Sam Bukas Bande

Sam Bukas Bande

Genre: Kartenspiel • Kinder • Familie
Autor: Tomohiro Enoki
Illustrator: Jan Saße
Spieleverlag: AMIGO Spiel + Freizeit GmbH
Empfohlenes Alter: 8
Spieldauer: 20 Minuten
Anzahl Spieler: 3-5

Sam Bukas Bande   16.09.2018 von Born2bewild

„Jo-ho-ho und ne Buddel voll Rum“ – was die Piraten aus Fluch der Karibik können, können wir schon lange, denken sich Spieler ab acht Jahren bei Sam Bukas Bande. Ein Spiel bei dem man kooperativ kämpfen muss, um gegen die anderen Spieler zu gewinnen. Wie das funktioniert und ob wir Spaß dabei hatten oder das Piratenschiff lieber durch die Royal Navy versenken lassen wollten, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Das Spielmaterial von Sam Bukas Bande besteht aus Karten und Edelsteinen, die leider nicht echt sind, sondern verschiedenfarbige Nachbildungen aus Kunststoff. Die Karten gliedern sich dabei in liebevoll gestaltete Gegnerkarten, die sich der Rückseite nach in drei verschiedene Phasen aufteilen und die Angriffskarten der Spieler, die etwas einfacher gestaltet sind. Die Angriffskarten setzen sich aus fünf verschiedenfarbigen Sets mit den Kartenwerten von eins bis sieben zusammen. Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler die sechs Karten einer Farbe seiner Wahl. Dabei wird je nach Spielerzahl bei drei Spielern die eins und bei vier oder fünf Spielern die sieben in der Schachtel belassen. Die Edelsteine werden parat gelegt und die Gegnerkarten nach ihrer Rückseite sortiert und in drei Stapeln gemischt. Dann werden diese absteigend aufeinandergelegt, so dass der Stapel mit der eins mit der Rückseite oben liegt. Da es keinen Startspieler gibt, kann gleich losgelegt werden.

 

Die Anleitung

 

Für ein Spiel von Amigo sind die Regeln zu Sam Bukas Bande schon fast komplex. Trotzdem liegt dem Spiel nur eine doppelseitig bedruckte Anleitung bei, die die Regeln sehr gut erklärt. Auch wenn es auf den ersten Blick nach verhältnismäßig viel aussieht, sind diese aber sehr schnell gelesen und gelernt. Es gibt, wie gewohnt viele Bilder und Beispiele, die das Geschriebene erläutern und veranschaulichen.

 

Das Spielziel

 

Auch wenn der Kampf gemeinsam bestritten wird, sind die Piraten doch alle Gauner und wollen jeder für sich den größten Schatz erbeuten. Runde um Runde werden Gegner geschlagen oder man unterliegt. Gewinnt man das Duell wird die Beute aufgeteilt. Am Ende des Spiels werden die Edelsteine gezählt und als Punkte gewertet. Außerdem wird jedes Set mit drei verschiedenfarbigen Edelsteinen zusätzlich mit einem Punkt gezählt. Der oder die Spieler mit den meisten Punkten gewinnt bzw. gewinnen.

 

Der Spielablauf

 

