Singularity

Singularity

Originaltitel: Singularity
Genre: Science Fiction • Abenteuer
Regie: Robert Kouba
Hauptdarsteller: John Cusack • Jeannine Wacker
Laufzeit: DVD (89 Min) • BD (93 Min)
Label: EuroVideo
FSK 12

Singularity   05.06.2018 von MarS

Dass die Erschaffung künstlicher Intelligenz nicht unbedingt eine gute Idee ist, das wissen Filmfans spätestens seit James Camerons Terminator. Nachdem man aber nicht oft genug darauf hinweisen kann, erscheint mit Singularity ein weiterer Vertreter des "Roboter sind Böse"-Genres...

 

Inhalt

 

Nach dem weltweiten Vertrieb von hoch technologisierten Robotern entscheidet sich der CEO Elias van Dorne (John Cusack) dazu, eine künstliche Intelligenz namens "Kronos" in Betrieb zu nehmen, um damit alle Kriege auf dieser Welt zu beenden. Doch "Kronos" erkennt in der Menschheit die wahre Gefahr dieses Planeten und leitet die totale Vernichtung ein. 97 Jahre später sind nur noch wenige Menschen übrig, deren Alltag darin besteht, sich vor den Maschinen zu verstecken. Eine der Menschen in dieser postapokalyptischen Zeit ist Calia, die sich auf der Suche nach der legendären Stadt "Aurora" befindet, dem letzten als sicher geltenden Ort auf der Erde und Heimat des Widerstands. Eines Tages trifft Calia auf den Roboter Andrew, eine spezielle Entwicklung von Elias van Dorne, der menschliches Aussehen besitzt und sich selbst tatsächlich für einen Menschen hält. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach "Aurora"...

 

Betrachtet man die Entstehungsgeschichte von Singularity etwas genauer, wird einem schnell klar, dass hier wohl kein Highlight auf den Zuschauer wartet. Ursprünglich wurde der Streifen nämlich im Jahr 2013 unter dem Titel Aurora als Low-Budget Film in Tschechien und der Schweiz gedreht, allerdings zu diesem Zeitpunkt noch ohne die Beteiligung von John Cusack. Seine Szenen wurden erst später hinzugefügt, wobei Cusack wiederum lediglich Szenen mit Carmen Argenziano drehte. Kein Wunder also, dass es Singularity sowohl an einem fortlaufenden, stimmigen Erzählstil fehlt, als auch zahllose Logikprobleme das Geschehen beherrschen. Dazu gesellen sich noch auf mittelmäßigem Niveau agierende Darsteller, schlechte Dialoge und ein wirklich unschöner Einsatz von extrem auffälligem CGI, was im Gesamtbild dafür sorgt, dass das inszenatorische Kartenhaus von Singularity recht schnell in sich zusammenfällt und deshalb nur bedingt für Unterhaltung sorgt, von Spannung ganz zu schweigen. Die Geschichte ist innovationslos und vorhersehbar, alles erscheint völlig absurd und wird auch noch unrund erzählt, auf diesem Weg war der Film eigentlich von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Und so geht Singularity ohne Umwege mit wehenden Fahnen unter, ohne jemals auch nur Ansatzweise sein Potential zu nutzen - es scheint gerade so, als wäre den Machern das Potential gar nicht bewusst gewesen.

 

Bildergalerie von Singularity (7 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Technisch zeigt sich die Blu-ray von bester HD-Seite. Das Bild ist sehr scharf, stark aber ausgewogen kontrastiert sowie voller Detailreichtum. Die Farben sind kräftig, dabei aber mit Ausnahme der eingefügten Effekte und CGI-Locations natürlich. Die Tonspur bietet eine dynamische Abmischung sowie eine gezielte, wenn auch dezente Einbindung aller Surroundbereiche. Die Sprachausgabe ist stets klar und deutlich.


Das Fazit von: MarS

MarS

Innovationslos, und dabei auch noch wenig spannend oder unterhaltsam. Singularity kann seine bereits bei der Produktion entstandenen Probleme kaum verbergen und liefert 08/15 Sci-Fi-Kost, die nicht zuletzt auf Grund unschönem CGI-Einsatz, langweiligen Charakteren und schlechten Dialogen schnell ermüdend wird. Nachdem die Handlung völlig vorhersehbar abläuft und man irgendwie alles schon einmal gesehen hat, sollte man lieber zu alternativen Streifen greifen. Das Ende lässt jedoch befürchten, dass es von Singularity vielleicht sogar einen Nachfolger geben wird - ich könnte darauf jedenfalls gut und gerne verzichten.


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