosion werden ausgerechnet der Politiker und andere geladene Wissenschaftler vermisst. Was ist hier nur passiert? Das Rätsel geht noch weiter. Der Professor (nur echt mit Zylinder) und sein Assistent Luke erhalten auch noch einen Brief von Luke aus der Zukunft in 10 Jahren. In diesem warnt er vor einem schrecklichen Unglück, das die Stadt London bedroht. Und wer kann da nur helfen? Richtig, der Professor selbst. Und so ziehen die beiden los, um der Geschichte auf die Spur zu kommen.

Was gibt´s zu tun?
Eure Aufgabe im Spiel ist es, Rätsel zu lösen, Denksport-Aufgaben zu durchschauen und Kopfnüsse zu knacken. Insgesamt 165 Herausforderungen werden während dem Erzählen des Story-Strangs gestellt und müssen nach und nach gelöst werden. Wer noch keinen Teil der Serie in die Finger bekommen hat, gähnt jetzt vielleicht ein bisschen, aber wer den DS einmal eingeschaltet hat, kommt nicht mehr leicht davon los. Ein Beispiel: Ihr habt ein Feld, das Ihr mit 5 Seilen trennen sollt. Dabei sollen dann 4 Räume mit der gleichen Form entstehen. Es geht es nicht darum, das die Räume die gleiche Größe haben, sondern darum, dass sie die gleiche Form haben. Das klingt jetzt vielleicht nicht sehr schwer, aber hier ist räumliches Vorstellungsvermögen gefragt. Ich bin daran fast verzweifelt und ich gestehe öffentlich: Ich habe nach „Layton“ und „Komplettlösung“ gegoogelt. Asche auf mein zylinderloses Haupt…

Die Rätsel sind im Allgemeinen meist recht fordernd, aber nie unlösbar. Auf die Sprünge geholfen wird einem durch ein intelligentes Hilfesystem. Wie schon in den Vorgängern kann man sich zuerst bis zu 3 Tipps kaufen, die die grauen Zellen immer ein bisschen mehr unterstützen. Der erste Tipp ist dabei meistens für die Katz und hilft nur, wenn man komplett auf dem Schlauch steht. Der zweite hilft ein bisschen besser, bei Tipp 3 sollte es bald klar sein. Für komplett Hilflose gibt es nun den „Super-Tipp“, für den man die vierte Münze ausgeben kann. Münzen bekommt ihr übrigens durch Antippen der gemalten Umgebung, in der sich eure Spielfiguren befinden.
 

Damit das Ganze nicht nur eine öde Aneinanderreihung von Minispielen ist, gibt es neben der meist durch Text eingeblendeten Story auch Teile mit Sprachausgabe und diesmal auch noch mehr Videosequenzen. Die Dialoge sind jedoch diesmal ein bisschen zu lang geraten, man ertappt sich diesmal sehr oft beim A-Button-Mashing, um die Dialoge abzukürzen. Man hat aber nie das Gefühl, dass an irgendeiner Ecke bei der Entwicklung gespart wurde. Die Sprecher sind sehr professionell, die Rätsel von sehr kreativen Autoren (unter anderem dem Kopfnuss-Bestseller-Autoren Akira Tago) und die Präsentation einfach sehr hochwertig. Wer auch die letzten Teile schon durchgefressen hat, bemerkt eine gewisse, nennen wir es vorsichtig „Spielprinzip-Routine“. Soll heißen, dass man hier recht viel Bewährtes sieht.

Ist das alles?

An ausreichend Bonusmaterial wurde diesmal wieder auch gedacht. Es gibt neue Minispiele, wie zum Beispiel ein Physik-Spielchen, in dem ihr einem Papageien helfen müsst, Hindernisse mit Hilfe von Sprungmatten zu überwinden. In einem anderen Spiel müsst Ihr das Layton-Mobil von A nach B bringen. Leider stehen euch Hindernisse im Weg, die Ihr mit genau abgezählten Hilfsmitteln wie Rechtspfeilen, Linkspfeile, Sprungfelder uvm. intelligent umgehen müsst. Wenn Ihr im normalen Spiel spezielle Puzzles löst, erhaltet Ihr außerdem noch Sticker, mit denen man ein Bilderbuch vervollständigen kann. Und wer noch immer nicht genug hat, erhält durch eine WiFi-Verbindung noch Zugriff auf weitere downloadbare Rätsel. Ganz schön viel Spiel fürs Geld!


Das Fazit von: derstefan

derstefan

Jetzt habe ich vielleicht ein bisschen viel gelobt, aber dieses Spiel kann man einfach nicht zerreißen. Gut, ich verstehe Leute die sagen: Ich geb doch keine 30-35 € für ein paar Rätsel aus. Aber wer Professor Layton je angefangen hat, kann davon nur noch sehr schwer aufhören. Die Charaktere sind zu liebevoll gestaltet, die Rätsel zu gut und der Charme der ganzen Spielewelt zieht einen einfach in einen Bann. Minuspunkte gibt´s einzig für die etwas zu langen Dialoge und wünschenswert wäre eine bessere Verzahnung von Rätseln und Story. Die Rätsel haben in der Regel nicht viel mit dem Inhalt des Spiels zu tun. Wer Rätselspiele nicht mag, der sollte wenigstens dem Professor eine Chance geben, für alle anderen DS-Fanboys: Pflichtkauf!


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