Super Hydorah

Super Hydorah

Publisher: Abylight Studios
Entwicklerstudio: Locomalito , Gryzor87 , Abylight
Genre: Action
Sub-Genre: Shoot 'em up
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 20.09.2017

Super Hydorah   05.10.2017 von VanTom

Shoot 'em up-Games sind out. In Zeiten von realistischen Ego-Shootern braucht doch kein Mensch mehr einen Raumschiff-Spiel. Wir leben aber in Retro-Zeiten und so ist mit Super Hydorah ein Vertreter des klassischen Shoot 'em up-Genres erschienen. Weltraum-Kadett VanTom hat sich das Spiel angesehen und teil Euch seine Eindrücke mit...

 

Zu Zeiten des Commodore 64 (die Älteren werden sich erinnern) waren Shoot 'em up-Games keine Seltenheit. Dabei gab es richtige Perlen, wie zum Beispiel das Spiel Katakis aus dem Jahr 1988. Viele Spiele dieser Art haben die Gemeinsamkeit, dass der Spieler ein Flugobjekt (Raumschiff oder in einem Fall auch eine Biene) steuert und sich durch Horden von Gegnern kämpfen musste. Dabei hat der Spieler aber nur eine beschränkte Anzahl von Leben und jeder Treffe und jede Kollision enden meist tödlich. Diese Games konnten sehr frustrierend sein, aber gleichzeitig sehr befriedigend sein, wenn der Endgegner endlich überwunden und das Weltall wieder sicher war.

 

Jetzt erscheint mit Super Hydorah der Nachfolger von Hydorah. Hydorah ist im Jahr 2010 erscheinen und wurde kostenlos veröffentlicht. Interessierte können es sich hier noch kostenlos herunterladen.

 

Worum geht es nun? Eine Geschichte ist bei Shoot 'em up-Games selten im Vordergrund. Eine böse Macht hat also eine Invasion über dem Omios-Stern gestartet. Schlimm! Nun gibt es nur einen (bzw. zwei) Piloten, der mit seinem Jäger den bösen Treiben ein Ende bereiten kann. Gut! Dabei tritt der Spieler gegen die Meroptianer an. Dabei handelt es sich um eine Bio-mechanische Rasse, welches auch das Aussehen einiger Gegner erklärt. In einem kurzen, in Pixelgrafik gehaltenen, Vorspann landet der Spieler im Hauptmenü. Hier kann er entscheiden, ob er er ein neues Single- oder Two-Player-Game starten möchte. Außerdem kann er hier einen kleines Minigame namens Robot Chase starten, sowie die Einstellungen anpassen. Hier besteht auch die Möglichkeit einen klassischen CRT-Monitor-Effekt zu aktivieren, welches das Spiel aussehen lässt, wie auf den klassischen Monitoren damals. Bei Robot Chase spielen zwei Spieler zusammen - einer spielt einen großen Roboter, während der andere Spieler den kleinen Roboter übernimmt. Zwischen beiden Robotern gibt es eine Energielinie, welche erlaubt Gegner zu zerstören. Die Spieler bekommen nun Punkte, wenn sie sich so stellen, dass Gegner durch die Energielinie zwischen ihnen zerstört werden. Natürlich sollten die Roboter selbst nicht zerstört werden.

 

Ich wähle nun aber todesmutig das One-Player-Game und bekomme während dem Start meines Jägers mitgeteilt, dass eine feindliche Streitmacht im Sektor ist und fliege mit der Starterlaubnis los. Im ersten Level „Outer Wall“ werde ich sofort von den ersten Gegnern erwartet. Ich lasse mich aber nicht lumpen und schieße die direkt ab. Dabei fällt mir sofort auf, dass manche Gegner Power Ups verlieren. Nachdem ich diese aufgesammelt habe, werden meine Waffen verstärkt. Mein Schiff kann mehrere Waffen aufnehmen. Im ersten Level habe ich aber zunächst nur die Railgun, welche einfach einen Schuss nach vorne abgibt. Kurze Zeit später schrillt ein Alarm auf und ich muss durch ein Meteoritenfeld fliegen. Die großen Gesteinsbrocken muss ich erst klein machen. Kurz danach treffe ich auf den ersten Endgegner, welcher sich zunächst als Meteorit mit Auge gibt. Sich aber dann verwandelt und auf uns schießt. Kenner werden sofort wissen, was wohl die Schwachstelle des Gegners ist. Ich weiche also den Armen und Schüssen aus und irgendwann explodiert es. Ich erhalte meine nächste Waffe und kann mich in den nächsten Level aufmachen.

 

Dabei sind die kommenden Level alle anders gestaltet. Ich muss nicht nur auf Schüsse aufpassen, sondern auch auf die Vegetation. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass mich alles umbringen möchte. Ich muss also nicht nur auf Gegner und Schüsse achten, sondern auch auf Dinge am Boden, welche verdächtig sind. Zu meiner Bewaffnung gesellt sich eine Art Bombe und eine Spezialwaffe, welche ich durch Power Ups laden und benutzen kann. Weiterhin kann ich einen Schild finden, welcher vor einer Zerstörung schützen kann oder auch ein Extraleben. In manchen Levels gibt es Zwischengegner, welchen einen Abschnitt bewachen. Sollten der Spieler im folgenden Abschnitt sterben, so muss er aber nur diesen Abschnitt neu machen und nicht den Zwischengegner. Ansonsten sind die Zwischen- und Endgegner sehr interessant gestaltet. Der Spieler muss zunächst herausfinden, wie der Gegner am besten zu besiegen ist. Dabei gibt es auch Gegner, welcher mehrere Stufen haben, bis sie endlich zerstört sind. Haben wir eine Welt abgeschlossen, so kann der Fortschritt gespeichert werden. Der Spieler kann aber nur weiterspielen, wenn er seine erspielten Punkte und Rank abgibt. Spieler müssen davon ausgehen, dass sie manchen Level wiederholen müssen.

 

Bildergalerie von Super Hydorah (12 Bilder)

Die Grafik und die Musik sind entsprechend der damaligen Zeit gehalten und machen Laune. Das ganze Spiel schwimmt deutlich auf der Retrowelle und macht das verdammt gut. Das Spiel ist wirklich schwer und macht es dem Spieler nicht einfach. Es kann durchaus (gewollt) zu Frustration kommen. Dafür ist der Sieg über einen der zahllosen Gegner aber umso süßer. Das Spiel eignet sich sehr gut um nach einem langen Arbeitstag abzuschalten und einfach Gegner wegzuballern, oder sich trefflich über einen unfairen Abschuss aufzuregen.


Das Fazit von: VanTom

VanTom

Super Hydorah ist ein echtes Shoot'em up und macht einfach Laune. Es ist auch nicht zu einfach, so dass es durchaus auch frustrieren kann. Dadurch wird der Sieg über einen Level aber umso besser. Die Steuerung und das Spielprinzip sind einfach und werden sofort verstanden. Alles in Allem ein gelungener Retro-Trip in die gute alte Spielhallen- und Homecomputer-Zeit. Der Sieg muss erobert werden. Gelegentliche Frustration ist nicht ausgeschlossen. Feuer frei!


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positiv negativ
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