Resident Evil 3: Nemesis

Resident Evil 3: Nemesis

Publisher: Capcom
Genre: Action
Sub-Genre: Survival-Horror
Art: Downloadtitel
Erscheinungsdatum: 21.04.2014
USK 16

Resident Evil 3: Nemesis   21.05.2014 von Torsten

Ebenso wie Resident Evil 2 wurde auch sein direkter Nachfolger vom Index gestrichen. Daher steht im PSN ebenfalls Resident Evil 3: Nemesis für einen Download-Preis von 9,99 € zur Verfügung. Die Serie erlitt laut Meinungen einiger Fans mit diesem Teil einen kleinen Knick in ihrer Güte. Andere wiederum halten gerade diesen Teil für wegweisend, beinhaltet er doch einige Spiel-Elemente, die ihn von den Vorgängern abgrenzen. So oder so, wir haben einmal hineingeschaut und zeigen auf, für wen sich der kostenpflichtige Download lohnen könnte ...

 

Eine Stadt, dem Untergang geweiht

 

Resident Evil 3 startet dort, wo der Vorgänger seine Erzählung eingestellt hat. Allerdings gibt es wieder einen Wechsel des Protagonisten. Dieses Mal steht wieder Jill Valentine als Spielfigur zur Verfügung. Diese durfte bereits im ersten Teil durch den Spieler durch das alte Herrenhaus befehligt werden. Jill wurde vom aktiven Dienst der Sondereinheit „S.T.A.R.S“ beurlaubt und ist gerade im Begriff Raccoon City zu verlassen, als die Stadt unter einer Flut von infizierten Untoten zusammenbricht und nahezu alle Menschen entweder getötet oder infiziert werden. Die Umbrella Corporation schickt zudem in all dem Trubel ihr neuestes Gen-Experiment in die untergehende Stadt. Projekt Nemesis soll die verbliebenen Mitglieder von S.T.A.R.S töten, um alle Zeugen der illegalen Machenschaften Umbrellas zu beseitigen. Die Mitarbeiter von S.T.A.R.S wiederum versuchen nach wie vor, überlebende Zivilisten zu evakuieren. Unter ihnen ist der Soldat Carlos Oliviera, in dessen Körper Spieler vorübergehend schlüpfen, um Jill Valentine zur Hilfe zu gelangen. Diese hat sich nämlich selbst mit dem tödlichen Virus infiziert. Gibt es noch eine Chance, ein heilendes Gegenmittel zu finden oder ist sie, ebenso wie Raccoon City, dem Untergang geweiht?

 

Gewohnt hakelige Bedienung

 

Im Gegensatz zur heute geläufigen Zweistick-Steuerung, setzt die Resident Evil-Serie auf die Bedienung mittels einem einzigen Analog-Stick, in diesem Fall wäre das der Linke. So läuft die zu bedienende Figur vor- und rückwärts, oder aber dreht sich links-, beziehungsweise rechtsherum. Die Schultertasten lassen Primär- wie auch Nahkampfwaffe zücken, gezielt wird dann wiederum mit dem linken Analog-Stick, gefeuert mittels Tastendruck. Somit müssen sich Spieler stets entscheiden, ob sie nun lieber laufen, oder aber sich der Begegnung stellen und gezielt schießen wollen. Außerdem fällt durch diese Art der Bedienung die Möglichkeit der Seitschritte (strafen) flach. Dadurch steuert sich der Protagonist eher wie ein Kettenfahrzeug, denn wie ein Mensch. Fans der Serie kennen dies bereits. Für Spieler, die allerdings lediglich einen Blick in die Vergangenheit riskieren wollen, bleibt dies befremdlich und unnötig umständlich.

 

Bildergalerie von Resident Evil 3: Nemesis (4 Bilder)

Einmalige Entscheidungen und Komfort-Funktionen

 

In Resident Evil 3 gibt es erstmals Entscheidungen mit richtigen Konsequenzen. Je nachdem, wie der Spieler in Schlüsselstellen reagiert, ändert sich der nachfolgende Spielverlauf. Dieses Spielelement fand in dieser Konsequenz so auch nicht mehr in den Nachfolgern seine Verwendung. Eine dieser Entscheidungen beeinflusst sogar explizit das mögliche Ende des Spiels. Eine weitere Neuheit ist die Möglichkeit, Munition herzustellen. Durch die Kombination von verschiedenen Materialien können so unterschiedliche Munitionstypen verwendet werden. Außerdem wurden erstmals auffindbare Gegenstände im niedrig aufgelösten Pixel-Brei mit einer leuchtenden Umrandung kenntlich gemacht. Das erleichtert die Nachschau in den recht überladenen Bildschirm-Hintergründen enorm. Geblieben ist hingegen in etwa die Balance von Action- und Knobel-Einlagen, wenngleich in diesem Fall vermehrt Außenareale besucht werden.


Technik aus längst vergangenen Tagen


 
Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger wurde am dritten Teil optisch lediglich Feinschliff betrieben, ohne große Sprünge zu vollziehen. Nach wie vor gibt es also die festen Kameraeinstellungen, die beim Verlassen des Bereichs wechseln. Gerade Außenareale wirken so sehr unübersichtlich, weil nicht immer einwandfrei ersichtlich ist, welcher Bildschirmbereich zu einem weiteren Abschnitt führt. Das erschwert die Navigation und sorgt für Frust. Soundtrack und -effekte sind ebenfalls auf einem Niveau mit den Vorgängern. Allerdings sorgen die größeren Außenbereiche der Spielabschnitte für etwas weniger Gruselstimmung als noch die beiden direkten Vorgänger der Serie.


Das Fazit von: Torsten

Torsten

Resident Evil 3: Nemesis ist im Grunde die konsequente Weitererzählung des direkten Vorgängers Resident Evil 2. Das gilt für Story wie auch Technik, optisch tritt das Spiel nämlich merklich auf der Stelle. Es gibt zwar neue Funktionen, die das Spiel gekonnt erweitern wollen und gerade die Entscheidungsmöglichkeiten, die direkten Einfluss auf den Spielverlauf haben, erhöhen den Wiederspielwert. Allerdings wirkt das Gesamtbild am Ende nicht mehr so rund wie es bei den Vorgängern noch der Fall war. Da auch der dritte Teil der Serie unbearbeitet in der originalen PS 1-Version angeboten wird, werden wiederum nur Genre-Fans, die entweder noch nicht im Besitz des Spiels sind oder aber dieses auf dem geliebten Handheld spielen möchten, angesprochen.


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positiv negativ
  • Gute Balance aus Action und Knobel-Einlagen
  • Gut platzierte Schock-Momente
  • Soundtrack und -effekte versprühen jede Menge Atmosphäre
  • Munitionsherstellung und Komfort-Funktion
  • Folgenschwere Entscheidungen
  • Niedrige (PS1-Original-)Auflösung
  • Verschwommene Texturen und kontrastarme Bilder
  • Das Spiel verliert in Außenarealen deutlich an Spannung
  • Navigation auf den Kartenabschnitten mitunter verwirrend





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