Rules Of Engagement

Rules Of Engagement

Originaltitel: Rules Of Engagement
Genre: Action, Krieg, Thriller
Regie: William Friedkin
Hauptdarsteller: Tommy Lee Jones, Samuel L. Jackson
Laufzeit: ca. 122 Minuten
Label: Ascot Elite
FSK 16

Rules Of Engagement  07.12.2010 von Tobi

Wenn sich zwei Schauspiel-Giganten wie Samuel L. Jackson und Tommy Lee Jones in einem Film vereinen stehen alle Zeichen auf „Grün“. Wenn dann auch noch Regie-Legende William Friedkin (Der Exorzist) auf dem Regiestuhl Platz nimmt, dann wird alles noch grüner. Dieses Dreier-Gespann zeichnet sich verantwortlich für das Militär-Drama „Rules Of Engagement“, welches sich mit einem sehr brisanten Thema im nahen Osten auseinandersetzt. Ob es allerdings mehr als nur guter Namen bedarf um einen guten Film zu machen, zeigt der folgende Artikel.

 

Colonel Terry Childers (Samuel L. Jackson) erhält den Auftrag den amerikanischen Botschafter aus dem Jemen zu evakuieren. Der Grund dafür ist eine Demonstration vor der Botschaft, welche durch Waffengewalt außer Kontrolle zu geraten scheint. Als das Rettungsteam dort ankommt muss es schnell feststellen, dass es in diesem Einsatz um Leben und Tod geht. Sie schaffen es den Botschafter zu retten, doch stehen sie selbst extrem unter Beschuss. Im Bruchteil einer Sekunde entscheidet Childers, dass seine Leute das Feuer auf die demonstrierende Masse eröffnen dürfen. Dieser Befehl soll sich schnell als Fehler heraus stellen, denn unter den Demonstranten sind auch viele Frauen und Kinder.

 

Die Folgen sind, dass 83 Menschen tot und über 100 verletzt sind. Die US-Regierung muss nun vor den Augen der Öffentlichkeit entsprechend reagieren und plant an Childers ein Exempel zu statuieren, um zu zeigen, dass dieses Massaker die Schuld eines einzelnen Mannes ist. Childers sieht nur noch den Ausweg seinen Kumpel Colonel Hayes Hodges (Tommy Lee Jones) zu bitten, ihn vor dem Militärgericht zu vertreten. Dieser hat bei Childers etwas gut zu machen, da er ihm im Vietnamkrieg das Leben gerettet hat. Doch Hodges ist mittlerweile Alkoholiker, da er es nie verkraftet hat kein eigenes Kommando bei der Armee zu bekommen. Er muss erst sein eigenes Leben wieder in die Bahn kriegen, um seinem Freund eine Verurteilung zu ersparen. Die Zeit läuft, denn mit Major Biggs (Guy Pearce) hat es ein eiskalter Ankläger auf Childers Verurteilung abgesehen.

 

„Rules Of Engagement“ ist ein Film, der den Zuschauer von Anfang bis Ende zu fesseln vermag. Beginnend mit einer Schlacht im Vietnamkrieg beweist Regisseur Friedkin, wie realistisch eine Kampfhandlung dargestellt werden kann. Die beiden Hauptakteure spielen dabei so gut, dass man den Charakteren ihre Ängste und ihren Überlebenswillen jederzeit abnimmt. Das schafft Bezug zu den Figuren und lässt keine Langeweile aufkommen. Auch die Rettungsaktion im Jemen erweist sich schnell als Himmelfahrtskommando. Mit wackliger Kamera und blutigen Bildern ist man auch hier schnell mit der ausweglosen Situation der Soldaten konfrontiert. Wie würde man denn selbst reagieren, wenn man die Kontrolle zu verlieren scheint?

 

Anschließend begibt sich der Film auf einen ganz anderen Pfad. Nach zwei Schlachtszenen mit viel Gemetzel beginnt sich das Ganze in die Richtung eines Militärdramas zu entwickeln. Die meisten Szenen spielen nun vor Gericht und hier kann die gesamte Star-Riege zeigen, was alles in ihnen steckt. Jeder einzelne Charakter ist perfekt besetzt und man ist gespannt, wie die Geschichte ausgehen wird. In jeder Szene läuft die passende Musik, welche zu keiner Zeit nervig oder fehl am Platz wirkt. Es gibt zwar auch einige negative Aspekte, wie der typische amerikanische Hurra-Patriotismus, doch das sei ihm hier verziehen, denn für mich wirken die Charaktere sehr glaubhaft. Alles spricht gegen den Beschuldigten, denn er hat nun mal viele Menschenleben auf dem Gewissen. Doch auf der anderen Seite ist sein Verhalten auch ein Stück nachvollziehbar.

 

Die deutsche DVD stammt von Ascot Elite und kann sich definitiv sehen lassen. Die Bildqualität ist spitze und fängt das Geschehen erschreckend realistisch ein. Man hat dabei sogar das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Dadurch werden Erinnerungen an „Der Soldat James Ryan“ wach. Auch die Soundkulisse ist bombastisch und die Heimkinoanlage kann gerade in den Schlachtszenen zeigen, was in ihr steckt. Das Bonusmaterial wertet die Veröffentlichung ebenfalls auf, da es interessante Hintergrundinformationen liefert. Dem Käufer wird auch ein Wendecover spendiert und der Preis liegt auch im normalen Bereich. Hier gibt es wirklich nichts zu bemängeln.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Die Meinungen über „Rules Of Engagement“ gehen sehr weit auseinander. Man kann sogar sagen, dass er ein Stück weit polarisiert. Ich persönlich finde den Film sehr gut, da die Charaktere sehr glaubhaft sind und mich die Geschichte sehr berührt hat. So ein Ereignis kann jeden Tag passieren, was die heutigen Nachrichten beweisen. Wer Probleme mit amerikanischem Patriotismus und ähnlichem hat sollte die Finger davon lassen. Alle anderen, die Kriegs- und Gerichtsfilme mögen, werden bei diesem Streifen definitiv auf ihre Kosten kommen. Wer ihn noch nicht kennt sollte ihn anschauen und wer ihn bereits kennt sollte einen Kauf in Erwägung ziehen. Dieser Film lässt sicherlich niemanden kalt.




Kommentar verfassen

Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.

Noch 1000 Zeichen übrig

Meine Eingaben merken?

Ich akzeptiere die AGBs


Kommentare[X]

[X] schließen