The Girl with all the Gifts

The Girl with all the Gifts

Originaltitel: The Girl with all the Gifts
Genre: Thriller
Regie: Colm McCarthy
Hauptdarsteller: Gemma Arterton
Laufzeit: DVD (108 Min) • BD (112 Min)
Label: Universum Film
FSK 16

The Girl with all the Gifts   23.06.2017 von GloansBunny

Zombie-Filme müssen nicht immer stumpfsinnig oder extrem blutrünstig sein, um vom Publikum geliebt zu werden. Unsere Genre-Expertin GloansBunny weiß, wovon sie spricht, denn sie hat sich The Girl with all the Gifts angesehen...
 

In einer nicht allzu fernen Zukunft kämpft die Menschheit gegen eine hoch aggressive Pilz-Infektion, die den großen Teil der Weltbevölkerung in fleischfressende Untote verwandelt hat. Während Tag für Tag hunderte Frauen, Männer und Kinder der Pandemie zum Opfer fallen, widmet sich eine kleine Gemeinschaft in England der Suche nach einem Heilmittel für die als "Hungries" bezeichneten Infizierten. Unter der Leitung der Wissenschaftlerin Dr. Caroline Caldwell (Glenn Close) unterrichtet die engagierte Lehrerin Helen Justineau (Gemma Arterton) in einer Militärbasis eine ganz besondere Gruppe Kinder, die zwar den Pilz in sich tragen, aber ihren Trieb nach Blut und Menschenfleisch bis zu einem gewissen Grad kontrollieren können. Die zehnjährige Melanie (Sennia Nanua) sticht dabei aus der Masse an Erkrankten hervor, scheint der Pilz doch ihre Intelligenz und ihren unstillbaren Wissensdurst zu verstärken, statt sie nach Blut lechzen zu lassen. Als plötzlich die Basis von einer Horde Hungries überrannt wird, müssen Justineau und Caldwell fliehen. In Begleitung von Sergeant Eddie Parks (Paddy Considine) und Melanie, die der Gruppe lediglich als Geleitschutz dienen sollte, machen sie eine furchtbare Entdeckung: die gewaltige Mutterpflanze, die durch eine Mutation die gesamte Welt binnen Tagen auszulöschen droht...


The Girl with all the Gifts basiert auf dem internationalen Roman-Bestseller "Die Berufene" des Autor M. R. Carey und krempelt das Zombie-Genre ordentlich um. Das durchaus realistische und sowohl an das Videospiel The Last of Us, als auch an den Endzeit-Thriller 28 Days Later erinnernde Szenario sorgt für ordentlich Gänsehaut und strotzt nicht zuletzt durch die wohl portionierten Gewaltszenen und die düstere Grundstimmung für eine satte Atmosphäre. Der intelligente und tiefsinnige Plot kreiert einen konstanten Spannungsbogen, der sowohl Sozialkritik, als auch tiefe Emotionen, ein wenig Horror und viele "Aha"-Momente beschert. Gemeinsam mit den frischen Darstellern, den eindringlichen und sehr gut portierten Dialogen und der Liebe zum Detail bei Kostümen und Kulissen mausert sich The Girl with all the Gifts zu einem sehenswerten Zombie-Film der anderen Art- mit Hirn, Herz und Verstand.

 

Bildergalerie von The Girl with all the Gifts (15 Bilder)

Auch technisch muss sich The Girl with all the Gifts nicht hinter den großen Blockbustern verstecken. Da der Film von seiner Atmosphäre und der Geschichte lebt, wurde großer Wert auf die Kulissenwahl gelegt. Satte, natürliche Farben, gute Schwarzwerte und nur minimales Rauschen setzen selbige genauso gut in Szene, wie die realistischen Masken und die gemäßigten, aber dennoch eindrucksvollen Effekte. Die deutsche Synchronisation überzeugt mit stimmigen Dialogen und auch die akustische Inszenierung ertönt glasklar und stets rauschfrei aus den Boxen. Der düstere und drückende Soundtrack setzt stets zum richtigen Zeitpunkt ein und unterstreicht sowohl die nachdenklichen, als auch die effektreichen Momente perfekt. Lediglich im Extras-Bereich gibt es mit ein paar Interviews und einem Blick hinter die Kulissen nur ein Sparprogramm zu entdecken.


Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

Wer regelmäßig bei den Sofahelden vorbeischaut wird wissen, dass ich ungemein auf Filme und Spiele mit Zombies, Blut und Atmosphäre stehe. The Girl with all the Gifts hat mein Interesse geweckt, da die Beschreibung mich sehr an 28 Days Later und The Last of Us erinnert hat- zwei meiner absoluten Highlights, die mich nicht nur wegen oben genannten Kriterien, sondern vor allem wegen ihren Settings, ihrer Inszenierung und vor allem ihrer Atmosphäre gefesselt haben. The Girl with all the Gifts bedient sich dieser Vorlagen, packt eine ordentliche Ladung Sozialkritik, Herz und Hirn hinzu und krempelt somit das eingefahrene, gewalttätige Zombie-Genre ordentlich um. Diesen tiefsinnigen, atmosphärischen und durchweg spannenden Endzeit-Thriller kann ich nur jedem wärmstens empfehlen. Unbedingt anschauen, gerade, wenn Ihr die Romanvorlage noch nicht gelesen habt!


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