Nachdem die ersten Fässer Rum oder bei jüngeren Spielern Limonade geleert sind und die Streitigkeiten um die Farbwahl beendet sind, darf ein Spieler die oberste Karte des Gegnerstapels umdrehen. Auf ihr zu sehen ist mit Edelsteinsymbolen der Schatz, den er hütet und mit einer Zahl sein Verteidigungswert. Nun muss jeder Spieler eine seiner Karten auswählen und verdeckt in die Mitte legen. Dabei gilt es zu beachten, dass alle Spieler mit Ihren Karten in Summe den Verteidigungswert des Gegners erreichen oder übertreffen müssen. Hat jeder Spieler eine Karte gelegt, werden sie gleichzeitig aufgedeckt. Liegen dabei Karten mit gleichen Zahlenwerten aus, werden sie bei der Ermittlung des Angriffswertes ignoriert. Die restlichen Kartenwerte werden addiert und es wird geprüft, ob der Verteidigungswert des Gegners gleich oder niedriger des Angriffswertes ist. Der Kampf gilt als gewonnen, wenn der Angriffswert höher ist. Dann wird der Schatz des Gegners entsprechend der Karte verteilt. Der Spieler, der die niedrigste Karte gelegt hat, bekommt die Edelsteine unter der Eins, der mit der nächsthöheren Karte die der Zwei und so weiter. Spieler mit gleichen Kartenwerten werden ignoriert. Haben die Spieler aber den Kampf verloren, so muss der Spieler, der die niedrigste Karte gelegt hat, alle Edelsteine von der Farbe abgeben, von der er am meisten hat. Trifft das auf mehr als eine Farbe zu, darf er sich eine aussuchen. Anders als beim Sieg, zählen bei der Auswertung der Niederlage aber auch die Spieler dazu, die gleiche Karten gelegt haben. Sind diese Spieler auch die mit dem niedrigsten Wert, so müssen sie alle nach dem oben genannten Prinzip die Edelsteine abgeben. Haben mindestens zwei aufgrund der Anzahl die Wahl zwischen mehreren Edelsteinfarben, so nimmt jeder von ihnen im Geheimen und nimmt einen Edelstein der gewünschten Farbe in die geschlossene Faust. Dann öffnen die Spieler diese gleichzeitig und geben so die Farbe preis, die sie abgeben.

 

Bildergalerie von Sam Bukas Bande (7 Bilder)

Nachdem alle Edelsteine verteilt oder abgelegt wurden, wird klar Schiff gemacht. Dazu wird die aufgedeckte Gegnerkarte zurück in die Schachtel und die verwendeten Angriffskarten aufgedeckt und für alle Mitspieler sichtbar bei dem jeweiligen Spieler abgelegt. Wenn alle Karten mit der eins wurden, werden die ausgespielten Angriffskarten zurück auf die Hand genommen bevor man die nächste Gegnerkarte aufdeckt. Wenn alle Gegner bekämpft wurden, endet das Spiel und jeder Spieler zählt seine Edelsteine. Unabhängig von der Farbe zählt jeder einen Punkt. Je einen Bonuspunkt gibt es für jedes Set aus drei verschiedenfarbigen Edelsteinen. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Punkten. Bei Gleichstand gibt es mehrere Gewinner.

 

Lieferumfang

 

  • 15 Gegnerkarten
  • 34 Angriffskarten
  • 45 Edelsteine
  • Anleitung

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Sam Bukas Bande ist ein Spiel mit einem sehr interessanten Spielprinzip, das mehr bietet, als man auf den ersten Blick vielleicht erwartet. Man muss sich genau überlegen, welche Karten die anderen Spieler noch spielen können und auch, welche sie spielen würden. Denn man möchte natürlich die niedrigste Karte liegen haben und gleichzeitig aber den Gegner besiegen. Außerdem möchte man aber vermeiden, dass man dieselbe Karte wie ein Mitspieler hinlegt, denn das kann nicht nur bedeuten leer auszugehen, sondern auch zu verlieren. Das kann im schlimmsten Fall bedeuten, dass man eine ganze Farbe Edelsteine zurückgeben muss. Also erhält das relativ einfache Spielprinzip eine taktische Komponente, die die Altersempfehlung ab acht Jahren erklärt. Ansonsten ist das Spiel von den Regeln her und mit der kurzen Spieldauer von etwa zwanzig Minuten auch für jüngere Kinder gut geeignet. Daher vergeben wir hier 8/10 Punkte.


Die letzten Artikel des eingeschworenen Redaktions-Teams in leidenschaftlicher Kooperation:




Kommentare[X]

[X] schließen