Reclaim - Auf eigenes Risiko

Reclaim - Auf eigenes Risiko

Originaltitel: Reclaim
Genre: Thriller
Regie: Alan White
Hauptdarsteller: Ryan Phillippe • Rachelle Lefevre
Laufzeit: DVD (92 Min) • BD (96 Min)
Label: Universum Film
FSK 16

Reclaim - Auf eigenes Risiko   06.07.2015 von Assimilator

Der Film Reclaim - Auf eigenes Risiko handelt von den Gefahren von Adoption und wir sagen Euch, ob sich der Film lohnt ...
 
Steven (Ryan Phillippe) und Shannon (Rachelle Lefevre) sind ein junges, kinderloses Paar. Um ihre Familie endlich mit dem passenden Nachwuchs zu vergrößern, wollen die beiden ein Kind aus Haiti adoptieren. Viele Kinder von dort haben während des Erdbebens ihre Eltern verloren und hoffen, mit einer neuen Familie ihr Glück zu finden. Nach einigen Problemen erfahren Steven und Shannon, dass die Verträge fertig sind und und sie ihre kleine Nina in Puerto Rico abholen können. Vor Ort müssen nur noch die Ausweise ausgestellt werden, was ca. eine Woche dauern wird. In dieser Zeit kann sich die Familie kennen lernen und an einander gewöhnen. Eines Abends will Steven noch ein wenig spazieren gehen und trifft auf Benjamin (John Cusack), welcher erst freundlich ist, ihn jedoch später zusammenschlagen lässt. Shannon muss Steven zusammen mit Nina bei der Polzei abholen. Dies weckt schlimme Erinnerungen bei Shannon, da das Paar sein erstes eigenes Baby bei einem Autounfall verloren hat. Damals wollte Shannon Steven von einer Bar abholen, weil dieser getrunken hatte. Kurz vor dem Termin verschwindet Nina plötzlich spurlos aus dem Hotelzimmer. Die Polizei kann nicht helfen und die Büros der Adoptionsagentur sind leer. Die Polizei darauf ansprechend erfahren die beiden, dass es ein bekanntes Schema von Verbrechern ist, ahnungslose Paare dazu zu bringen, Unsummen in eine Adoption zu investieren, welche am Schluss gar nicht stattfinden wird. Die beiden wollen jedoch ihren Traum nicht aufgeben und suchen weiter nach Nina, bis sie von Benjamin gefunden werden. Dieser weiß, dass Shannon nach dem Unfall vor Jahren ein milliardenschweres Schmerzensgeld erhalten hat und möchte dies für sich einstreichen.
 
Reclaim - Auf eigenes Risiko ist ein Film, welcher vor allem auf der verzweifelten Suche von kinderlosen Paaren nach Nachwuchs beruht. Dass solch eine Suche auch von Verbrechern ausgenutzt werden kann, ist international ein bekanntes Problem. Der Film selbst baut genau hierauf auf, schafft es jedoch auf Grund von einigen Storywirrungen nicht wirklich, den roten Faden durchweg zu halten, dafür hat er einfach zu viele Lücken in der Story. Leider schaffen es auch die Schauspieler nicht, diese Lücken zu füllen. Einzig John Cusack als eiskalter Gangster überzeugt, allen anderen Charakteren fehlt es einfach an Tiefe, um zu überzeugen. Auch die Machart des Film selbst offenbart die eine oder andere Schwäche. Vor allem die Kamera zeigt des öfteren Bilder, bei welchen der Zuschauer nicht sicher ist, was genau er sehen soll. Die Musik plätschert dabei vor sich hin, sodass es auch ein wenig an Stimmung fehlt.
 

Bildergalerie von Reclaim - Auf eigenes Risiko (14 Bilder)

Reclaim - Auf eigenes Risiko wurde von Universum Film auf DVD und Blu-ray hierzulande veröffentlicht. Leider können die Bilder auf der DVD nicht durchweg überzeugen, dafür sind sie einfach zu grau für ein Setting wie Puerto Rico. Außerdem finden sich immer wieder Körnungen, welche den Eindruck trüben. Sprachlich ist der Film auf Deutsch sowie im englischen Original vorhanden, wobei im Original einige Stellen in Französisch sind. Bei Bedarf lassen sich hier deutsche Untertitel hinzu schalten, wobei die französischen Stellen trotzdem nicht untertitelt sind. Als Extras gibt es ein Behind the Scenes sowie ein Wendecover. 

Das Fazit von: Assimilator

Assimilator

Wirklich einfach macht es Reclaim - Auf eigenes Risiko einem Redakteur nicht. Das Thema selbst ist zwar spannend, jedoch ist die Umsetzung mehr schlecht als recht gelungen. Warum Steven und Shannon nicht merken, dass Benjamin ihnen auf Schritt und Tritt zu folgen scheint, begreife ich einfach nicht. Genauso wenig verstehe ich, wie Steven 100.000 US Dollar an eine Agentur für “Papiere” überweisen kann, ohne dass seine Frau es merkt. Diese und viele weitere Logiklücken verwehren dem Film eine bessere Wertung. So gibt es am Schluss von mir grade so mit Ach und Krach noch 6 Punkte, da ich halbwegs gut unterhalten wurde. Für mehr reicht es jedoch nicht. Und ob ich mir den Film so schnell noch einmal anschauen werde, kann ich auch noch nicht sagen … Dem entsprechend solltet Ihr vor dem Kauf vielleicht doch den Weg in die Videothek wagen.


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